27.01.2020 – Von Puerto Escondido nach Villa Sola de Vega

Diese Nacht ist zwar ruhiger als die Letzte, mit 23 Grad aber auch nicht kühler, – anfühlen tun sich diese 23 Grad wie 35, die Luftfeuchtigkeit ist enorm hoch, alles ist irgendwie klamm.

Am Morgen ziehen wir weiter, gegen 11 Uhr aus dem Campground, gegen 12 Uhr aus der Stadt hinaus, dazwischen liegt ein Besuch bei der Bank zum Geld tauschen und an der Tankstelle.
Heute fahren wir über die OAX 131 durchs Landesinnere nach Norden, Ziel ist die Stadt „Oaxaca“.
Ja, und die OAX 131 hat es in sich, 163 Kilometer in 5 1/2 Stunden reiner Fahrzeit, also Durchschnitt etwa 30 km/h.
Ich hatte schon auf der Karte gesehen, daß es wohl kurvig werden wird, – aber so heftig habe ich es nicht erwartet, – eine Kurve folgt der Anderen, ich behaupte mal, daß es kaum ein gerades Stück gibt, welches länger als 100 Meter ist, – die Berge rauf, die Berge runter, – wir überqueren die „Sierra de Miahuatlan“, vom Meer schrauben wir uns bis auf 2.000 Meter hoch, drüben wieder weit hinunter, dann noch einmal über eine zweite Bergkette, nicht ganz so hoch, und wieder hinunter, – die Temperaturen gegen Mittag am Meer 34 Grad, in den Bergen 23, dann wieder 30 und heute abend am Zwischenziel „Villa Sola de Vega“ wieder 24.
Der Zustand der OAX 131, – ich beschreibe ihn mal als „durchwachsen“, – anfänglich ein ziemlich neues Asphaltstück, dann einige Kilometer festgewalzter Schotter, dort soll wohl die neue Asphaltstraße weitergeführt werden, dann die alte Straße, nicht nur kurvig, – nein, auch noch brüchig, sehr viele tiefe Löcher und Auswaschungen, – in den Bergen dann ständig liegengelassene Erdrutsche, die die bergseitige Hälfte der Fahrbahn bedecken, auf der Talseite der Straße weggeschwemmte Asphaltkanten und abgebrochene Straßenstücke.
Und zu allem Überfluß natürlich auch noch die „Topes“, – ständig und überall in den Dörfern, ein oder zwei mal auch dazwischen, untypisch und tückisch, – ich schätze mal, daß es heute weit mehr als 150 waren, – ich bin so froh und dankbar, daß unser HerrMAN ein vernünftiges Automatikgetriebe eingebaut hat, so lassen sich auch solche Sachen locker bewältigen, – mit Kupplung und Schaltung wäre das heute echte Schwerstarbeit gewesen.

Die Landschaft heute ist schnell erklärt: – Wald.
Anfänglich noch Dschungel, grün, überwuchert und üppig, – später in den Bergen immer dichter werdende Laubwälder an der Südflanke der Berge, – an der Nordflanke dann weite Pinienwälder, die dann immer spärlicher werden und denen wieder eine Zone karger Vegetation folgt, hier ist es staubtrocken und die Natur entsprechend dürr.
Interessant zu beobachten, wie sich die Wolken an den Südflanken stauen und ausregnen, die Folge sind die vielen Erdrutsche, und kaum über die Gipfel weg, auf der anderen Seite der Berge gibt es recht selten Regen, daher die weiten, braunen Flächen und dürren Landschaften.

Die Strecke nach „Oaxaca“ ist wegen der Straßenverhältnisse an einem Tag für uns nur mit Mühen zu schaffen, wir suchen uns einen Platz zum Zwischenübernachten.
Hier bietet sich ein Stellplatz am Fluß in dem kleinen Städtchen „Villa Sola de Vega“ an, sonst gibt es eigentlich nichts Vernünftiges, – ein schöner Übernachtungsplatz sieht anders aus, aber zum Schlafen für eine Nacht wirds wohl gehen. ( N 16° 30′ 50.4″ W 096° 58′ 52.1″ )
Wir stehen zwischen dem Fluß und dem Städtchen, – so lange es noch hell ist, können wir dem geschäftigen Treiben ein wenig zuschauen, – später, als es schon dunkel ist, klingt auch hier die allgegenwärtige Musik zu uns herüber, – irgendetwas zu feiern gibt es in Mexiko immer.

Tagesetappe:     163 km                    Gesamtstrecke:     43.032 km

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