04.01.2020 – Von La Paz auf die Fähre nach Mazatlan

Am Abend und in der Nacht windet es ziemlich kräftig, wir stehen in den Dünen am Strand, – bis zum Morgen hat sich auf den Leibungen der gekippten Fenster eine nette kleine Sandschicht gebildet.

Der Morgen ist angenehm sonnig, aber noch immer weht ein kräftiger Wind, – draußen auf dem Meer zieht eine Fähre vorbei, hoffentlich läßt der Wind bis heute abend nach, sonst wird es wohl eine unangenehme Nacht werden auf dem Schiff.

Isabela und Fabian kommen zum Frühstück vorbei, – es gibt immer viel zu erzählen, wenn man sich gerade zum ersten mal trifft, – wir besprechen die weiteren Ziele, die Route und wie wir in Kontakt bleiben können, – sie werden auch heute abend auf die „Festland-Fähre“ gehen, allerdings nach „Topolabampo“, wir nach „Mazatlan“, aber irgendwo werden wir sicher wieder aufeinander treffen.

Gegen 16 Uhr fahren wir los, die paar Kilometer zurück zum Hafen, unsere Tickets haben wir ja schon, so geht es gleich los mit dem Einchecken.
Hier findet eine Zollkontrolle statt, obwohl wir ja schon in Mexiko sind, – die Baja California ist eine „Sonderzone“ mit bestimmten Vorrechten, die auf dem Festland Mexiko nicht gelten, deshalb gelten hier Einfuhrbeschränkungen, wie an den Außengrenzen, also Alkohol, Zigaretten, Drogen, Waffen, etc., – die üblichen Fragen, – auch der Blick in die Wohnkabine muß wohl sein, – alles geht jedoch sehr gelassen, freundlich und harmonisch von statten, ein Blick in die Papiere, ein paar Fragen, – die TIP-Plakette für den Fahrzeugaufenthalt hatten wir letzte Woche schon an der Frontscheibe angebracht.
Nach wenigen Minuten sind wir durch, dann wird der HerrMAN noch einmal gemessen und gewogen, die Hafengebühr von ca. 186 Pesos ( 9 Euro) wird an der Waage kassiert, dann gehe ich nochmal kurz zum Schalter, dann kann es los gehen.

Mit dem HerrMAN darf nur ich als der Fahrer an Bord gehen, – Heike und Aspro müssen zu Fuß durch das Passagierterminal einchecken, – Aspro muß in seine Flugbox, er und alle anderen Hunde dürfen im Terminal und auf dem Schiff nicht zu Fuß unterwegs sein, sie müssen „weggesperrt“ sein und in ihrer Kiste bleiben.
Na wenigstens bringt das Personal Heike und die schwere Hundekiste mit Aspro drin aufs Schiff und in den Raum, in dem Aspro die Nacht verbringen muß. Ein spezieller Hunderaum, wenigstens ist es dort nicht zugig, aber gut belüftet, damit es ihnen auch gut geht. Der Raum wird alle 2 Stunden geöffnet, dann können die Frauchens und Herrchens nach ihren Lieblingen schauen und sie versorgen. Eine absolut blödsinnige Angelegenheit, aber sie ist halt mal so, da nutzt alles Wehklagen nichts, da müssen wir alle durch.

Wir selbst konnten letzte Woche beim Ticketkauf keine Kabine mehr ergattern, alle ausverkauft, – so werden wir uns die Nacht auf dem Deck, im Pullmannsitz um die Ohren hauen, – ok, wir kennen das von unseren vielen Fahrten mit der Kretafähre, aber auch dort ist es nicht sehr angenehm.

Pünktlich um 20 Uhr legt die Fähre ab, die Überfahrt nach „Mazatlan“ wird 12 Stunden dauern, nach der Abfahrt gibt es im Restaurant ein Abendessen für alle Passagiere, – naja ein wenig eigentümlich ist es schon, aber stecken wir das mal unter dem Begriff „Andere Länder, andere Sitten“ weg.

Tagesetappe:     11 km                    Gesamtstrecke:     39.974 km

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