05.11.2019 – Vom Gooseneck State Park durchs Monument Valley

Auch hier eine wunderbare Stille in der Nacht, – und die erste frostfreie Nacht seit vielen Tagen, – das wird wieder mit dem Wetter, gestern am Tag schon wieder bis 18 Grad.

Heute früh ist erst ein wenig Service im und am HerrMAN angesagt, – der Staub der Wüste dringt durch alle Ritzen und die Fenster haben auch dringend ein wenig Wasser nötig.
Es ist fast 11.00 Uhr, als wir losfahren, unser Tagesziel ist nicht sehr weit weg, – das „Monument Valley“ liegt nur etwa 40 km entfernt.
So fahren wir die 5 km zurück auf die 261 und dann gleich nach rechts auf die 163, durch „Mexican Hat“, wo eine Brücke über den „San Juan River“ führt und dann über eine fast schnurgerade Straße zum Ziel.
Hinter „Mexican Hat“ beginnt das „Navajo Land“, in dessen Gebiet der „Monument Valley Navajo Tribal Park“ liegt und in Selbstverwaltung der Indianer geführt wird.
Das „Navajo Reservat“ verteilt sich über die vier Staaten „Utah“, „Arizona“, „Colorado“ und „New Mexico“, wir befinden uns hier in „Utah“, fahren aber kurz vor dem Eingang zum Park nach „Arizona“ hinüber, – ohne das kleine Schild am Straßenrand hätten wir es gar nicht bemerkt.
Am Parkeingang sind 20 USDollar Eintritt fällig, der AllAmerican-Paß wird hier nicht anerkannt.
Ein 27 km langer Rundweg führt durch das weitläufige Tal, – gleich zu Anfang befindet sich das „View Hotel“ mit Restaurant, einige „Cabins“, ein RV-Park und einige Touranbieter, hier ist also touristisch richtig was los, – zumindest in der Saison, – hier und heute ist alles ziemlich gemäßigt und ganz in Ordnung.

Der naturbelassene, nicht asphaltierte Rundweg ist an vielen Stellen ziemlich ruppig, zerlöchert und zudem manchmal recht steil, Wohnmobile und Busse dürfen hier nicht fahren, das übernehmen die „Touranbieter“, die Gäste mit ihren Pickups und Kleinbussen durch das Tal fahren. PKW, SUV´s und 4 x 4 Fahrzeuge dürfen selbst fahren, wir also auch.
Der Rundkurs führt uns durch eine zauberhafte Welt, – weite Wüste, so weit das Auge reicht, und dort stehen sie, die „Monumente“, viele Millionen Jahre alte Felsen, „Butten“ genannt, Felssäulen, – mauern und -skulpturen von gigantischer Größe, – unglaublich filigran recken sich Säulen rotbraun in den stahlblauen Himmel, die „Butten“ haben hier alle Namen, manche wie „das Kamel“, „der Elephant“ oder „der Totempfahl“ sind ziemlich eindeutig, „die 3 Schwestern“ kann man nachvollziehen, andere sind halt Produkte der Phantasie, – das schmälert jedoch nicht die Faszination, die sie ausstrahlen.

Gleich zu Beginn der Strecke stehen die drei ganz bekannten, die sozusagen das Wahrzeichen des „Monument Valley“ darstellen, der „West Mitten Butte“, der „East Mitten Butte“ und der „Merrick Butte“, ihr Anblick ist in der Tat grandios, der Blick in die Wüste unvergesslich.

Unterwegs bieten Navajos an der Strecke ihre Dienste an, man kann auf Pferden reiten, geführte Wandertouren mitmachen, andere bieten selbstgefertigten Indianerschmuck feil.
Im hinteren Teil der Strecke wird das Tal regelrecht grün, vermehrt tauchen kleine Bäume und Büsche auf, die Wüste entlang der Talsohle bringt ein wenig Präriegras und einzelne Sträucher hervor, die grün in der Sonne leuchten, ein schöner Kontrast zu der sonst überwiegend rotbraunen Farbe von Felsen, Steinen und Sand.

Der „Artist Point Overlook“, ein Aussichtspunkt auf einer kleinen Anhöhe, bietet zum Ende des Rundkurses noch einmal einen weiten Blick hinaus ins Land, mittlerweile beginnt die Sonne zu sinken und versetzt die Sandsteine in ein weiches, mystisch orangefarbenes Licht.
Fast 4 Stunden haben wir uns Zeit gelassen, haben jeden Meter der Strecke genossen, nun sind wir durch, – ein letztes Panoramafoto im Spätnachmittagslicht, dann verlassen wir den Park, – nachdem wir morgen Richtung Osten weiter wollen, fahren wir zurück über „Mexican Hat“ und ein Stück in das „Valley of the gods“ hinein, wo wir auf unserer gestrigen Rundtour ein paar schöne Übernachtungsplätze gesehen haben.
Dort, wo wir gestern den Rundweg auf die 163 verlassen haben, fahren wir heute ins Tal hinein, nach etwa 1,5 km haben wir unseren Platz gefunden. ( N 37° 14′ 47.6″ W 109° 48′ 58.7″ )

Tagesetappe:      128 km          Gesamtstrecke:      33.023 km

 

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