17.01.2020 – Von Santiago Maxda nach Tula de Allende

Auch hier am See ist die Nacht wieder stockdunkel, traumhaft still und heftig kalt.
Am Morgen liegt eine Nebelglocke über dem See, die kräftige Sonne löst sie jedoch schnell auf und treibt die Temperatur bald auf eine angenehme Höhe.
Der Platz ist wirklich schön, lädt eigentlich zum Bleiben ein, – die Hunde liegen draussen, mittlerweile sind es fünf, – hat sich rumgesprochen, daß es was zu Fressen gibt.
Mit der Fütterung verabschieden wir uns dann auch und fahren los.

Ein Stück zurück, bis nach „Atlacomulcu“, – dort heute wieder mal auf die Autopista MEX 40 D, es gibt nur diese eine vernünftige Verbindung nach „Tula“, an Maut zahlen wir 155 Peso (7,50 Euro).

Die Gegend ist zunehmend dichter besiedelt, wir nähern uns heute „Mexiko-City“, dem 20-Millionen-Moloch, den wir möglichst weit umfahren wollen.
Bei der Annäherung an „Tula“ können wir in der Ferne im Dunst und Smog die Skyline der Megastadt und die dahinter liegenden, bis zu 5.000 Meter hohen Gebirgszüge erkennen.
Kurz vor „Tula“ wird aus der vertrockneten, gelbbraunen Landschaft plötzlich eine grüne Oase, – ein Fluß schlängelt sich durch die Ebene, – hier wird bewässert und entsprechend intensiv Landwirtschaft betrieben.

„Tula de Allende“ ist eine Trabantenstadt „Mexiko-City´s“ mit Industrie und einer großen Raffinerie, – wir interessieren uns aber mehr für die Geschichte der Stadt und deren historische Bauwerke.
Vor über 1.000 Jahren wurde sie gegründet und war die Hauptstadt der „Tolteken“, – allerdings hatte sie nur knappe 200 Jahre Bestand, bevor sie ihren Niedergang erlebte.
Die Reste von Pyramiden und des Palastes bilden heute die Grundlage der archäologischen Zone. Bedeutend und einzigartig sind hier wohl die 4,60 Meter hohen „Atlanten“, – kolossale Figuren, meist Krieger, die als Säulen gestaltet, einst das Dach der mächtigen „Pyramide des Morgensterns“ getragen haben.
Die „Coatepantli“, – eine einst 40 Meter lange, verzierte Schlangenwand bildet den äußeren Abschluß an der Südseite der Anlage.

Wir treffen am frühen Nachmittag hier ein, – gehen dann unsere Besichtigungsrunde, – fahren danach noch ein Stück durch die Stadt und kommen dann an die Eingangspforte der archäologischen Stätte zurück, dort können wir übernachten. ( N 20° 03′ 56.3″ W 099° 19′ 56.1″ )
In der Anlage selbst, die von einem hohen Zaun und Securityleuten gesichert ist, gibt es eine Vielzahl wunderschöne, gerade und schattige Parkplätze, allerdings darf man sie nicht über Nacht nutzen, die Anlage wird gegen 18 Uhr abgeschlossen, die Securityleute haben uns angeboten, die Parkplätze vor dem Eingangstor zu nutzen, sie sind sicher und ruhig, die Jungs sind die gesamte Nacht hier nebenan.

Tagesetappe:     109 km                    Gesamtstrecke:     41.697 km

 

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