04.10.2019 – Von Sheridan nach San Francisco

Na also, geht doch.
Die Nacht bleibt ruhig, – wie in den letzten Nächten bei 11 Grad, und auch der Morgen beginnt mit herrlich blauem Himmel und Sonnenschein.

Als wir gegen 10.30 Uhr losfahren sind es schon 17 Grad, draußen am Meer werden es 19, später, als wir vom Meer weg kommen und ins Landesinnere fahren werden es gar 23, der Einfluß des mit 14 Grad eiskalten Pazifiks macht sich deutlich bemerkbar.
Wir fahren zurück auf die Küstenstraße 1, passieren „Bodega Bay“, ein kleines Städtchen mit einer großen Marina, eine Vielzahl Boote und kleine Yachten liegen hier vor Anker, „Bodega Bay“ erreichte zudem Bekanntheit durch Alfred Hitchcocks Film „Die Vögel“, der dort spielte.
Durch die Orte „Valley Ford“ und „Marshall“ bis „Olema“, wo wir die kleine Verbindungsstraße hinüber nach „San Rafael“ zur 101 nehmen.

Die Küste bietet ein weiteres Mal herrliche Ausblicke, – Steilküsten, Sandbuchten, später, als es flacher wird auch weitläufige, breite Sandstrände, – beliebte Trails führen auf und an ihnen entlang, in diesem südlichen Abschnitt schwindet die Einsamkeit der nördlicheren Bereiche, überall sind Spaziergänger und Wanderer unterwegs, – dort, wo sich die Wellen an den flachen Stränden brechen, balancieren in dicke Neoprenanzüge eingepackte Wellenreiter auf ihren Surfbrettern.
Die 1 ist auch im heutigen Abschnitt recht eng und kurvig und wie in den letzten Tagen schon hängen wahnsinnig viele Äste von den Bäumen am Straßenrand tief herunter und armdicke Äste reichen weit in die Straße, unglaublich viele „Einschläge“ im Holz zeugen davon, daß andere „Dicke“ vor uns schon einige „Treffer“ gelandet haben, – fahren ist dadurch zusätzlich recht anstrengend, – mein Blick geht mehr nach oben, als nach vorne, – wenn der Gegenverkehr es zuläßt nehme ich die Straßenmitte oder gar die linke Seite, um diesem Problem aus dem Weg zu „fahren“.

„San Francisco“ liegt auf einer Landzunge, die im Westen vom Pazifik und im Norden und Osten von der „San Francisco Bay“, einer langgestreckten Meeresbucht, umspült wird.
In „San Francisco“ leben mehr als 800.000 Menschen, zusammen mit den großen Städten des Umlandes, „Berkeley“, „Oakland“, „Santa Clara“ und anderen sind es 5 Millionen.
Von Norden kommend verbindet die „Golden Gate Bridge“ die Stadt mit dem Festland, vom westlichen Festland führt die gewaltige, 8,3 km lange, doppelstöckige „San Francisco-Oakland Bridge“ hinüber auf die Halbinsel.
Wir nehmen von „San Rafael“ kommend den Interstate-Highway 80 / 580 über „Berkeley“ und „Oakland“ und fahren über dieses beeindruckende Bauwerk von Osten in die Stadt hinein, die Maut von 7 Dollar kann man bar an der Auffahrt zur Brücke bezahlen, – unser Plan ist es, die „Golden Gate Bridge“ dann bei der Ausfahrt aus der Stadt zu nehmen, die Überfahrt ist dann frei.

Die breite, fünfspurige Brücke führt direkt in das Herz der Stadt, – Freitagnachmittag, – ein wenig langsam rollt der Verkehr hie und da, stauen tut er allerdings nicht, – wir haben eigentlich so keinen richtigen Plan, – Städte sind eh nichts für uns, – trotzdem fahren wir einfach mal mitten hinein und cruisen etwa 1 Stunde quer durch die Stadt, – das geht ganz gut, wir kriegen ein ganz gutes Bild von den verschiedenen Vierteln, passieren hie und da eine Sehenswürdigkeit und landen letztendlich auf einem Parkplatz im „Presidio“, einem parkähnlichen, alten Viertel, das heute zur „Golden Gate National Recreation Area“ gehört.
Freunde haben den Platz vor 2 Jahren genutzt und ihn uns empfohlen, – sicher, sauber und ruhig, ( N 37° 48′ 02.5″ W 122° 27′ 07.9″ ) in Blickweite zur „Golden Gate Bridge“ und zum „Palace of Fine Arts“, den wir am frühen Abend noch aufsuchen. Ein kleiner Palast, der zur Weltausstellung 1915 nach griechisch-italienischen Vorbildern in einem kleinen Park errichtet wurde, ursprünglich ein Holzbauwerk, 1964 originalgetreu in Stein nachgebaut, – sehr schön anzusehen.

Morgen früh gibts dann noch eine kleine Stadtbesichtigung im nördlichen Stadtbereich, Marina, Fort Mason, Fishermans Wharf und zum Fähranleger, – dann über die „Golden Gate Bridge“ nichts wie raus, hoffentlich ohne den oft üblichen Nebel über der Bay.

Tagesetappe:     175 km          Gesamtstrecke:     27.445 km

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