04.07.2019 – Von Regina nach Herbert

Der Morgen ist angenehm warm, – Heike hat ein paar Besorgungen zu machen und ich muß mal am HerrMAN was schrauben.

So wird es fast Mittag, bis wir loskommen.
Das passt eh, denn wir wollen zunächst nur in ein anderes Stadtviertel, – dort wird die „Royal Canadian Mounted Police“ ausgebildet, das sind die mit den schicken, roten Uniformen und den hellbraunen Hüten, – täglich gegen 12.45 Uhr veranstalten sie auf dem Exerzierplatz der Polizeischule einen traditionellen Appell mit Musik und Getönse, – das wollen wir uns anschauen.
Leider treten sie heute nur in grauen Hemden an, die roten Galauniformen tragen sie nur noch zu besonderen Anlässen. Na wenigstens haben sie einige Fotos dort aufgestellt, damit man sehen kann, wie es sein könnte. Knapp 40 Minuten dauert das Antreten, Abschreiten und Brüllen von Befehlen, dann treten sie mit Trommel- und Marschmusik wieder ab.

Wir machen uns trotz der späten Stunde noch auf den Weg nach Westen, wie immer Trans-Canada-Highway 1, – die Orientierung wie immer ziemlich einfach.
Auch hier in Saskatchewan bleibt die Landschaft wie in den Vortagen, – Weizenfelder ohne Ende, – erst am späten Nachmittag ändert sich das Bild, die Weizenfelder verschwinden, – hügelige, sandige Prärielandschaft taucht auf, – eine nette Abwechslung. Hier wird Weidewirtschaft betrieben, – überall in der Prärie grasen Rinderherden, -in den tiefen Senken haben sich überall kleine Seen gebildet, gut für die Tiere, praktisch für die Rancher.

Irgendwann taucht am Horizont ein riesiger Industriekomplex auf und eine mächtige Abraumhalde, – wir lesen später nach, daß hier eine der größten Fundstellen weltweit für Kaliumkarbonat ist, – wenig später sehen wir einen See, der ebenfalls ausgetrocknet und abgebaut wird, – weiß, so weit das Auge reicht, – irgendwie Winterlandschaft.

Gegen Abend, – wir haben gerade den grünlich schimmernden „Reed Lake“ passiert, fahren wir bei dem kleinen Dörfchen „Herbert“ vom Highway runter und ein wenig von der allgegenwärtigen Bahnlinie weg, – ein Hinweisschild zum „Sportcomplex“ mit Parkplatz und Entsorgung für Wohnmobile lockt uns sofort in die richtige Richtung.
Ein traumhaftes Plätzchen hinter der großen Sporthalle erwartet uns, – der Parkplatz ist eine frisch gemähte Wiese, wir sind ganz alleine, mit Blick auf einen kleinen See und die dahinterliegende Prärie, – im See tummeln sich unzählige Wasservögel, – endlich können wir wieder mal vernünftig draussen sitzen, – mit dem Fernglas sehen wir dem bunten Treiben am See zu, – irgendwann gesellen sich sogar zwei Pelikane dazu. ( N 50° 25′ 56.4″ W 107° 13′ 34.6″ )

Tagesetappe:     209 km          Gesamtstrecke:     6.719 km

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