07.01.2020 – Von Tequila nach Chapala

In Tequila dreht sich wirklich (fast) alles um den Alkohol, am späten Abend und auch in der Nacht sind immer wieder die lauten Gesänge irgendwelcher „Schnapsrunden“ aus der Ferne zu hören, zum letzten mal in der Früh gegen 04.20 Uhr, – scheint ihnen aber wirklich Spaß zu machen, klingt irgendwie fröhlich.

Gegen 11 Uhr machen wir uns auf den Weg, nicht ohne eine Flasche dieses kostbaren Gesöffs zu erstehen und mitzunehmen, – natürlich ohne Probeschluck, ist ja früher Morgen.
Wir fahren hinaus auf die MEX 15, Richtung „Guadalajara“, dann über die MEX 23 nach Süden, „Chapala“ ist unser Tagesziel, – an 2 offiziellen Mautstellen zahlen wir zusammen ca. 12,50 Euro.
Um „Tequila“ und noch viele Kilometer später ist die Landschaft noch immer von den blauen Agavefeldern geprägt, – bis dicht an die Straße, selbst an steilen Hängen, überall werden sie angepflanzt.

Wir nähern uns „Guadalajara“, – ein Name wie Musik, allerdings nichts für uns, 1,5 Millionen-Stadt, wir biegen vorher nach Süden ab, können aber dem Moloch nicht vollständig ausweichen, selbst die weitläufigen Umgehungsstraßen sind mehrspurig und ziemlich dicht befahren, – an Baustellen staut es sich, so richtig vorwärts kommen wir heute nicht. Über viele Kilometer ziehen sich Gewerbebetriebe entlang der Ausfallstraßen, natürlich vorrangig alles, was irgendwie mit dem Verkehr zu tun hat, – Tankstellen, Autohäuser, LKW-Werkstätten, Reifenfirmen, Zubehör, – ebenso die unzähligen „Imbisse“, hunderte bieten ihre Tacos und Tortillas an, – aber auch auffallend viele große Gewerbehallen, – produzierendes Gewerbe, Handel, – auch die Namen internationaler Konzerne sind hier zu lesen.

Etwa 50 Kilometer südlich der Stadt liegt der „Lago de Chapala“, der größte See Mexikos mit den Städten „Chapala“ und „Chula Vista“. Seine schöne Lage und das angenehme Klima haben die Region schon seit dem Beginn des letzten Jahrhunderts zu einer beliebten Ferienregion werden lassen, in der sich seit vielen Jahren traditionell US-Amerikaner und Kanadier ihre Winterdomizile errichtet haben.
Wir fahren einige Kilometer an der Nordküste entlang, „Chapala“ ist ein netter Ferienort, schön anzusehen und recht belebt, der See bietet alle Arten von Wassersport und anderen Freizeitmöglichkeiten.

Einen vernünftigen Stellplatz läßt es allerdings hier vermissen, so fahren wir wieder etwa 10 km zurück, hinauf auf einen Berg, dort bietet der Campground „Chapala RV Trailer Park“ seine Dienste an. Ein herrlicher Blick, weit über das Tal und bis hinüber zum See und superfreundliche Besitzer sind die Vorzüge der Anlage, – noch ist Vieles erst am Werden, – an allen Ecken und Kanten wird noch gebaut und hergerichtet, – was aber schon fertig ist, hat Hand und Fuß, – hier bleiben wir. ( N 20° 22′ 06.0″ W 103° 10′ 48.6″ )

Tagesetappe:      132 km          Gesamtstrecke:      40.596 km

 

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