20.02.2020 – Von Campeche nach Edzna

Der frische Wind bleibt uns die gesamte Nacht, das ist angenehm, irgendwann müssen wir sogar ein Fenster schließen, weil uns der Luftzug zu kalt wird.
Der Tag beginnt heute etwas früher, die Geschäftigkeit rund ums Einkaufszentrum weckt uns schon gegen 7 Uhr.

Die Sonne scheint von einem blauen Himmel, die frische Brise hat sich gelegt und im Nu steigt das Thermometer auf 30 Grad.
Als ich drinnen am Kassenautomaten zahle, werden uns sogar nur 82 Pesos ( 4,10 Euro) berechnet.
Gegen 10.30 Uhr fahren wir los.

Zunächst drehen wir eine Runde durch die historische Altstadt, – sie wurde 1994 durch einen Hurrikan ziemlich zerstört, aber stilgerecht wieder aufgebaut und steht seitdem unter dem Schutz der UNESCO. Auch hier, wie in den meisten Kolonialstädten, bunte Häuser, meist enge Gassen, kleine Läden, Hotels und Restaurants, geschäftiges Treiben – der zentrale Park mit viel Grün und die große Kathedrale.

Durch ein Industriegebiet in der Peripherie fahren wir hinaus auf die MEX 261 und dann auf der MEX 188 weiter bis zur Ruinenstadt „Edzna“.
Dort am Parkplatz verkrümeln wir uns in den Schatten des Waldes, heute „knallt“ es richtig vom Himmel, 35 Grad Sommerhitze und kein Lüftchen weht, – die Lust auf „Pyramiden anschauen“ tendiert gegen Null.
Nach einer Mittagspause im Schatten packe ichs dann doch an, Fußweg knapp 1 Kilometer, – doch der lohnt sich, auch bei dieser Temperatur, – auch hier ist erst ein kleiner Teil der ehemaligen 60.000 Einwohner-Stadt der Maya ausgegraben, doch der ist sehenswert.
Ein Ensemble aus Pyramiden, Tempeln und tribünenartigen Gemäuern ist rund um große „Ballspielplätze“ gebaut, Rasen mit einigen großen Bäumen, die schönen Schatten werfen, – hier auf einer kleinen Anhöhe ist zumindest die Spur eines Windes zu spüren.

Fast zwei Stunden dauert der Ausflug, Lust auf weitere Unternehmungen haben wir heute keine mehr, beschließen zu bleiben, – hier im Wald unter den Bäumen ist es zwar heiß, aber wenigstens kommt die stechende Sonne nicht durch das Blattwerk.
Hier am Eingang zu den archäologischen Stätten können wir stehen, zwar nicht auf dem Gelände, aber direkt außerhalb am Tor, dort sind einige Parkbuchten, helles Licht und die Security bietet Sicherheit, eine Familie aus Kanada mit ihrem Van gesellt sich dazu. ( N 19° 36′ 02.2″ W 090° 13′ 38.6″ )
Bis tief in die Nacht bleibt es knallig heiß, die Luft steht, jetzt gegen 23 Uhr sind es noch 30 Grad, – nachher noch kalt duschen und mal schauen, ob schlafen bei diesem Saunawetter überhaupt geht.

Tagesetappe:      69 km           Gesamtstrecke:      45.251 km

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