22.02.2020 – Von Uxmal nach Merida

Der Besuch im Restaurant ist angenehm, – lange nicht gehabt, – angenehm im Freien sitzen, – das Essen schmeckt, – naja, daß es hier teuer ist wußten wir vorher, kostet mal glatt das Doppelte als anderswo in mexikanischen Restaurants.
Gegen Mitternacht beginnt es doch tatsächlich zu regnen, vorher hat es schon ein wenig abgekühlt und es weht ein angenehm frischer Wind, – so wird die Nacht unerwartet frisch, – auch mal ganz nett.

Der Morgen ist dann wieder trocken, jedoch ist der Himmel stark bewölkt und die Temperatur mit nur 25 Grad äußerst angenehm.
Gerade richtig für die Besichtigungstour in den Ruinen.
Der Eintrittspreis ist ein echter Hammer, – in allen anderen antiken Stätten liegt der zwischen 60 und 100 Pesos ( 3 bis 5 Euro ), hier greifen sie mal eben 428 Pesos ( 21,40 Euro ) pro Person ab, – naja so ist das eben, – wir sind in „Yucatan“ angekommen, – „Yucatan“ ist ziemlich touristisch mit vielen Besuchern aus aller Welt, da kann man sich diese Preise offensichtlich leisten. Und tatsächlich hängen doch 2 Preislisten nebeneinander, eine für Mexikaner, sie haben 184 Pesos zu zahlen und eine für „Gringos“, sie zahlen die 428 Pesos. Naja, „Uxmal“ soll halt auch etwas ganz Besonderes sein, – und ich nehms mal vorweg, – ist es auch !

„Uxmal“ ist eine der bedeutendsten, weil geschlossensten und schönsten Maya-Stätten Mexikos, UNESCO Weltkulturerbe seit 1996.
Zwischen 600 und 900 n. Chr. eine bedeutende Stadt, – im 16. Jahrhundert im Urwald wiederentdeckt und seit 1929 systematisch ausgegraben.
Auf einer Fläche von 700 x 800 Metern befinden sich eine Vielzahl von Tempeln, Palästen und Pyramiden, die teilweise gut erhalten, aber auch restauriert sind und weiter restauriert werden. Die Fassaden der monumentalen Bauwerke sind mit vorgesetztem Mauerwerk reichhaltig verziert und die Simse mit aus Stein gehauenen Figuren verziert.
Die mit 35 Metern Höhe alles überragende „Pyramide des Wahrsagers“ dominiert das gesamte Gelände, die anderen Gebäude sind westlich davon errichtet, hier ist die „Große Pyramide“ das Auffälligste und bildet den südlichen Abschluß der Anlage. Sie ist begehbar, – mehr als 60 hohe Stufen sind zu bewältigen, – der Blick von dort oben entschädigt für die Anstrengung, – von hier hat man den besten Ausblick und kann fast die gesamte Anlage überblicken.

Fast 2 Stunden dauert der Rundgang, dann fahren wir weiter.
Raus auf die MEX 261 und nach Norden, bis wir auf die MEX 180 kommen, die direkt nach „Merida“ führt.

Die Fahrstrecke ist heute ziemlich eintönig, führt eigentlich nur durch „Brachland“, – also wieder Wildwuchs, Hecken und Gestrüpp, – nur ganz selten kommen wir durch einen Ort, dort gibt es dann auch ein paar Äcker, zweimal passieren wir größere Rinderranchos, noch bevor sie zu sehen sind, kann man sie schon riechen. In deren Nahbereich sind größere Brandrodungsflächen zu sehen, – der Wildwuchs wird abgefackelt, dann rollen Bulldozer an und versuchen irgendwie aus der Wildnis eine Fläche zu modellieren, die irgendwann einmal zur Weidefläche werden soll.

In „Merida“ fahren wir den „Rainbow RV-Park“ an, ziemlich dicht am Stadtzentrum, – hier treffen wir die Gruppe Kanadier wieder, eine kleine Gruppe mit etwa 10 Wohnmobilen, sie haben wir schon in „Isla Aguada“ kennengelernt. Der „RV-Park“ hat auch schon bessere Zeiten hinter sich, – naja für eine Nacht ist es ok, wir brauchen ja nur eine Stellfläche und morgen früh einen Tank Wasser, beides hat es hier. ( N 21° 02′ 30.2″ W 089° 37′ 48.0″ )

Tagesetappe:      94 km           Gesamtstrecke:      45.492 km

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