17.06.2019 – Von Hartland nach La-Pocatiére

Unser Nachtplatz war wirklich genial, – fast.
Schon am Abend und erst recht in der angenehm warmen Nacht hatten wir zahlreiche Besucher bei uns, die mehr als lästig waren – Stechmücken ! – ohne Ende !
Die erste Nacht fern vom Atlantik mit seinen Salzwasserarmen, dort ist diesbezüglich Ruhe, – und schon ist der Teufel los, – trotz Fliegenvorhängen kommen immer wieder welche irgendwie durch, – heute abend müssen wir aufrüsten !

Schon früh fahren wir heute los, auch am Morgen noch hat uns das widerliche Summen neben den Ohren immer wieder aus dem Schlaf geholt und uns letztendlich zum frühen Aufstehen gezwungen. Aber auch der herrliche Sommermorgen lockt uns raus, – kein Nebel, kein Wind, pralle Sonne ab 6 Uhr und schon gegen 8 Uhr angenehmes T-Shirt-Wetter.

Wir fahren über die 2, den Trans-Canada-Highway gen Norden, bis an den St.-Lorenz-Strom, dann auf die 20, die an ihm entlang bis Quebec führt.
Landschaftlich tut sich heute nichts Neues auf, die Gegend sieht hier tatsächlich meist aus, wie zu Hause bei uns, kleinere Wälder, Wiesen und Felder, Hügel und Flüsse, Häuser, zunehmend Bauerngehöfte und auch kleinere Städtchen. Auffällig ist, daß mit unserem Weg nach Norden, die Besiedelung dichter wird, auch der Verkehr auf dem Highway nimmt jetzt zu, trotzdem bleibt es ein Genuß, hier unterwegs zu sein, entspanntes Fahren, meist gut ausgebaute Straßen, wenig Verkehr.

Am frühen Nachmittag fahren wir nach Edmundston rein, mal wieder Vorräte auffüllen und eine Kleinigkeit essen, – wir sind schon zu richtigen „Fast-Food-Junkies“ geworden.
Auffällig ist, daß hier bereits meist französisch gesprochen wird, – klingt zwar irgendwie anders, als das französisch, das wir aus Frankreich kennen, ist aber trotzdem französisch.

Wenig später wechseln wir von der Provinz New Brunswick in die Provinz Quebec.
Quebec ist das französische Kernland in Kanada schlechthin, die Verkehrsschilder sind französisch beschrieben, – die Straßen ein wenig schlechter, – der Diesel ist dafür wieder etwas billiger als in New Brunswick, – die Fahrzeuge haben wieder nur hinten ein Kennzeichen, – achja und unsere Uhr springt eine Stunde zurück, wir sind jetzt 6 Stunden hinter der mitteleuropäischen Sommerzeit zurück, aus der bisherigen „Atlantic Standard Time“ wird die „Eastern Standard Time“.

So fahren wir am Abend ein Stündchen länger, erreichen noch den St.-Lorenz-Strom, – der hat selbst hier im mittleren Bereich eine beeindruckende Breite, seeähnlich plätschert er vor sich hin, – im Unterlauf ist er mehr als 3 mal so breit. Nach weiteren 50 Kilometern fahren wir bei La-Pocatiére vom Highway runter und haben Glück, bereits im ersten Dörfchen gibt es einen schön angelegten Picknickplatz mit Stellplätzen für Camper ( N 47° 20′ 21.3″ W 070° 05′ 31.0″ ), hier bleiben wir.
Den Verkehr auf dem entfernt vorbeilaufenden Highway hört man zwar ziemlich deutlich, doch später am Abend lässt er deutlich nach und es wird angenehm ruhig.

Tagesetappe:     341 km                    Gesamtstrecke:     2.431 km

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s