29.07.2019 – Von Chicken zum Gerstle River

Am Abend ist es zunächst ein wenig unruhig hier am Platz, man hört den großen Generator, der für die Geschäfte nebenan den Strom produziert, – irgendwann ist allerdings Schluß damit und es ist totenstill im „Chicken“-Wald. Der Regen hat in der Nacht aufgehört, der Morgen startet mit 13 Grad, die Wolken bleiben uns den gesamten Tag über und auch die Temperatur steigt nicht mehr an, – erst spät am Abend kommt die Sonne ein wenig durch und schnell sind 19 Grad erreicht.

Kurz nach 10 Uhr fahren wir los, zurück auf den Taylor Highway (Ak 5), der ab Chicken südwärts asphaltiert ist, – naja, so lala asphaltiert ist, zwischendurch hoppelt es teilweise schrecklich, viele Stellen sind geflickt, immer wieder sind auch Stücke von etwa 500 Metern nur geschottert, – warum auch immer.
Gegen Mittag erreichen wir dann wieder den Alaska-Highway (Ak 2) und fahren über Tok Richtung Fairbanks.
Der Alaska Highway ist wieder relativ breit, gut ausgebaut und schnurgerade, seit langer Zeit ist das Fahren wieder fast Erholung.

Bis zum Alaska Highway ist die Landschaft hügelig und mit diesen kümmerlichen Fichten bewaldet, ab dann wird es flacher, der Highway führt im breiten Tal entlang, seitlich sind Berge zu sehen, immer wieder kreuzen wir Bäche und Flüße, die Wälder sind hier mit Laub- und Nadelbäumen durchmischt.
Tok ist eine Ansammlung von Zweckbauten, – Tankstellen, Visitor-Center, ein paar Geschäfte, und fertig, – wir machen nur einen kurzen Halt, ein wenig Obst und Gemüse einkaufen, hatten wir ja alles aufessen müssen, – wieder voll tanken, in Alaska ist Diesel günstiger als in Kanada, und weiter.

Gegen Abend, wir sind schon auf der Suche nach einem schönen Nachtplatz, kreuzen wir den Gerstle River über eine lange Brücke, als ich unten im Kiesbett des Flußes einen mächtigen Elchbullen erkenne, – anhalten geht, ist gerade keiner da, – ein schnelles Foto, und nach der Brücke durch den Parkplatz über einen Feldweg ans Flußufer, der Elch hat sich allerdings leider schon verzogen.
Jedoch finden wir auf diese Art und Weise einen wunderschönen Nachtplatz, direkt am Flußufer, – hell und ruhig, – hinten tauchen aus den letzten Wolken die schneebedeckten Berge auf. Hier bleiben wir. ( N 63° 49′ 03.8″ W 144° 55′ 28.6″ ) Vielleicht haben wir ja Glück und der Elch kommt heute abend oder morgen früh noch einmal zurück.
Jedenfalls kommen später noch Nachbarn dazu, wir begrüßen sie und unterhalten uns und im Nu stellen wir fest, daß wir gemeinsame Bekannte haben. Kleine Welt.

Tagesetappe:     249 km          Gesamtstrecke:      12.743 km

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