06.10.2019 – Von Diamond Springs nach Reno

In „Diamond Springs“ ist dann endlich Ruhe angesagt.
Die Nacht ist ausgesprochen mild, – der Tag heute ist herrlich sonnig, beginnt mit 23 Grad, – als wir dann im Hochgebirge unterwegs sind geht die Temperatur auf 16 Grad zurück, für Höhen über 2.000 Meter ist das recht anständig für Anfang Oktober.

Am Morgen fahren zurück auf den „El Dorado Freeway 50“, – gestern nachmittag schon und auch heute geht unsere Fahrt stetig bergauf, die Berge der „Sierra Nevada“ liegen vor uns und wollen überquert werden, gestern von Meereshöhe auf ca. 550 Meter, heute bis auf 2.700 Meter bei der Überquerung des „Mount St. Rose Passes“.
Der Freeway 50 ist über eine weite Strecke zweispurig ausgebaut und führt überwiegend durch große Kiefern- und Pinienwälder, – erst als er richtig in die Berge führt, wird er einspurig, für mehr reicht oft der Platz zwischen den Felshängen nicht, – Verkehr hat es hier heute reichlich, von eng oder gar Stau sind wir allerdings weit entfernt.

Über einen ersten Paß, den „Echo Summit“ mit 2.253 mtr. erreichen wir „South Lake Tahoe“ und den glasklaren „Lake Tahoe“, er liegt in 1.900 mtr. Höhe, herrlich in die mehr als 3.000 mtr. hohen Berge der „Sierra Nevada“ eingebettet, 530 km2 groß und bis zu 500 mtr. tief ist er, – eine Touristenhochburg, – Sommertourismus mit Wandern, Radfahren und natürlich Wassersport in all seinen Variationen, – nur Baden ist nicht ganz so beliebt, das Wasser des Sees wird wohl auch im Hochsommer kaum 18 Grad warm, – seiner Höhenlage geschuldet wird hier am See aber auch Wintertourismus betrieben, – Loipen laufen durch den Wald, Motorschlitten stehen überall zum Verleih bereit, – die Saison beginnt bald, wir sehen in den Nordlagen über 2.000 Meter überall Schneereste, – letzte Woche, als es unten am Meer so kalt war, hat es hier oben bereits heftig geschneit.
2/3 des Sees gehören zu Kalifornien, 1/3 zu Nevada und so überschreiten wir hinter „South Lake Tahoe“ die Staatsgrenze und sind für ein paar Stunden wieder zurück in Nevada.

Wir nehmen ab hier die kleine Nebenstraße, die direkt am See bis „Incline Village“ entlang führt, – hier ist richtig was los, überall volle Parkplätze, ein Wanderweg führt direkt am See entlang und wird reichlich genutzt, – der Blick von hier ist absolut großartig, der blaue Himmel spiegelt sich im glasklaren See, im Hintergrund steigen die Berge hoch auf, die Kuppen sind schneebedeckt, – irgendwie kommt bei uns hier wieder das Alpenfeeling auf, die kleinen Orte am See bieten Hotels und Restaurants, natürlich im Alpenstil, nur die Spielcasinos dazwischen passen dann nicht so in die Alpen, sondern sind eine Spezialität Nevadas, in dem seit den 1930er Jahren das Glücksspiel wieder erlaubt ist und reichlich genutzt wird, Spielcasinos sind regelrechte Ausflugsziele, – „Reno“, wo wir heute abend landen werden ist hinter „Las Vegas“, Spielstadt Nr. 2 in Nevada.

Von „Incline Village“ führt die Straße in steilen Anstiegen und Kurven über den 2.700 Meter hohen „Mount St. Rose Paß“ und auf der anderen Seite wieder hinunter bis auf 1.300 Meter, wo die große Halbwüste Nevadas mit den Städten „Reno“, „Virginia City“ und „Carson City“ beginnt. Der Ausblick dort hinunter ist mehr als fantastisch.

Wir landen dann heute wieder mal bei Walmart und hoffen, daß wir am Abend endlich mal unsere Ruhe haben werden. ( N 39° 25′ 16.6″ W 119° 45′ 24.9″ )

Tagesetappe:     209 km          Gesamtstrecke:     27.886 km

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