09.10.2019 – Vom Mono Lake durch den Yosemite Nationalpark nach Oakhurst

Einfach perfekt so ein Nachtplatz, – wunderbar still, – bis auf das Rudel Kojoten, das gegen 23 Uhr für wenige Minuten jaulend und kläffend vorbeizieht, – der Mond leuchtet jetzt auch schon kräftig vom glasklaren Sternenhimmel, – das Wasser des Sees sorgt anscheinend dafür, daß die Nächte hier in der großen Senke milder sind, 12 Grad sind es.

Bild 1 zeigt mal einen Blick vom Frühstückstisch, wie er an solch einem Platz aussieht, – gibt es was Tolleres ?

Gegen 10 Uhr fahren wir los, raus auf die 395 und erst einmal ein Stück nach Süden, – etwa 12 km Highway, dann rechts ab und noch mal 3 km Schotterpiste, – bis zum „Obsidian Dome“, einem Lavastrom gewaltigen Ausmaßes, der sich in Urzeiten durch das Seitental geschoben hat und dabei Massen von Glasbasalt mit sich brachte, diese tiefschwarzen Steinbrocken haben glatte, manchmal gemusterte, hochglänzende Oberflächen.
Bei einem Morgenspaziergang durch das Lavafeld bestaunen wir, was die Urgewalten der Natur so alles zu Stande gebracht haben.

Dann zurück auf den Hwy 395 und wieder nach Norden, nach „Lee Vining“, dort ist die östliche Zufahrt zum „Yosemite Nationalpark“.
Gute 20 Kilometer winden wir uns die steile Bergstraße hinauf in die Höhen der „Sierra Nevada“ und über den „Tioga Paß“ mit 3.031 mtr. Höhe bis zum Parkeingang mit dem Kassenhäuschen, – es ist immer noch viel Betrieb für die späte Jahreszeit, ein kleiner Stau hat sich gebildet, – ein Ranger läuft die Schlange ab und winkt die Amerika-Jahreskarten-Besitzer durch, wir sind dabei und können los.
Die Hochebenen sind beeindruckend, immer wieder wechseln sich Wälder und Ebenen ab, zwei Bergseen leuchten herrlich blau zwischen den Felsen hervor, die Felsen hier oben sind schneeweiß und von außerordentlichen Dimensionen, viele der Bergkämme oder Ebenen sehen selbst jetzt in der trockenen Jahreszeit aus, als wenn Schnee auf ihnen liegen würde.
An den „Highlights“ des Parks ist viel los, die Parkplätze meist voll, – „Highlights“, das sind hier außergewöhnliche Felsgebilde, wie der „Lembert Dome“ oder der „Half Dome“, glatt geschliffene, steil aufregende, schneeweiße Felsen, die weit über den Wäldern und den anderen Bergen herausschauen, – Kletterer messen ihre Kräfte an ihnen, – viele Wandertrails führen durch diese herrliche Bergwelt, gut ausgeschildert und beschrieben, – die Ranger von der Forstbehörde halten sie gut in Schuß und sorgen für ein reibungsloses Naturerlebnis.
Auch hier ist Bärenland, die Wanderer sind angehalten, „geruchssichere“ Rucksäcke mitzubringen oder auszuleihen, wenn sie Proviant transportieren, ansonsten stehen auf allen Parkplätzen abschließbare Metallboxen, in denen man Lebensmittel sicher verschliessen kann, wenn man beispielsweise Zelten wollte.

Wir bewegen uns über eine recht gute, weil frisch asphaltierte Straße, die in Ost-West-Richtung etwa 100 km durch den Park führt, ab dem Eingang bei 3.031 mtr. führt sie stetig bergab, bis wir am Nachmittag unten im „Yosemite Valley“ bei etwa 1.400 mtr. ankommen.
Die Straße führt zweispurig, als Einbahnstraße in einem langen Oval durch das Tal, – der „Merced River“, hier noch ein kleiner Fluß führt hindurch und sorgt für eine angenehme Vegetation mit vielen großen, schattenspendenden Bäumen, – die weißen Felswände steigen beidseits des Tals senkrecht nach oben, einige Wasserfälle stürzen rauschend nach unten, jetzt im Herbst, nach einem langen, trockenen Sommer sind die Bäche, die sie speisen, so klein geworden, daß das fallende Wasser kaum unten ankommt, sondern sich als Sprühnebel unterwegs verliert.
Ansonsten ist das Valley natürlich der touristische Magnet des Nationalparks und ist mit allem ausgestattet, was Tourismus so zu bieten hat, – Hotels, Restaurants, Campgrounds, Motels und Cabins, Shuttlebusse und Eventveranstalter, – entsprechend viel ist hier los.

Wir sind ziemlich schnell durch und verlassen den Park in südliche Richtung, – die Ausfahrt über den Highway 140 nach Westen ist gesperrt, dort wütet ein Feuer, dessen Rauch uns schon seit zig Kilometern die Sicht und die Fotos vernebelt. Anfangs, oben in den Bergen sah das noch nach Nebel oder Dunst aus, bis der Geruch erste Hinweise auf Rauch gegeben hat.
Hinter „Wawona“, in der Nähe der „Mariposa Grove“, wo es nochmal Baumriesen zu sehen gibt, verlassen wir den „Yosemite Nationalpark“.
Einige Kilometer südlich in Richtung „Oakhurst“ fahren wir bei „Sugar Pine“ seitlich in einen Waldweg hinein, suchen einen ruhigen Nachtplatz, den wir nach etwa 1 km auch finden, – eine Übungsstrecke für ATV, Quad und Enduro mit Toiletten und Picknickbänken lädt zum bleiben ein, wir sind hier ganz alleine. ( N 37° 24′ 55.2″ W 119° 38′ 09.8″ )

Tagesetappe:      245 km          Gesamtstrecke:      28.436 km

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