11.01.2020 – Von Guanajuato nach San Miguel de Allende

Unser Campground liegt ziemlich versteckt in einem Hof hinter den Häusern, – klein, eng, aber Hanglage mit einem schönen Ausblick hinüber auf die bunten Häuser.
Am Abend spüren wir das pulsierende Leben der Einheimischen, von drüben dringt Musik zu uns herüber, Stimmen, Gesang, Hundegebell, das Knattern eines Mopeds, – erst gegen 23 Uhr wird es ruhiger, – nur die Hunde legen noch eine Nachtschicht ein.

Am frühen Morgen fliegt ein Zeppelin über unser Viertel.
Der Morgen ist, wie immer, sonnig mit blauem Himmel und angenehm warm.
Für einen Stadtbesuch zu Fuß ist uns der Platz doch zu weit außerhalb, also fahren wir in die Stadt hinunter, um uns was anzuschauen, – allerdings sind Parkplätze absolute Mangelware, die Straßen sind eng, teilweise einbahngeregelt, – wir fahren ein Stück weit über die sogenannte „Panoramastraße“, sie führt in einer großen Schleife rund um die Stadt, von ihr aus hat man eine tolle Sicht auf alle Viertel, auf die Gebäude und die Sehenswürdigkeiten, – dann biegen wir ab ins Zentrum, können auch kurz anhalten, aber nicht für lange, dann fahren wir weiter, gut und gerne eine knappe Stunde, pulsierendes Leben in der Stadt, geschäftig geht es zu, ein paar Touristen sind auch auf Erkundungstour.
Wir haben das Meiste gesehen und lassen uns mit dem Verkehr aus der Stadt „spülen“, – weiter nach „Dolores Hidalgo“ und zum Endziel „San Miguel de Allende“.

Hinter „Guanajuato“ führt uns die MEX 110 in steilen Kurven immer weiter den Berg hinauf, wir erreichen mehr als 2.300 Meter Höhe und haben einen tollen Blick zurück auf die Stadt.
Oben angelangt führt uns die 110 durch unerwartet grüne Wälder, die Straße ist nicht sehr breit und windet sich in vielen Kurven durch die gebirgige Landschaft, um viele Kilometer später wieder einige hundert Meter tiefer in eine weite Ebene zu gelangen, – schlagartig ändert sich die Vegetation, Dürre herrscht vor, Kakteen, stachelige Sträucher, das wenige Grün an Sträuchern und Bäumen ist staubig und grau, – Regen scheint hier ein Fremdwort zu sein.
Im Zentrum der Ebene liegt „Dolores Hidalgo“, ein kleines Städtchen, ebenfalls mit historischem, schön anzuschauendem Stadtkern, – auch hier fahren wir in einer langsamen Sightseeing-Schleife durch, – Anhalten ist wieder nicht möglich, – enge Gassen, – die Ränder zugeparkt, – naja, wir haben ein paar nette Gebäude und drei Kirchen gesehen und fahren direkt weiter.

Hinter der Stadt fahren wir auf die MEX 51 und direkt hinüber nach „San Miguel de Allende“, einer Stadt mit historischem Kern, einer schönen Altstadt mit schmucken Gebäuden, hier sind einige Touristen unterwegs.
Unser Campground „San Miguel RV Park“ liegt wie eine kleine Oase mitten in der Altstadt, erst einmal drehen wir eine Runde durch Gassen, die wohl nicht für solche Dickschiffe gemacht sind, nur wenige Zentimeter Platz bleiben um durchzukommen, wieder tiefhängende Kabel, freundlicherweise öffnet eine „Nachbarin“ das Fenster im ersten Stock und hebt die tief über die Straße hängende Weihnachtsbeleuchtung ein wenig an, damit wir besser durchkommen.
Die Einfahrt zum Campground finden wir trotzdem nicht, erst nachdem Heike sich zu Fuß auf die Suche macht, ist das Ziel erkannt, – ein geschlossenes Einfahrtstor, an dem wir vorhin schon vorbeigefahren sind. Also, noch eine Runde um den Block und einfädeln, wieder geht es um Zentimeter, die Einfahrt und die Gasse, aus der wir kommen, sind enorm schmal, – naja, mit 2 Einweisern, rückwärts und mit mehrmaligem Rangieren schaffe ich es dann doch hineinzukommen, – naja und für die Weihnachtsbeleuchtung war es ja jetzt auch mal Zeit, ist schon der 11. Januar, – ich war dann mal so nett, beim Abräumen etwas behilflich zu sein. ( N 20° 54′ 28.5″ W 100° 44′ 57.1″ )
Der Campground ist schön gestaltet, sauber und ruhig, – wirklich eine kleine Oase, mitten in der Stadt, – schon beim rückwärts reinfahren höre ich von hinter dem Fahrzeug „Hallo Hermann, seid Ihr jetzt auch hier gelandet“ ? Peter und Brigitte, Overlander aus Deutschland, die wir im Juli in Dawson City / Kanada getroffen haben, stehen auch hier und begrüßen uns, – die Welt ist klein. Einige andere Overlander haben sich ebenfalls hier niedergelassen, scheint eine nette, kleine Gesellschaft zu sein.

Tagesetappe:      111 km          Gesamtstrecke:      41.021 km

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s