17.02.2020 – Von Nuevo Pital nach Isla Aguada

Auch an diesem Abend frischt der Wind auf und macht die Nacht ganz erträglich, allerdings sind die gesamte Nacht immer wieder „motorbremsende“ LKW von der nahen Straße zu hören, was jedes mal für eine kurze Schlafunterbrechnung sorgt.

Der Morgen beginnt mit strahlend blauem Himmel, – im Nu erreicht das Thermometer 31 Grad.
Unser persönlicher Himmel ist heute leider stark betrübt, – unser fast 20jähriger Kreta-Kater „Pantelis“ ist heute früh über die Regenbogenbrücke gegangen. Er war ja nun wirklich schon ein alter Methusalem, aber immer noch recht gut beieinander, lebte in unserem Haus in Deutschland, Freunde wohnen dort und kümmern sich um ihn, es zeichnete sich allerdings schon die letzten Tage ab, daß seine Zeit wohl zu Ende gehen wird, letztendlich arbeiteten die Nieren kaum noch, die Hinterläufe zeigten Lähmungserscheinungen und als uns dann heute die Tierärztin im Telefonat berichtete, daß er wohl auch Schmerzen habe und ihm keine Hilfe mehr in Aussicht stellen konnte, hat sie uns angeraten, ihn gehen zu lassen. So kams dann. Machs gut du „Alter Taliban“.

So fahren wir dann gegen 11.30 Uhr los, lassen unsere Gedanken schweifen und schweigen uns ziemlich durch den Tag.
Zunächst weiter auf der MEX 186, dann auf die MEX 259 und letztendlich auf der MEX 180 hinaus auf das „Haff“ , das die „Laguna de Terminos“ vom „Golf von Mexiko“ trennt. In „Isla Aguada“ wollen wir ein wenig urlauben.

Die Strecke führt heute überwiegend durch Schwemm- und Sumpfland, unglaublich viel Wasser steht beidseits der Straße, die auf einem niedrigen Damm gebaut ist, – Schilf, Teiche mit Seerosen und unglaublich viele Wasservögel säumen unseren Weg. An manchen Stellen liegt die Landschaft wohl 1 oder 2 Meter höher, ist damit trocken und als Weideland geeignet, Rancher machen sich das zu nutzen und betreiben Viehwirtschaft auf den wenigen Flächen.

Die MEX 180 führt komplett an der Karibikküste entlang, für uns heute unser letztes Teilstück von etwa 30 Kilometern, – beeindruckende Farben hat hier das Meer, türkisfarben, hellgelbe bis weiße Strände, – grüne Palmen im Vordergrund verstärken den Eindruck, – Karibik pur.
Allerdings ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt, – Umweltprobleme leider auch hier im vermeintlichen Paradies, – Müll, Schutt und Dreck zwischen Straße und Strand, teilweise auch am Strand, zudem stehen auf der gesamten Länge fast alle Strandanlagen leer, Badeplätze sind geschlossen, Restaurants abgesperrt und verfallen, Bauruinen lassen darauf schließen, daß hier schon mal mehr Optimismus herrschte. Schade.

Schon um die Mittagszeit erreichen wir das Hotel „Freedom Shores“ mit angeschlossenem Campground, direkt am karibischen Lagunenstrand, – unseren Platz für die nächsten Tage. ( N 18° 46′ 56.0″ W 091° 29′ 41.0″ )
Hier haben sich überwiegend kanadische „snowbirds“ niedergelassen, – an sich ein schöner Platz, – mächtige Bäume und Palmen spenden Schatten, – die Community scheint angenehm zu sein, – allerdings lädt uns auch hier der wunderschöne Strand, nur wenige Meter nebenan, nicht wirklich zum Baden, – das Wasser erscheint uns nicht sauber, ist trüb und riecht unangenehm, – das lassen wir lieber, – Pool gibts hier auch keinen, – morgen werden wir mal bleiben, – für länger taugt das hier nicht.

Tagesetappe:      105 km           Gesamtstrecke:      45.009 km

 

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