26.10.2019 – Von den Coral Pink Sand Dunes zum Zion Nationalpark

Nachdem am Abend irgendwann nach 23 Uhr noch so ein „Verrückter“ mit seiner Höllenmaschine in den Dünen rumknatterte, hatten wir schon Bedenken, daß es heute morgen um 6 schon wieder losgeht, aber alle sind gnädig, vor 9 Uhr ist absolute Stille. Vermutlich ist es ihnen zu kalt, denn die Nacht ist mit minus 7 Grad ziemlich unterkühlt und auch um 8 Uhr sind es immerhin noch 3 Grad minus, dann kommt die Sonne über die Dünen und schon um 9 Uhr erreicht das Thermometer 15 Grad, – so geht das in der Wüste.

Heute ist Heikes Geburtstag, wir werden wohl alles ein wenig ruhiger angehen heute, länger schlafen, länger frühstücken, rumtrödeln.
So ist es schon 11.30 Uhr als wir losfahren, auf die kleine Nebenstraße nach Süden, sie stellt eine Abkürzung dar auf dem Weg zum Westeingang des Zion Nationalparks.
Nur ist die Straße auf all unseren Karten gar nicht eingetragen, – auf einer ist sie drauf, ein Stück asphaltiert und der Rest als Schotterpiste, – wir versuchen es einfach, notfalls müssen wir umdrehen, das wäre jetzt auch nicht so schlimm, wären halt mindestens 50 km Umweg.
So fahren wir knappe 20 Kilometer und siehe da, wir erreichen den Highway 389, – natürlich gibt es die Straße, durchgehend asphaltiert, und nicht erst seit gestern, der Asphalt ist mindestens 10 Jahre alt, – das zum Thema Landkarten und ihre Aktualität.

Für ein paar Kilometer verlassen wir Utah, kommen nach Arizona zurück, – in Colorado City holen wir dann erst mal Heikes Glückwünsche aus dem Internet ab und kehren dann nach Utah zurück. Kurz vor der kleinen Ansiedlung „Apple Valley“ verlassen wir den Highway 389, hier bietet uns unsere Karte eine etwa 10 km lange Schotterstraße als Abkürzung zum „Zion NP“ an, Ersparnis noch einmal über 30 Kilometer, – beschildert ist sie nicht, aber mein Gefühl und das Navi führen uns hinüber nach „Springdale“. Allerdings sind die letzten 2 Kilometer eher grenzwertig, – absolut ruppig und grob ist die Straße, ausgeschwemmt und durchlöchert und wahnsinnig steil abwärts führend, aber langsam und vorsichtig schaffen wir auch das.
Die Anfahrt ist mehr als grandios, zuerst sind immer mal nur die rot-weißen Bergspitzen des gegenüberliegenden Gebirgsmassives zu sehen, dann das gesamte Massiv, – das ist schon beeindruckend, – und dann beim Näherkommen reicht der Blick zudem tief in den davor liegenden Canyon, vom Keller bis ins Dachgeschoß sozusagen, – das ist absolut unvergleichlich.

Dann sind wir da, „Springdale“ ist das Einfahrtstor zum „Zion Nationalpark“.
Der Zion hat eine Tücke: Mitten im Park gibt es einen fast 1,8 km langen Rundbogentunnel, der für Fahrzeuge über 3,40 mtr. Höhe gesperrt ist, also auf einer Seite rein und auf der anderen wieder raus geht hier nicht.
Deswegen ist der Plan, hier im Westen in den Park einzufahren, alles Sehenswerte zu besichtigen und am Tunnel umzudrehen, den Park im Westen wieder zu verlassen und etwa 100 km um den Park herum auf die Ostseite zu fahren und dort den Rest bis zum Tunnel zu besichtigen.
Am Einfahrtstor können wir wieder mit unserem „Americam Annual Paß“ einfahren, der hat nun sein Geld schon wirklich reichlich verdient.
Der Ranger am Kassenhäuschen fragt mich, ob ich ein „Permit“ für die Tunneldurchfahrt brauchen würde, – ich hatte davon gelesen, daß es Möglichkeiten gibt, doch durch den Tunnel zu kommen. Er erklärt mir, daß mehrmals am Tag der Tunnel kurz gesperrt würde, um ihn für Fahrzeuge bis 4 Meter Höhe befahrbar zu machen, sie können dann die beiden Fahrspuren mittig nehmen und so doch noch hindurchfahren, wir liegen so um die 3,90 Meter, das sollte gehen.
Man muß mit kurzen Wartezeiten rechnen und 15 Dollar „Gebühr“ berappen, – das machen wir, – 100 km Umweg sind auch nicht gerade billiger, ich bin gespannt, wie das morgen abgeht.

Der nördliche Teil des „Zion Nationalparks“ ist für jeglichen Individualverkehr gesperrt, Shuttlebusse bringen die Besucher von vielen Haltestellen quer durch den Ort in den Nordteil, dort sind 5 Haltepunkte, an denen man aussteigen, sich umsehen und in andere Busse wieder einsteigen, oder auch zu Fuß weitergehen kann.
Heute macht Heike den Ausflug, ich bin morgen dran, Aspro dürfen wir in diesen Teil des Parks und den Shuttlebus nicht mitnehmen, wir wollen ihn auch nicht so lange allein im HerrMAN lassen, warm ist es zudem, – gute 2 Stunden im Minimum dauert der Ausflug.

Für die Übernachtung fahren wir aus dem Park westseitig heraus und einige Kilometer auf der 9 zurück, dort führt die „Kolob Terrace Road“ nach Norden zu einem Stausee, hier entlang der Straße und weiter draußen in der Prärie stehen immer wieder Wohnmobile zum Übernachten, wir suchen uns einen freien Platz und bleiben. ( N 37° 12′ 46.4″ W 113° 10′ 39.8″ )

Tagesetappe:      107 km          Gesamtstrecke:      31.380 km

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