04.08.2019 – Von Anchorage nach Hope

Die Nacht ist extrem mild, der Tag sehr freundlich, – endlich wieder mal ein Sommertag, – mit Sonnenschein und 19 Grad werden wir schon am frühen Morgen begrüßt und so bleibt es den ganzen Tag, am späten Nachmittag erreicht das Thermometer hochsommerliche 27 Grad.

Nach dem Frühstück besichtigen wir den Megastore „Cabalás“, – ein Wahnsinn, was hier an Outdoorbekleidung und -schuhen angeboten wird, die Angelabteilung ist mal in etwa so groß wie ein durchschnittlicher Aldi-Laden bei uns, die Waffenabteilung mit allem drum und dran nicht wesentlich kleiner. Wunderschön sind die präparierten und ausgestellten Wildtiere Alaskas, sehr sehenswert, alles mal direkt und gefahrlos aus der Nähe zu bestaunen.

Dann fahren wir hinaus zum Flughafen, dort gegenüber ist der Lake „Hood“, mit fast 500 Starts und Landungen täglich der größte Wasserflughafen der Welt.
Und der ist schön anzusehen, Alpenpanorama mit kleinem See, rundherum kleine Hütten, – offensichtlich die Gerätelager für die Flieger und davor im Wasser auf Schwimmkufen unzählig viele, bunt lackierte Motorflugzeuge, alle paar Minuten startet oder landet eines davon, – schön anzusehen, wie leicht sie einschweben oder davonziehen.

Dann weiter zum „Ship Creek“ am Hafen, dort ist eine Plattform über dem Fluß, von der aus die durchziehenden Lachse zu beobachten sind. Leider ist gerade Ebbe und das Restwasser des Flußes ziemlich spärlich, einige sind trotzdem zu sehen und die Angler stehen in Reih und Glied im seichten Wasser, um eines dieser Exemplare zu erwischen.

Am frühen Nachmittag fahren wir aus der Stadt hinaus und auf dem „Seward Highway“ nach Süden.
Die Strecke ist ein Traum, das hier ist Bilderbuch-Alaska, – traumhafte Bergkulisse mit schneeweißen Gletscherzungen, die in der Sonne leuchten, vor blauem Himmel, – neben der Straße der „Turnagain Arm“, ein Fjord in Verlängerung des „Cook Inlet“, es herrscht gerade Ebbe, – auch hier ist der Gezeitenhub extrem hoch, bis zu 11 Meter Unterschied werden gemessen. Auf einer Sandbank weit draussen im Fjord sehen wir einen dunklen Fleck, – mit dem Fernglas betrachtet entpuppt er sich als Weißkopfseeadler, – dem amerikanischen Wappentier.

Bei „Portage“ erreichen wir die „Spitze“ des Fjordes und fahren auf der anderen Seite wieder hoch zu dem kleinen Örtchen „Hope“, einem alten Goldgräberstädtchen, – im Jahr 1900 fast 3.000 Einwohnern, heute noch etwa 150, – ein paar wenige Häuser, aber aus der damaligen Zeit, – guterhaltene, kleine Holzblockhäuser, – eine Bar, ein Miniladen und der Campground „Seaview“, – wir müssen heute dringend wieder mal Strom tanken, also loggen wir uns hier ein. ( N 60° 55′ 15.5″ W 149° 38′ 39.4″ )
Nicht die schlechteste Wahl, – nebenan im kleinen Fluß wird fleißig geangelt, – auch hier quälen sich die Lachse zu ihren Laichplätzen an die Oberläufe, unzählig Viele sind es, – direkt am Ufer ruhen sie aus, man kann sie mit den Händen greifen, – am Abend läuft die Flut auf, mit ihr kommen Hunderte, ein echtes Schauspiel, gegen das Sonnenlicht betrachtet, schauen Heerscharen von Flossen aus dem Wasser heraus, – mittendrin schwimmen gemächlich zwei Seeotter, – ein wirklich tolles Naturschauspiel.

Tagesetappe:     170 km                    Gesamtstrecke:     13.994 km

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