25.06.2019 – Von Sault-Sainte-Marie nach Marathon

Heftig geschüttet hat es bis in den späten Abend hinein, heute früh ist der Himmel noch immer trüb, aber wenigstens sind die Schleusen zu.

Gegen 10 Uhr fahren wir los.
685 Kilometer geradeaus, dann links abbiegen sagt mir das Navi, als ich unser Ziel eingebe, – 685 Kilometer auf dem Highway 17, dem Trans-Kanada-Highway, – ohne einmal abbiegen zu müssen, immer geradeaus !
Kanada ist gigantisch, – die Entfernungen sind gigantisch, – Kanada ist nach Rußland das zweitgrößte Land der Erde, etwa 29 mal so groß wie Deutschland, – schon die Provinz Ontario, in der wir bereits seit einigen Tagen unterwegs sind, ist drei mal so groß wie Deutschland.
Der Trans-Kanada-Highway führt über 8.030 Kilometer vom äußersten Osten zum äußersten Westen des Landes, – wir werden ihn nicht ganz zu Ende fahren, ab Calgary führt uns unser Weg dann weiter nach Norden, – nach Alaska.

Heute führt uns unser Weg von Sault-Saint-Marie am „Lake Superior“ entlang, – „Montreal River“, „Wawa“, „White River“, bis „Marathon“.
„Wa-Wa“, das kleine Nest, mitten in der Wildnis ist die Kurzform dessen, was wir auch heute wieder erleben, – Wa-ld und Wa-sser, – Wald, so weit das Auge reicht und Wasser in allen Variationen, – der riesige See, immer wieder mal auf der linken Seite zu sehen, – unzählige andere Seen, – in Kanada gibt es über 2 Millionen (!) davon, – dazu Flüsse und Bäche, – ja und nicht zu vergessen, auch immer wieder mal Wasser von oben, – es schauert bis zum frühen Nachmittag, dann klart es zusehends auf und gegen Abend traut sich gar die Sonne heraus und bleibt bis weit nach 21 Uhr am Himmel.

Die drei „Städtchen“, die wir heute auf fast 400 Kilometern unterwegs passieren, sind eher eine Ansammlung von Tankstelle, Reparatur- und Reifenwerkstatt, Fastfoodladen, Motel und Einkaufsmöglichkeit, – rechts und links der Straße, – in knapp zwei Minuten durch, – fertig !

Lediglich „Marathon“, es liegt ein paar Kilometer vom Highway weg, hat etwa 3.000 Einwohner, Supermärkte und dörfliche Strukturen mit Wohnhäusern und Kirche.
Auf der Suche nach unserem Nachtplatz fahren wir durch und werden schnell fündig. Am unteren Dorfende gibt es einen ruhigen Parkplatz mit Ruhebänken und einem herrlichen Blick über die Bucht mit ihren kleinen Inseln. Das hat was ! ( N 48° 43′ 12.1″ W 086° 23′ 01.6″ )

Tagesetappe:     397 km                    Gesamtstrecke:     4.660 km

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