28.08.2019 – Von Hyder (Alaska/USA) nach Meziadin Junction (Kanada)

Die Nacht ist klar und 6 Grad kalt, – der Morgen sieht gut aus, – die Sonne scheint schon früh auf die Schneereste drüben auf den Bergspitzen, zu uns ins Tal braucht sie noch ein wenig, – aber immerhin, es gibt sie noch !

Heute fahren wir gegen 10.30 Uhr los und hinter „Hyder“ eine rumpelige Schotterstraße am „Salmon River“ entlang, hoch in die Berge, – dort hinten gibt es den gigantischen „Salmon Glacier“ anzuschauen, einen eindrucksvollen Gletscher, der vom Bergmassiv herunter stürzt und sich kilometerweit in das Tal des „Salmon River“ hinunterschiebt.
Nach einigen Kilometern Fahrt, mitten auf dem rumpeligen Feldweg, verlassen wir plötzlich Alaska wieder und kommen zurück nach British Columbia / Kanada, – nichts, außer einem kleinen Willkommensschild der Kanadier weist sonst darauf hin.
Schon unterwegs ist der Gletscher tief unter uns immer wieder stückweise zu sehen, – als wir nach fast 1 1/2 Stunden und 27 Kilometern den „Summit Viewpoint“ erreichen, erwartet uns ein wahnsinns Ausblick mit einem unglaublichen Panorama. Das Wetter spielt mit, der Himmel ist makellos blau !

Hier oben würden wir es wohl noch sehr lange aushalten, aber nach 1 Stunde fahren wir dann doch zurück, es zieht uns weiter.
Wieder die 27 Kilometer rumpelige Schotterpiste zurück, – wir bereuen keinen Meter davon, – irgendwann kommen wir vom kanadischen Territorium zurück nach Alaska.
Fast unten im Ort, an einem ruhig fließenden Seitenarm des „Salmon River“, sieht Heike im Vorbeifahren, wie ein großer Raubvogel ansitzt, um sich an den Lachsen zu bedienen. Wir halten an und beobachten durchs Fernglas, man kann von hier aus die Rückenflossen der Lachse erkennen, sie schauen aus dem Wasser heraus, – es sind mächtige „Brummer“ dabei. Als der Räuber dann irgendwann zuschlägt, geht alles ziemlich schnell, – Heike fotografiert, kriegt ihn aber leider nicht ganz aufs Bild. Naja, immerhin kann man sehen, wie er den Lachs aus dem Wasser zieht.
Weiter unten machen wir noch einmal einen kurzen Stop an der Aussichtsplattform am „Fish Creek“, – aber auch heute läßt sich um diese Zeit kein Bär blicken, – überhaupt haben wir hier in „Stewart“ und „Hyder“ eigentlich noch keinen Bären zu sehen gekriegt, – gestern Abend ist wohl einer an unserem Camp entlang spaziert, wurde uns erzählt, wir selbst haben ihn nicht gesehen.

Von „Hyder“ fahren wir zurück nach „Stewart“, die kanadische Grenzbeamtin schaut sich die Pässe an und stellt die obligaten Fragen, – nach zwei Minuten ein netter Gruß von ihr und wir sind durch, zurück in Kanada.
Alaska meint es zum Abschied gut mit uns, – heute strahlender Sonnenschein und 20 Grad, – ein wirklich schöner Sommertag, – nach all dem Regen der letzten Tage. So verabschieden wir uns nach fast 4 Wochen, – das war heute unser letzter Abstecher nach Alaska, wir lassen nun auch den südlichen Teil Alaskas hinter uns, – jetzt geht es noch einige Tage, so um die 1.500 Kilometer durchs westliche Kanada nach Süden, in die USA, die „Lower 48“, wie die Bewohner Alaskas sagen.

In „Stewart“ tanken wir Wasser und Diesel, schauen noch mal kurz ins Internet und, obwohl schon später Nachmittag, fahren dann noch aus dem Städtchen hinaus auf den „Stewart Cassiar Highway“ (37a) nach Osten zurück, vorbei am „Baer Glacier“ und durch das herrliche Alpenpanorama bis ins knapp 60 Kilometer entfernte „Meziadin Junction“, wo wir wieder auf den „Cassiar Highway“ (37) treffen, den wir gestern von Norden gekommen sind und heute nach Süden weiterfahren.
Auf der Strecke von „Stewart“ nach „Meziadin Junction“ kreuzen 3 Schwarzbären, jeweils Einzelgänger, unseren Weg, – unser HerrMAN ist ziemlich laut, deswegen verschwinden sie immer ziemlich schnell.
Nach etwa 15 Kilometern gibt es rechts der Straße einen großen, geschotterten Parkplatz, mit Blick auf den „Meziadin Lake“ und die mit Schnee bedeckten Berge, hier bleiben wir für die Nacht ( N 56° 04′ 40.8″ W 129° 16′ 28.1″ )
Als wir es uns gerade gemütlich machen, kommt am Ende des Parkplatzes, etwa 25 Meter vor uns eine Schwarzbärenmutter mit zwei Jungtieren aus dem Gebüsch, kreuzt die Straße und verschwindet drüben die Böschung hoch.

Tagesetappe:     135 km                    Gesamtstrecke:     18.470 km

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