18.12.2019 – Von Loreto nach Puerto Adolfo Lopez Mateos

Heute werden wir nun doch mal wieder ein Stück weiter ziehen.
Wir sind froh, die letzten beiden Tage hier im Städtchen verbracht zu haben, denn draußen auf dem Golf stürmt es heftig, das Meer trägt schäumend weiße Kronen und die Köpfe der Palmen über uns biegen sich heftig, – wir stehen gut geschützt zwischen den Häusern und auch in der Stadt selbst ist nicht viel von dem starken Wind zu spüren.

Am Morgen kommt Wolfgang noch einmal für eine Stunde vorbei, ein paar Restarbeiten unserer gestrigen „Baustelle“ sind noch zu erledigen, dann folgt der spannende, finale Test, – die Leistung der Anlage hat sich nahezu verdoppelt, – es hat sich also gelohnt ! Danke Wolfgang !

Es ist schon fast 12 Uhr, als wir losfahren.
Hinaus auf die MEX 1 und Richtung Süden, – die MEX 1 ist hier im Süden wesentlich besser geworden, nicht mehr so eng wie im nördlichen Teil und auch der Asphaltbelag ist in Ordnung, also ist entspanntes Cruisen angesagt.
Die ersten 40 Kilometer führen weiter am Golf entlang, kleine Buchten reihen sich aneinander, einige Hotels und Ferienanlagen, ein Golfplatz mit Edelhotel, – dann entfernen wir uns und kreuzen die Halbinsel hinüber zum Pazifik.
Die Straße führt in die Berge, bizarre, grün bewachsene Felsen ragen aus der schon gewohnten Kakteenwüste, Millionen dieser Säulen schauen aus der Ebene.
Hie und da steht eine Rancho dazwischen, – meist klein, – oft ärmlich, – das Land gibt nicht viel her, – kleine Windräder fördern Grundwasser, ohne das wahrscheinlich überhaupt nichts möglich wäre.
Oben angekommen durchfahren wir eine langgestreckte, ziemlich flache Hochebene, sie wirkt grün, frisches Gras steht auf den Böden, die sonst recht dürr aussehenden Büsche haben frisch ausgetrieben, es ist deutlich sichtbar, daß es hier in letzter Zeit öfters heftig geregnet hat, – ein Segen für die Natur.
Rund um die einzige Ansiedlung auf der gesamten Strecke, „Villa Insurgentes“, wird Landwirtschaft betrieben, – ein fast unwirkliches Bild, plötzlich stehen riesige Maisfelder mitten in der Wüste, andere Felder sind abgeerntet und frisch bearbeitet und auf weiteren Flächen werden Artischocken und Spargel angebaut, – nicht gerade wenig, eine richtige Spargelindustrie hat sich hier angesiedelt, in der Stadt gibt es ein Genossenschaftsgebäude, dort wird er in großem Stil angeliefert und verarbeitet.

Wir fahren weitere 35 Kilometer hinaus an den Pazifik, schon weit vorher wird die Natur sandig, – kleine Dünen, teilweise grün bewachsen, – ansonsten Sand üppig und überall, auf der Straße, auf den Gehwegen, den Plätzen und in den Höfen.
Wir fahren nach „Puerto Adolfo Lopez Mateos“, dort erstreckt sich der Küste vorgelagert die „Isla Magdalena“, eine viele Kilometer lange, parallel zur Küste verlaufende Landzunge, die das Wasser in der Lagune beruhigt, weswegen die Wale, die ab Dezember den Weg hierher wählen, sich gerne in diesem „Kanal“ aufhalten, – der eigentliche Grund unserer Fahrt hierher, – denn sonst gibt es hier nicht wirklich viel zu sehen.

Auf dem Hafengelände, direkt am Wasser, gibt es einen kleinen Parkplatz, den man als Übernachtungsplatz nutzen kann, – ein „Nachtwächter“ kommt dann mal vorbei, holt sich ein kleines Trinkgeld ab und damit ist der Platz gebont. ( N 25° 11′ 40.9″ W 112° 07′ 23.5″ )
Wir sind zeitlich immer noch am Beginn der „Walwanderung“, es ist fraglich, ob sie schon da sind, – wir schauen morgen mal, einen Delphin hat Heike vorhin schon vorbeischwimmen sehen.

Tagesetappe:      159 km          Gesamtstrecke:      38.591 km

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