22.01.2020 – Von Xicatlacotla nach Acapulco

Die Nacht ist angenehm temperiert und wieder traumhaft still, – weit und breit keine Seele, – keine Böller, keine Autos, keine Meeresbrandung, – schööön.

Der Morgen ist ziemlich schnell ziemlich warm, gegen 10 Uhr schon 26 Grad.
Ich erkunde mal den „Spa-Bereich“ im Tal unter uns, – der Eintritt ist in der Campinggebühr enthalten.
Oh, doch, – das ist eine nette, kleine Oase, – unten im Tal fließt der „Rio Amacuzac“, – das Gelände ist leicht abschüßig und aus dem Hang fließen mehrere kleine Bäche, – das Wasser ist so um die 30 Grad warm, – sie fließen in kleine Naturpools und größere Schwimmbecken, die sich locker aufgereiht in dem schattigen, tropischen Garten verteilen. Über Kaskaden wird das Wasser weitergeleitet und plätschert so von einem Pool in den nächsten, bis es letztendlich unten am Fluß ankommt und sich in einem Wasserfall in diesen ergießt. Die ersten Besucher sind schon da, in einigen Pools sitzen sie und entspannen, in den großen Becken sind Schwimmer unterwegs und unten am Wasserfall ist es wohl ein besonderes Erlebnis, im Pool unter den Wasserfall zu schwimmen.
Oben im tropischen Garten haben andere Besucher ihre Zelte an einem kleinen Pool aufgebaut, – sind gerade beim Frühstücken, – die allgegenwärtige Musik kommt aus dem Radio, ihr morgendliches Bad haben sie schon hinter sich.
Alles wirkt irgendwie naturbelassen, vielleicht ein wenig altertümlich, versprüht aber durchaus einen angenehmen Charme und wirkt sehr einladend.

Wir machen uns kurz nach 11 Uhr auf den Weg.
Nach der Landstraßenodysee von gestern, machen wir es uns heute ziemlich einfach, – etwa 3 Kilometer zurück, über die Behelfsausfahrt wieder auf die „Autobahn“, die MEX 95 D und annähernd 250 Kilometer stetig gen Süden bis „Acapulco“, die einzig wirklich bedeutende Ansiedlung ist die Stadt „Chilpancingo“, durch die die MEX hindurchführt.

An Maut zahlen wir heute 532 Pesos, also etwa 26,50 Euro. Dabei stellen wir fest, daß sie uns meist erst mal als LKW einstufen, was annähernd das Doppelte kosten würde. Doris und Marcel, Schweizer, die schon lange hier leben, haben uns das Zauberwort verraten, es heißt „solo“ oder „uno“, denn als LKW gilt man nur mit Zwillingsreifen oder Doppelachse, das haben wir beides nicht. Also rufe ich brav mein „solo“ ins Kassenhäuschen, der Kopf kommt raus, schaut zur Hinterachse und schon ändert sich die Anzeige auf annähernd den halben Preis. Also, – geht doch !

Die Landschaft zeigt sich heute eher naturbelassen, – Hügel und niedrige Berge, – karges Land, – es ist kaum etwas kultiviert, – nur Bäume und Büsche, Kakteen, später auch Fächerpalmen und tropische Gewächse bedecken die Hügel.
Am Nachmittag überqueren wir die Berge der „Sierra Madre del Sur“, bis auf 1.200 Meter kommen wir wieder hoch, allerdings nur für kurze Zeit.

Dann sehen wir am Horizont die Skyline von „Acapulco – Diamante“.
Die Küstenregion begrüßt uns mit schwülen 32 Grad, wir fahren bis hinaus an den Pazifik und verbringen die Nacht auf dem Campground „Diamante Acapulco“, einem Mega-RV-Park mit mehr als 250 festen Plätzen, hier sind die „snowbirds“, überwiegend aus Kanada, eingefallen und verbringen den Winter in fast schon luxuriösen Behausungen, die mit Camping schon fast nichts mehr zu tun haben.
Uns reichen ein paar Quadratmeter zum sicheren Übernachten, – auch die kriegen wir hier. ( N 16° 47′ 08.8″ W 099° 47′ 58.3″ )

Tagesetappe:     238 km                    Gesamtstrecke:     42.407 km

 

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