09.11.2019 – Von Farmington nach Cuba

Nein, wir sind nicht auf Cuba, – noch kann der HerrMAN nicht schwimmen, – leider, – das würde uns so manchen Stress ersparen, aber ……
Wir sind immer noch in „New Mexico“, USA, es gibt hier tatsächlich ein kleines Städtchen mit dem Namen „Cuba“ und hierher hat es uns heute verschlagen.

Die letzte Nacht war halt parkplatzmäßig, am Abend noch viel Verkehr rundum, der sich allerdings zur Schlafenszeit sehr beruhigt, und in der Früh geht es dann schon bald wieder los und die Autos drehen ihre Runden, und die Kehrmaschine fährt über den Platz, – nunja, noch haben wir einen gesunden Schlaf und es macht uns nicht viel aus.
Mit minus 4 Grad ist sie übrigens wieder ziemlich frisch, – der Morgen, wie immer, – stahlblauer Himmel, ab 7 Uhr heller Sonnenschein und es wird schnell angenehm warm, 17 Grad erreicht das Thermometer heute, hört sich nicht so toll an, doch in der prallen Sonne ist es in der Tat herrlich warm.

Heute fahren wir auf dem Highway 371 nach Süden, biegen vor „Crownpoint“ auf den Highway 9 nach Osten ab, landen am Abend in „Cuba“ und fahren noch ein kleines Stück auf dem Highway 126 Richtung „Los Alamos“ weiter.
Die Landschaft ist heute ziemlich eintönig, – naja, es wird ihr auch nicht wirklich leicht gemacht, – denn alles was jetzt noch kommt, muß sich mit dem Gesehenen der letzten Tage messen lassen.
Jedenfalls sind es Prärielandschaften, – weitläufig, – schier endlos, – gelb verdörrte Hartgrasbüschel bestimmen das Bild, – vereinzelt sind kleine Rinderherden oder Pferde zu sehen, einzelne „Häuser“ stehen verstreut irgendwo in der Landschaft, wir fahren schon seit Tagen immer wieder durch Indianerreservate, zuerst bei den „Hopis“ und „Navajos“, den „Utes“ und heute den „Pueblos“, deren „Häuser“ wir eher als „Behausungen“ bezeichnen würden, – meist Wohncontainer, Mobilheime oder hölzerne „Schnellbauten“, alles erscheint uns irgendwie provisorisch, für sie ist es jedoch ihr Zuhause.

Grund für die heutige „Schleife“, – eigentlich ist die Verbindung „Farmington“ – „Cuba“ über den Highway 550 kürzer und schneller, – sind die „Bisti Badlands“ und der „Chaco Canyon“, doch beide sind enttäuschend. Schon bald hinter „Farmington“ erreichen wir die „Bisti Badlands“, ein wenig versteckt, etwa 5 km abseits des Highway 371, – dort angekommen, ist von der Straße aus nicht wirklich viel zu erkennen, – eigentlich erwartet uns eine Vielzahl skuriller „Hoodos“, Felsskulpturen und kahle Hügellandschaft. Die Piste, die in das Gebiet hinein führt, wird nach etwa 2 Kilometern durch einen Zaun versperrt, „Street closed“ prangt dort in großen Buchstaben, – einige wenige schöne Stellen sind zu sehen, die Highlights allerdings sind nur über eine Wanderstrecke von etwa 4 bis 5 km einfach zu erreichen. Wir fahren dann mal weiter.

Nach dem Abbiegen auf den Highway 9, Richtung Osten erwarten wir irgendwann den Abzweig nach Norden, der uns zum „Chaco Canyon“ führen soll, dort sind die Ruinen einer Hochkultur aus der Zeit der „Anaszasi“ zu besichtigen, die letzten 30 km dorthin führen über eine ziemlich rauhe Schotterpiste, haben wir gelesen.
Doch so weit kommen wir erst gar nicht, Koordinaten haben wir nicht, das Navi kennt den Canyon auch nicht und die Anfahrt ist so schlecht ausgeschildert, daß wir erst 30 km nach dem Abzweig merken, daß wir ihn verpasst haben. Mittlerweile ist es schon früher Nachmittag, – umdrehen, zurückfahren macht kaum Sinn, das wird alles zu spät für heute und Übernachtungsmöglichkeiten dort sind recht fraglich.

Also lassen wir das ausfallen und fahren weiter Richtung „Santa Fe“, so landen wir am späten Nachmittag in „Cuba“, – zu sehen gibts nicht wirklich viel, ein paar Tankstellen, Restaurants und wenige Geschäfte für den täglichen Bedarf.
Wir suchen einen Nachtplatz, – im Ort gibt es zwei davon, die sagen uns aber alle beide nicht zu, – unser Favorit befindet sich etwa 25 km weiter im „Santa Fe National Forest“, – wir fahren hin, landen kurz vor Dunkelheit auf 2.600 Meter Höhe in einem schönen Waldgebiet mit einigen geschlossenen Campgrounds, aber auch ein paar freien Stellflächen mitten im dunklen, herrlich einsamen Pinienwald. ( N 35° 59′ 46.8″ W 106° 46′ 11.4″ ) Mit jedem Meter Höhe ist es merklich kühler geworden, es wird wohl ziemlich kalt werden heute Nacht.

Tagesetappe:      309 km          Gesamtstrecke:      33.756 km

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