31.01.2020 – Von Santa Maria del Tule nach Hierve el Aqua

Die Nacht ist wieder sehr ruhig, – schlafen geht hier in der Höhe wesentlich besser als am Meer, durch die geöffneten Fenster strömt endlich wieder angenehm frische Luft.
Der Morgen ist, wie immer, sonnig und angenehm warm.

Wir verabschieden uns für zwei Tage und ziehen gegen 11 Uhr los.
Zunächst noch die restliche Wäsche in der „Laundry“ abholen, dann ein kurzes Stück Richtung „Oaxaca“, – Aspro muß wieder mal kurz den Tierarzt besuchen, nichts Dramatisches, – ist auch schnell erledigt und gegen 12 Uhr fahren wir dann endgültig los.

Wir fahren ins Zentrum von „Santa Maria del Tule“, dort gibt es einen netten, kleinen Stadtpark, – super schön angelegt, mit Blumen, Rasen und Büschen, Statuen und schönen Kandelaberleuchten, – gleich daneben befindet sich die örtliche Kirche, im spanischen Stil erbaut, bunt geschmückt und schön anzusehen.
Und direkt daneben steht der „Baum mit dem größten Stammumfang der Welt“, – eine Zypresse von mehr als 40 Metern Höhe und einem Stammumfang von 42 Metern, – ein wahrlich gewaltiger Baum, 2000 Jahre soll er wohl alt sein.

Weiter geht unsere Fahrt über die MEX 190 nach Südosten, die Ruinenstätte „Mitla“ ist das nächste Ziel.
In „Mitla“ befinden sich Reste einer alten „Zapoteken“-Stadt, die besonders durch ihre außergewöhnliche Steinornamentik im Mauerwerk auffallen.
Ein palastartiger Bau, bestehend aus zwei viereckigen Innenhöfen, um die sich die Reste der Bauten gruppieren, bildet die Hauptgruppe mit einer Halle, in der noch die mächtigen Steinsäulen zu sehen sind, die einst das Dach getragen haben. Vier weitere Gruppen von Gebäuderesten bilden das Gesamtessemble.
Alle Wände beeindrucken durch ihre vorgemauerte Steinornamentik, – meist geometrische Figuren, die die mächtigen Mauern filigran erscheinen lassen.
In der „Grupo de las Iglesias“, der Kirchengruppe, steht die heutige Kirche, die die spanischen Eroberer einst auf den Grundmauern der alten Anlage errichtet haben.

Heute ist es wieder heiß, die Sonne brennt kräftig vom blauen Himmel, – ohne Hut und Sonnenbrille geht hier gar nichts, – das scheint bei den Mexikanern sowieso ein unbedingtes Muß zu sein, wir haben selten so viele „behütete“ Köpfe gesehen, wie hier in Mexiko, – und da machen Frauen oder Männer keinen Unterschied.

Am späten Nachmittag fahren wir noch etwa 25 Kilometer weiter nach Südosten, wir nehmen die kleine Nebenstrecke, – es geht steil und kurvig durch die Berge, – schöne Ausblicke sind der Lohn für das Gekurve.
Hier in der Ecke werden wieder Blauagaven angebaut, ein Zeichen dafür, daß hier Tequila gebrannt wird, – allerdings darf sich nur der Tequila aus der Stadt und der Umgebung von „Tequila“ auch so nennen, – hier und anderswo heißt er dann „Mezcal“, – unten bei „Mitla“ sind einige große Destillen, – hier oben in den Bergen eher viele kleine Brennereien, die einen sehr „einfachen“ Eindruck machen.

Tagesziel ist heute „Hierve el Aqua“, ein Gebiet, in dem sich weiß leuchtende, versteinerte Wasserbecken mit türkisem Wasser gebildet haben, – Highlight sind wohl die „versteinerten Wasserfälle“, aus denen die Wasserbecken gespeist werden. Anschauen werden wir uns das morgen, in aller Frühe, – hier ist der tägliche Besucherstrom ziemlich groß, ab 10 Uhr kommen die Busse, dann wird es eng.

Deswegen übernachten wir hier in einer ruhigen Ecke des Besucherparkplatzes und sind morgen früh noch ziemlich alleine, wenn wir unsere Besichtigungstour machen. ( N 16° 52′ 04.7″ W 096° 16′ 34.7″ )

Tagesetappe:     75 km                    Gesamtstrecke:     43.222 km

 

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