13.08.2019 – Vom Tolsona Lake nach Valdez

Welch ein Kontrastprogramm, die Nacht hier im Wald und gestern dort in der Stadt, – kein Ton ist zu hören, still ruht der See.
Aber auch das Wetter geht auf Kontrastprogramm, in der Nacht hat es sich bewölkt, ein paar wenige Regentropfen fallen, die Temperatur hängt bei 16 Grad fest.

Wie immer gegen 10.30 Uhr fahren wir weiter, – hinaus auf den „Glenn Highway“, hinüber nach „Glennallen“, dort rechts weg auf den „Richardson Highway“ und hinunter ans Meer, nach „Valdez“. Zunächst fahren wir noch durch diesen unendlichen Nadelwald, – der „Glenn Highway“ führt schnurgerade hinüber nach „Glennallen“, dabei fällt der Blick immer geradeaus auf die mächtigen, um die 5.000 Meter hohen Spitzkegel der „Wrangell Mountains“, die wir gestern aus der Ferne schemenhaft und heute wegen der Wolkenschleier mal wieder fast gar nicht erkennen können, – wir hoffen nur, daß sich der Wolkenschleier in den nächsten Tagen wieder auflöst, denn wir werden uns diesem Bergmassiv in den nächsten Tagen noch mehrmals nähern, – vielleicht klappt es ja noch mit einem Blick.

Auf dem Weg nach Süden ändert sich die Landschaft wieder, aus den reinen Nadelwäldern werden Mischwälder, es kommen wieder Hügel und Berge in Sicht, Flußtäler, – und später dann die mächtigen Gletscher der „Chugach Mountains“, immer wieder strecken sie ihre Zungen die Bergflanken herunter, Sturzbäche fließen aus ihnen heraus, oft stürzen kleine und mittlere Wasserfälle die Bergmassive herunter und verschwinden im „Lowe“, einem breiten Fluß, der neben der Straße herläuft.

Der mächtige „Worthington Gletscher“ kommt weit ins Tal herunter, eine kurze Stichstraße bringt uns noch etwas näher an ihn heran, – es ist, wie bei allen Gletschern, – wo noch vor Jahren die Aussichtsplattformen direkt an das Eis gebaut waren, muß man heute immer erst noch 1 bis 2 Kilometer zu Fuß gehen, – sie schmelzen ab, ziehen sich zurück.

Wenige Kilometer vor dem „Valdez Arm“ rücken im „Keystone Canyon“ die Felswände so eng zusammen, daß sich Fluß und Straße nur gerade eben so den wenigen Platz dazwischen teilen können, hier stürzen gleich mehrere Wasserfälle beidseits der Straße von den steilen Felswänden herunter.

Gegen Abend kommen wir nach „Valdez“ hinein, – ein eher verträumtes, kleines Örtchen, – wir hatten nach dem Rummel in „Homer“, „Seward“ und „Whittier“, den anderen Hafenstädten des „Golf von Alaska“ eigentlich Schlimmstes erwartet, – doch hier geht es gemächlich zu, am Hafen kehren Fischer und Sportangler mit ihrem Fang vom Meer zurück, Ausflugsfahrten werden angeboten, der Yachthafen ist wesentlich kleiner als in den anderen Orten, die Gastronomie entlang der Hafenmeile macht eher einen verschlafenen Eindruck auf uns, die RV-Stellplätze sind, anders als in den anderen Orten, nicht riesig und bieten noch reichlich Platz.

Wir ziehen es vor, uns auf dem großen Parkplatz des Valdez-Museum mitten im Städtchen niederzulassen, dort ist es trotzdem herrlich ruhig, kaum Verkehr und die Stadtbücherei nebenan bietet wie fast alle „Libraries“ in den Städten und Dörfern einwandfreies Internet für Jedermann, so auch hier. ( N 61° 07′ 47.3″ W 146° 21′ 19.9″ )

Tagesetappe:     229 km          Gesamtstrecke:     15.590 km

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