05.-09.06.2019 – Halifax

Tag 1 in Halifax ist grau verhangen, 13 Grad, hie und da fällt ein Regenschauer.
Nun ja, unternehmen werden wir eh nicht viel, – wir schlafen lange, – Aspros innere Uhr ist total verdreht, in der Nacht schmeisst er uns zwei mal raus, – seine Uhr sagt ihm, daß ja eigentlich schon bald Nachmittag ist, höchste Zeit zum Aufstehen, – wir haben auch mit der Zeitverschiebung und der langen Anreise zu kämpfen.
Trotzdem trauen wir uns am Nachmittag mal hinaus, Richtung Hafen, dort zum Farmers Market am Bedford Basin, mal das dortige Angebot begutachten, dann zum Supermarkt und bald wieder zurück ins Hotel, lesen und ausruhen. Am Abend gegenüber in die Greek Tavern „Ela“, – hatten ja schon lange kein griechisches Essen mehr.

Tag 2 in Halifax ist komplett zum Abhaken, es schüttet aus Eimern, 11 Grad, der Himmel wie im späten November, dicke, graue Wolken, windig und kalt.
Wir ziehen es vor, den ganzen Tag im Hotel zu verbringen, selbst Aspro ist nicht wirklich scharf auf einen Spaziergang, schnell mal vor die Türe und nichts wie zurück ins Zimmer.
Ich rufe mal die Spedition im Hafen an, und erfahre, daß der Frachter „Glorious Leader“ der NYK Lines mit unserem HerrMAN am Freitag früh ankommt, die Abholung allerdings erst am Montag möglich sein wird, weil man im Hafen am Wochenende nicht arbeitet. Noch länger warten ! – Hmmh !?

Tag 3 in Halifax begrüßt uns mit Sonnenschein und auch die Temperatur ist spätfrühlingshaft, 18 Grad, das geht doch.
Heute gehts hinaus in die Stadt, zur Hafenmeile, – promenieren.
Sehr schön anzusehen, – die alten Hafenanlagen an den Piers hat man stilgerecht zu modernen Gebäuden umgebaut, – Museen, – eine kleine Universität, – Seefahrtsbehörden, – schöne Lokale und ein weiterer Farmers Market sind dort untergebracht, – alles recht großzügig, mit Parkplätzen vor der Tür, sauber und hell.
Hier geht es touristisch zu, Rundfahrten mit altenglischen Doppeldeckerbussen oder schweren Amphibienfahrzeugen werden angeboten, – hinter den Hallen kann man am Wasser promenieren, schöne Segelboote ziehen draussen vorbei, die superschicke Luxusyacht „Bella Vita“ der Lürssen-Werft liegt vor Anker, – und drüben, am anderen Ufer des Meeresarmes sieht man den Industriehafen, Container, Öltanks und Industriehallen säumen das Ufer.
Ganz weit hinten, fast am Horizont erkenne ich „unseren“ blauen NYK-Frachter, da müssen wir nachher unbedingt noch hin, – mal schauen, was es dort zu sehen gibt.
Wir müssen einmal die Hafenstraße ganz nach Norden, – die mächtige, eiserne MacDonald Brücke hinüber und drüben die gesamte Hafenstraße wieder nach Süden hinunter in den Autohafen, dort liegt das blaue Ungetüm, das unseren HerrMAN bringen soll. Sehen können wir ihn leider nicht, dafür reiste er wohl in illustrer Gesellschaft, – der gesamte Hafenbereich steht voll mit fabrikneuen Luxuskarossen der Marken Mercedes und Porsche, – Hunderte, vielleicht Tausende, so weit das Auge reicht, alles ist eingezäunt, drinnen jede Menge Security, – herankommen ist aussichtslos, wir halten kurz für ein paar Fotos durch den Zaun und gedulden uns dann bis Montag.

Tag 4 in Halifax ist fast die Wiederholung von Tag 3.
Wir fahren wieder an die Hafenpromenade, diesmal ist der nördliche Teil dran, – den Autohafen lassen wir heute aus, dafür fahren wir noch hoch zur Zitadelle, die auf einem niedrigen Berg über der Stadt thront und von der man einen tollen Blick über die ganze Stadt und die Hafenanlagen hat.

Tag 5 in Halifax verbringen wir auf dem „Greek Fest 2019“, – ja irgendwie sind wir doch schon süchtig nach Griechenland, es zieht uns einfach dort hin. Wir hatten große Werbetafeln in der Stadt gesehen, da gabs kein Halten mehr. Offensichtlich gibt es eine recht große griechische Community in Halifax und Umgebung, denn außer einigen griechischen Tavernen und dem Fest hier, haben wir auch in den beiden Farmers Märkten Griechen hinter den Verkaufsständen gesehen, die unzählige original griechische Produkte anbieten, Käse, Oliven, Kräuter, Olivenöl, Meersalz und griechisches Trockenbrot. Allerdings Retsina und Raki sind Fehlanzeige, – Alkohol gibt es in Kanada nur in speziellen, staatlichen Läden zu saftigen Preisen.
Auf dem Fest werden griechische Speisen, Gyros und Tsatziki angeboten, – ein Lamm dreht sich über dem Grillfeuer, im Festzelt tanzt eine Trachtengruppe zu den Klängen der Bouzuki. Äähh, – waren wir nicht nach Kanada geflogen ? – oder wie ?
Das Wetter ist heute schon fast sommerlich, über 20 Grad, der Himmel strahlend blau, so sitzen wir später noch lange in einem Cafe am Bedford Basin.
Morgen schauen wir dann mal, daß wir irgendwie unseren Camper kriegen.

Wochenetappe:     195 km          Gesamtstrecke:     715 km

 

 

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