22.11.2019 – Von Why nach Quartzsite

Auch diese Nacht ist ruhig, am Abend wird es schon gegen 17.30 Uhr dunkel, so kehrt schnell Ruhe auf dem Platz ein, – auch die Straße ist weit genug weg.
Die Nachttemperatur ist mit 11 Grad plus zwar etwas kühler nach den Regentagen, aber durchaus in Ordnung, – so sind auch die Tage jetzt kühler, – gestern 17, heute 18 Grad, das aber bei herrlichem Sonnenschein und somit recht angenehm.

Gegen 10 Uhr machen wir los, heute gibt es nichts Besonderes unterwegs, – mal wieder ein wenig Strecke machen.
So fahren wir raus auf den Highway 85, diesmal nach Norden bis „Buckeye“, dort auf den Interstate Highway 10 nach Westen bis „Quartzsite“.

Zunächst das gewohnte Bild, halbgrüne Wüste, mit Kakteen und Büschen, am Horizont begrenzt durch schöne, nicht zu hohe Gebirgszüge.
Nach wenigen Kilometern erreichen wir bei „Ajo“ ein Gebiet mit kilometerlangen, bunt gefärbten Abraumhalden, vermutlich aus dem Kupferabbau, – wir konnten darüber nichts nachlesen, allerdings in dem kleinen Städtchen „Ajo“ Hinweise auf Kupferminen finden.
Das Städtchen selber ist durch und durch mexikanisch, der Stadtplatz mit der schönen Kirche ein kleines Schmuckstück.

Dann durchfahren wir die „Barry M. Goldwater Air Force Range“, das zweitgrößte Übungsgelände der US-Air Force, ca. 250 km lang und ca. 60 km breit, über die gesamten 60 km fahren wir hindurch, – Zäune und Tore sperren das Gelände zum Highway hin ab, – in der Ferne sind Start- und Landebahnen, Flugzeughallen und ein Tower zu sehen, – und über uns am Himmel ist ständig „Betrieb“, – Kampfjets fliegen im Minutentakt dröhnend über die Wüste, – während wir eine kurze Pause einlegen, sind es geschätzte 20 hintereinander.
Ein Stück weiter nördlich ist wieder eine Kontrollstelle der „Border Patrol“, – auch hier kurze, freundliche Paßkontrolle und weiter gehts.

Am frühen Nachmittag verlassen wir den Highway und fahren nach „Buckeye“ hinein, – mal wieder einen Supermarkt aufsuchen und Frischware nachkaufen.
Mitten im weitläufigen Ort, auf einem vom Regen durchnässten Feld hat sich gerade ein Schwarm Ibisse niedergelassen, – eine ganze Zeit lang stehen wir am Rand und schauen ihnen zu.

Dann fahren wir auf den Interstate Highway 10 nach Westen, vierspurig, viel Verkehr, zudem jede Menge „tieffliegende“ Trucks, – ich mag diese Interstates schon seit Langem nicht mehr, sind mir zu hektisch, aber hier gibt es keine Alternative, also die nächsten 150 Kilometer irgendwie durch.
Der Highway selbst ist recht ordentlich ausgebaut, meist schnurgerade und führt auch hier mitten durch die Wüste.
Allerdings gibt es zwischendurch mal ein Stück, auf dem intensiv Landwirtschaft betrieben wird, grüne Felder sind zu sehen, Getreidespeicher, große Stallungen und im Städtchen bieten gleich mehrere Landmaschinenhändler diese riesigen Monstermaschinen zum Kauf an.
Ein Kanalsystem birgt das Geheimnis dieses „grünen Wunders“ mitten in der Wüste, – ein großer Kanal bringt das Wasser heran, die Farmer bewässern damit ihre Felder.

Kurz vor „Quartzsite“ verlassen wir den Highway, – knapp 2 km seitlich, schön in einem kleinen Seitental gelegen, auf BLM-Land gibt es wieder freie Stellmöglichkeiten, – zwei andere Camper sind schon da, – hier zwischen schwarz verbrannten Steinen und Kakteen gefällt es uns, wir bleiben. ( N 33° 39′ 58.8″ W 114° 04′ 06.1″ )

Tagesetappe:      297 km          Gesamtstrecke:      35.938 km

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s