11.02.2020 – Von Villahermosa nach San Cristobal las Casas

Der Abend und die Nacht sind auch nicht unbedingt moskitofrei, aber so brutal wie in der vorigen Nacht ist es hier nicht.
Die Temperaturen bleiben so hoch, tagsüber bei 34 Grad, nachts bei 28, Luftfeuchtigkeit um die 65 Prozent, das drückt schon gewaltig.

Gegen 10.30 Uhr machen wir uns auf den Weg, – wir wollen nach Süden, nach „San Cristobal las Casas“, – dort sind Berge und es ist kühler, allerdings sind es auch weit mehr als 250 Kilometer, teilweise wieder kurvig durch die Berge, – wir wissen nicht, ob wir das in einem Rutsch schaffen.

Aus diesem Grund fahren wir etwa 30 Kilometer zurück, auf der MEX 180 nach Westen, bis kurz vor „Cardenas“, dort über eine kleine Nebenstraße auf die MEX 187 bis diese in die 145D / 190 D mündet, weiter über „Tuxtla Gutierrez“ nach „San Cristobal las Casas“. Diese Strecke ist zwar knappe 50 Kilometer länger, ist aber über weite Strecken ziemlich gerade und relativ kurvenfrei, während die kürzere Strecke durch die Berge über 200 Kilometer Kurven mit ewigen Berg- und Talfahrten bedeuten würde.
An Maut zahlen wir heute insgesamt 172 Pesos ( 8,60 Euro ).

Und so ist es dann, die Nebenstrecke am Anfang ist etwas schmal und kurvig, mit einigen Topes, die weitere Strecke dann tatsächlich meist gerade und ohne große Anstiege, anfänglich sogar zweispurig, später einspurig, aber breit genug zum vernünftigen Fahren.

Sie führt uns durch üppige, grüne Landschaften, tropisch verwuchert, nur vereinzelt ist Landwirtschaft möglich, – irgendwann überqueren wir den Stausee „Presa Nezahualcoyotl“, dort wird Fischzucht betrieben und oberhalb zwischen Straße und See gerade ein neues Touristenzentrum erbaut, das Restaurant ist fast fertig, „Cabanas“ sind im Bau, bzw. noch geplant, erklärt mir einer der Mexikaner dort, als wir eine Pause einlegen.

Wir streifen die Berge der „Meseta Central de Chiapas“, – an ihrer Südflanke zeigt sich die Natur plötzlich völlig verändert, das üppige Grün ist verschwunden, es herrscht Dürre vor, das Land ist gelbbraun verdörrt, selbst die Bäume tragen hier kaum Laub, kleine, fast winzige Blättchen, vereinzelt Nadeln oder Stachel, es ist wüstenhaft.
Wir erreichen die Großstadt „Tuxtla Gutierrez“, mehr als 600.000 Einwohner hat sie, liegt weitläufig in der schwülwarmen Senke, 34 Grad hat es hier.
Nach „San Cristobal las Casas“ sind es noch etwa 80 Kilometer, es ist 16 Uhr, das schaffen wir heute noch, – also Gas und weiter auf der 190 D, sie zieht sich nun über den Rest der Strecke immer am Hang hinauf in die Berge, – die Aussicht auf das Tal hinter uns wird immer genialer, – die Temperatur sinkt Kilometer um Kilometer, momentan irgendwie angenehm, – als wir letztendlich in „San Cristobal las Casas“ ankommen haben wir uns auf 2.150 Meter hochgeschraubt, die Temperatur ist auf 21 Grad gefallen, es ist stark bewölkt und wir empfinden es als kühl.

Hier gibt es den stadtnahen Campground „Rancho San Nicolas“, den wir uns ausgesucht haben, – die Zufahrt führt wieder mal durch die halbe Altstadt, engste Gässchen, zudem zugeparkt, die Dachkanten und Balkone ragen weit in die Straße, die Kabel hängen extrem tief, – schweißgebadet schaffen wir den letzten Kilometer auch noch ohne Schramme. Der Campground liegt etwas versteckt im Nadelwald, zwei Nächte werden wir wohl bleiben. ( N 16° 44′ 01.7″ W 092° 37′ 19.7″ )

Tagesetappe:      292 km           Gesamtstrecke:      44.482 km

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