19.09.2019 – Von Rushville nach Casper

Ja, wirklich ein schöner Nachtplatz, total ruhig und Aspro kann auf dem eingezäunten Baseballplatz mal wieder alleine spazieren gehen.
Die Nacht ist warm, der Morgen schon ziemlich früh mehr als warm, die Sonne beginnt hier schon gegen 6 Uhr in der Früh zu heizen, dafür wird es am Abend um 19 Uhr schlagartig dunkel, wir haben heute mal ein wenig verglichen und festgestellt, daß wir uns hier auf den Breitengraden von Mittelitalien bewegen.

Heute sind wir etwas früher dran, gegen 10 Uhr fahren wir hinaus auf den Highway 20, später wechseln wir auf den 25 und kommen bis „Casper“.
Die nächsten 8 bis 10 Tage gibt es nicht wirklich viel anzuschauen, – wir fahren nach Westen, – bis an die Pazifikküste, – etwa 2.500 Kilometer werden das wohl werden, – kurzer Zwischenstop, vielleicht übermorgen, am großen Salzsee bei „Salt Lake City“, – später evtl. noch eine kurze Visite in einem Nationalpark, der an der Strecke liegt, – ansonsten nur Kilometer schrubben.
Heute gehts damit schon los, der Highway 20 ist recht gut ausgebaut, es hat sehr wenig Verkehr, – allerdings ist die Strecke ziemlich eintönig, – anfangs noch ein wenig Farmwirtschaft, – Wiesen, die gerade gemäht werden, – hie und da Maisfelder und auch ein paar wenige Felder mit Sonnenblumen, leider haben sie schon abgeblüht.

Einige Meilen hinter dem Städtchen „Crawford“ beenden wir dann unseren Abstecher durch „Nebraska“ und kehren nach „Wyoming“ zurück, ändern tut sich dadurch nichts.
Der Highway 20 trifft dann irgendwann auf den Highway 25, – der ist breiter und es fahren merklich mehr Fahrzeuge auf ihm, von viel Verkehr kann allerdings nicht die Rede sein, das Fahren bleibt angenehm und entspannt.
Allerdings ist weiterhin höchste Vorsicht geboten wegen Wildtieren, – kleine Herden oder auch Einzeltiere der „Pronghorns“, – schöne, bräunlich-weiß gestreifte, antilopenähnliche Tiere stehen ständig irgendwo in der Prärie, machmal sogar dicht an der Straße und leider liegen auch immer wieder überfahrene Tiere am Straßenrand oder im Graben.

Die Landschaft wird jetzt zusehends trockener, – Landwirtschaft ist nicht mehr möglich, – trockene, gelbe Prärie übernimmt, – so weit das Auge reicht, – anfangs noch mit reichlich Rindern, die dort gehalten werden, – später verschwinden auch sie und nur noch ganz vereinzelt stehen ein paar Rinder auf den kargen, ausgemergelten Böden, selbst dürres Gras gibt es kaum noch, – braun verbrannte, verkümmerte Pflänzchen bedecken notdürftig die blanke Erde, – fast wüstenhaft ist es hier, – und auch die Temperatur passt dazu, 32 heiße Grad sind es heute wieder geworden und ein trockener, warmer Wind zieht übers Land.

Immer wieder mal führt der Highway durch ein Städtchen, – schön geht anders, sie sind halt irgendwie nur praktisch, – Tankstelle, manchmal 2 oder 3, – Shops, – Bierbar oder Saloon, – Fast-Food-Läden, – Zebrastreifen, – große Reklametafeln – und fertig, – die Wohnhäuser befinden sich in den seitlich zurückliegenden Straßen.
Witzig ist irgendwie, daß auf den Ortsschildern oft die Einwohnerzahl angegeben ist, heute passieren wir ein Dörfchen, auf dem tatsächlich 4 Einwohner angegeben sind.

Am späten Nachmittag erreichen wir „Casper“, eine Kleinstadt, hier gibt es bei gleich 4 Verbrauchermärkten Stellmöglichkeiten für die Nacht, wir fahren den ziemlich neuen Walmart an, das klappt auch sofort, ein paar andere Camper stehen schon da, der Platz ist riesig, die Umgebung ländlich und die Hauptstraße ein ganzes Stück weg. Es verspricht, eine ruhige Nacht zu werden, – wenn der Bautrupp, der gerade die Parkplatzmarkierungen neu aufmalt dann mal verschwunden ist. ( N 42° 49′ 04.9″ W 106° 22′ 22.6″ )

Tagesetappe:     362 km                    Gesamtstrecke:     23.755 km

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