24.02.2020 – Von San Crisanto nach Izamal

Bis gegen 2 Uhr spielt die Musik und säuselt uns dabei langsam in den Schlaf, es weht immer noch ein angenehmer Wind vom Meer herein.

Am Morgen ist der Himmel blau, der Wind verschwunden und die Sonne heizt kräftig.
Das Meer hat sich beruhigt, mittlerweile ist das Wasser wieder klar, – oh ja, das sieht sehr einladend aus, allerdings ist der Platz für einen längeren Aufenthalt nicht geeignet, wir stehen einfach zu weit vom Strand weg, können wegen dichtem Baumbestand auch nicht näher ranfahren.

So ziehen wir dann doch wieder weiter und hoffen unterwegs noch einen vernünftigen Badeplatz zu finden, an dem wir bleiben können.
Wir fahren raus auf die YUC 27 und weiter nach Osten, über „Santa Clara“ bis „Dzilam de Bravo“, dort endet die Küstenstraße und führt als YUG 176 ins Landesinnere bis nach „Izamal“.
Auf der Strecke bis rüber nach „Dzilam de Bravo“ begleitet uns die Küste mit Stränden und Palmen auf der linken Seite und die große Lagunenfläche mit ihren endlosen Mangrovesümpfen auf der Rechten, vor „Dzilam de Bravo“ stehen ein paar äußerst farbenprächtige Flamingos im seichten Wasser.
Es gibt noch ein paar sehr einladende Strandplätze, allerdings keine Möglichkeit zum Bleiben, entweder sind die Stellflächen mitten in einem Dörfchen, oder es handelt sich um Privatgrundstücke mit Verbotsschildern. Es soll einfach noch nicht sein.

Der Weg ins Landesinnere ist dann entsprechend „langweilig“, wieder mal nur wildes Gestrüpp auf beiden Seiten, flaches Land, – ein paar Windräder in einem kleinen Windpark drehen sich ziemlich flott, hier scheint es immer windig zu sein.
Die Gegend ist ziemlich „gottverlassen“ und macht einen ärmlichen Eindruck, sehr viele verlassene und halbverfallene Gebäude säumen den Weg, nur ganz selten sind kleinere Flächen als Weideland zu gebrauchen, es stehen einige wenige Rinder darauf. Nachdem die Gegend über viele Kilometer fast unbewohnt ist, sind die beiden Städtchen „Dzilam Gonzalez“ und „Temax“ schon fast groß für die hiesigen Verhältnisse, offensichtlich rückt man hier gerne näher zusammen.

Am Nachmittag erreichen wir „Izamal“, es ist wieder heiß und stickig heute, 33 Grad, – mittlerweile sind Wolken aufgezogen, die Luft ist schwül.
Bei der Durchfahrt kriegen wir einen ersten Eindruck von der „gelben Stadt“, – im Zentrum sind alle Bauwerke ausschließlich gelb bemalt, – genauer werden wir uns morgen mal umschauen.
Heute fahren wir zum Hotel „Green River“, – dort im Garten hinter dem Hotel kann man recht schön stehen, der Pool ist gleich nebenan. ( N 20° 55′ 39.3″ W 089° 01′ 25.3″ )
Am Abend gegen 18 Uhr kommt der hiesige Karnevalsumzug direkt bei uns vorbei, mit ein paar Motivwagen, lauter Musik, Pickups mit jungen Menschen auf der Ladefläche, die singen und tanzen und Unmengen knatternder und hupender Mopeds, die den Zug begleiten.
Die Feier findet wohl am Stadtplatz statt, wir haben schon am Mittag dort Bühnen, Buden und Lautsprecher gesehen, – hier ziehen den gesamten Abend immer wieder hupende Autos mit lauter Musik und singenden Menschen vorbei.

Tagesetappe:     100 km                    Gesamtstrecke:     45.709 km

 

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