16.02.2020 – Von Palenque nach Nuevo Pital

Gestern abend kommt ein angenehmer Wind auf und bläst die stickig-schwüle Luft weg, so wird der Abend und auch die Nacht recht angenehm und mit 21 Grad schon fast frisch. Außerdem herrscht tatsächlich absolute Ruhe hier auf dem Platz, – am Abend klingt noch die Musik vom Restaurant herüber, die empfinden wir eher als angenehm.

Der Morgenhimmel strahlt herrlich blau, die Temperatur ist ganz angenehm, gegen 10.30 Uhr machen wir uns auf den Weg.
Heute durch „Palenque“ zurück auf die MEX 199 und auf der MEX 186 weiter Richtung „Campeche“, an Maut zahlen wir heute 24 Pesos (1,20 Euro).

In „Palenque“ fülle ich Diesel nach und habe schon gleich am frühen Morgen mein „Aha-Erlebnis“.
Ich tanke für 5.900 Pesos, reiche dem Tankwart 12 nagelneue (blaue) 500er, der zählt 2 oder 3 mal bis zur Hälfte, – stockt, – faltet das Bündel, – wechselt es von einer in die andere Hand und zählt dann nochmal, – plötzlich sind es nur noch 11 Scheine und obenauf liegt ein (auch blauer) 20er, worauf er mir irgendwie zu verstehen gibt, daß ich mich wohl vertan hätte und versehentlich einen falschen Schein gegeben hätte.
Die Aktion hatte ich allerdings relativ schnell durchschaut und bemerkt, daß er beim Zählen mal mit einer Hand in seiner Hosentasche war, ich greife ins Geldbündel, nehme den 20er und stecke ihn in seine Hemdtasche, dann greife ich an seine Hosentasche und sage ihm, daß der 12te 500er dort in seiner Tasche sei.
Er versucht noch irgendwie, durch Tippen auf dem Taschenrechner abzulenken, keine Ahnung, was es da zu rechnen gibt, – ich nehme ihm den weg, tippe die 100 rein und blaffe ihn unmißverständlich an, daß er jetzt sofort den 100er Rückgeld rüberschieben soll, weil sonst hier gleich eine Bombe hochgeht.
Vermutlich hat er an meinen hervorgetretenen Augäpfeln und den stark verdickten Adern an der Schläfe den Ernst der Lage erkannt, den 100er rübergereicht und hat sich verkrümelt. – Drecksack !

Wir durchfahren heute eine Landschaft, vergleichbar dem Marschland bei uns, – flach, – feucht, – immer wieder Viehweiden mit Rindern drauf und freistehende oder kleinere Gruppen von Laubbäumen, die so gar nicht tropisch aussehen, – könnte auch irgendwo in Europa sein.
Die Viehwirtschaft scheint den Menschen ein Auskommen zu sichern, die Häuser und kleinen Höfe sehen recht schön aus.

Die MEX 186 führt schnurgerade durchs Land, ist eine recht vernünftige Schnellstraße und meist gut zu fahren, zudem sind heute am Sonntag nicht so viele LKW unterwegs. In der zweiten Hälfte der Strecke läßt die Asphaltdecke immer wieder mal zu wünschen übrig, ist schon mehrfach geflickt, – mehr schlecht als recht, und dadurch manchmal ganz schön schaukelig.

Unser Ziel liegt am mexikanischen Golf, an der Karibikküste, – bevor wir dorthin abbiegen, finden wir hier in „Nuevo Pital“ den netten kleinen Campground „Los Tucanes“, mit Restaurant und Pool, das Camp liegt angenehm auf Rasen, zwischen jungen Palmen, – hier bleiben wir. ( N 18° 35′ 13.4″ W 091° 02′ 23.5″ )
Nur das Brummen der LKW von der nahen Straße stört am Abend noch, üblicherweise läßt der Verkehr aber am späten Abend stark nach, – hoffentlich heute auch.

Tagesetappe:      182 km           Gesamtstrecke:      44.904 km

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