15.07.2019 – Von Fort Nelson zum Liard River

Wie immer gegen 10 Uhr fahren wir los, zunächst rüber nach „Fort Nelson“, nochmal volltanken, – die Tankmöglichkeiten werden jetzt immer seltener, – dann wieder auf den „Alaska Highway“ (97) Richtung Watson Lake. Hier im Land ist es üblich, die Highways mit ihren Namen zu bezeichnen, die Nummern haben eher wenig Bedeutung.

Der Tag beginnt sonnig, 23 Grad sind es heute, am Nachmittag gibt es ein paar dunkle Wolken, es bleibt aber trocken und der Abend ist wieder sonnig.
So geht das eigentlich schon eine ganze Weile, – nordischer Sommer, – rauh aber herzlich, – die Sonne scheint kräftig und macht angenehm warm, – wenn ein Wind oder Wolken aufkommen, wirds aber gleich frisch, – die Abende bleiben recht angenehm, – die Nächte dann meist kalt.
Jetzt, wo wir schon tagelang nach Norden fahren, bleiben die Abende immer länger hell, jetzt schon bis 22.30 Uhr und jeden Tag etwas länger, – Mitternachtssonne werden wir leider nicht mehr haben, bis wir oben in Alaska ankommen, die endet am 18. Juli, – aber die Nacht wird wohl kaum länger als 1 Stunde sein.

Heute fahren wir durch eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend, am Horizont tauchen die „Northern Rockies“ auf, – nördliche Ausläufer der „Rocky Mountains“, – nicht mehr so gewaltig hoch, aber angenehm alpenländisch. Der Highway ist nicht mehr schnurgerade, sondern mutiert öfters zur einfachen Landstraße, die sich über die Hügel schlängelt und an steilen Felsmassiven und Seen vorbei führt, – ständig geht es bergauf und bergab, eine Kurve folgt auf die Nächste, -es geht wesentlich weniger Tempo wie gestern, macht aber bedeutend mehr Spaß, weil alles abwechslungsreich und weniger monoton ist.
Eine ganze Zeit lang schlängelt sich unsere Straße parallel mit dem „Tetsa River“ durch das „Tetsa Valley“ und führt dann über den „Summit Pass“ hinüber zum „Muncho Lake“, – eingezwängt zwischen zwei Bergkämmen, gesäumt von Fichtenwäldern und Wiesen liegt er türkisblau schimmernd im Sonnenlicht.
Regionalparks sorgen für die entsprechenden Möglichkeiten, hier die Ferien zu verbringen, Campgrounds, kleine Motels oder Guesthäuser versorgen die Gäste mit dem Nötigsten.

An Wildtieren ist wieder Einiges unterwegs, – 2 Schwarzbären, – einer davon läßt uns sehr lange beim Fressen zuschauen, bevor er sich in den Wald verzieht, – am Nachmittag steht wieder mal eine Elchkuh auf der Straße und einige Kilometer später ein kleiner Jungelch, beide sind unerschrocken und bleiben ganz selbstbewußt einfach stehen, wir haben gefälligst einen Bogen um sie zu fahren, ist ja schließlich ihr Zuhause hier. Speziell für diesen Streckenabschnitt wird auf Hinweisschildern vor kreuzenden Bisons und Dallschafen gewarnt, – Dallschafe, – eine gemsähnliche Art, haben wir einige gesehen, – die Bisons haben sich uns bisher nicht gezeigt.

Gegen Abend erreichen wir die „Liard River Hot Springs“, – heiße Quellen am Liard River, die bei Touristen sehr beliebt und deswegen entsprechend überlaufen sind. Wir sehen im Vorbeifahren die beiden knallvollen Campgrounds und verzichten lieber darauf. Etwa 2 Kilometer weiter erreichen wir den einfachen „Mould Creek Campground“, hier ist es ruhig und es gibt genug freie Stellplätze, – hier, – mitten im Wald bleiben wir für die Nacht. ( N 59° 26′ 15.6″ W 126° 07′ 50.3″ )

Tagesetappe:     307 km          Gesamtstrecke:     9.301 km

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