25.02.2020 – Izamal

Drückend warm ist der Abend, – erst gegen Mitternacht kühlt es auf 28 Grad ab, – aber leider ist es hier, wie an den meisten Stellplätzen, dann mit Raussetzen ziemlich schlecht, – die allgegenwärtigen Moskitos, – nicht unendlich viele, es reichen aber ein paar Wenige, um schlechte Laune zu erzeugen, – also bleibt nur, im HerrMAN zu bleiben, hinter den Fliegengittern, auch wenn es dort immer noch ein wenig wärmer als draußen ist.
Aus der Ferne ist noch immer die stimmungsvolle Musik der Karnevalsgesellschaft zu hören, die sich am Stadtplatz zum Feiern versammelt hat.

Der Morgen beginnt mit blauem Himmel und viel Sonne, – wir fahren gegen 10.30 Uhr rüber zum Stadtplatz, – dort finden wir sogar mit unserem „Dicken“ einen vernünftigen Parkplatz um die Stadt ein wenig zu erkunden.
Im Gegensatz zu den vielen Ruinenstätten, die wir schon besichtigt haben, die alle antike Stätten sind, die verloren waren und wiedergefunden wurden, ist „Izamal“ eine bunte Kleinstadt mittendrin, also innerhalb eines großen Areals, das schon zu Zeiten der Maya bewohnt und mit mächtigen Pyramiden und Tempeln bebaut war.
Nach der Eroberung durch die Spanier im 16. Jahrhundert haben diese in Windeseile all diese herrlichen Bauwerke zerstört oder teilweise abgetragen und die alten Steine für den Bau ihrer sakralen Gebäude verwendet. So stehen heute sehr viele der alten Kolonialgebäude auf den Grundmauern ehemaliger Mayatempel, das alles überragende Kloster „San Antonio de Padua“ wurde auf den Resten einer großen Pyramide erbaut, ihr großer Grundriß ließ ein Atrium entstehen, das mit 75 mächtigen Arkadenbögen umgeben ist und nach dem Petersplatz in Rom wohl das zweitgrößte weltweit sein soll.

Jedenfalls ist der große Stadtplatz mit dem Kloster und den vielen kleinen Seitenstraßen und den niedrigen Häusern im kolonialen Stil ein herrlicher Anblick, alles in gelb bemalt, weiße Simse bilden einen schönen Kontrast dazu.
Verteilt in der Stadt sind noch einige der alten Maya-Pyramiden, leicht zu erkennen als „farblose“ Natursteindenkmäler, die die umliegenden Gebäude meist weit überragen.
Ich mache mich zu Fuß einige Straßen weiter, dort steht die große, dem Sonnengott geweihte Pyramide „Kinich-kakmó“, die zu den mächtigsten in ganz Mexiko zählt.
In der knallend heißen Mittagssonne, – heute überschreitet das Thermometer die 35-Grad-Marke, – erklimme ich über die steilen Stufen das oberste Plateau, – ein frisches Lüftchen und ein grandioser Blick über die Stadt und hinaus ins weite Land entlohnen für die Anstrengung.

Zurück am Stadtplatz lassen wir uns im Schatten der Arkaden zu einer ausgiebigen Pause nieder, was Kaltes zum Trinken und anschließend gleich ein feines Mittagessen, – die Preise so gar nicht touristisch, – alles eher im normalen Bereich. Hier im Schatten läßt es sich gut aushalten, – dem Treiben der Stadt ein wenig zuschauen, – hier am Platz vor dem Kloster warten die bunten Pferdekutschen, mit denen sich Touristen durchs Städtchen fahren lassen, die aber auch schon mal von Einheimischen als Taxi benutzt werden, – bunt bemalt und geschmückt, die kleinen Pferdchen tragen bunte Hüte, – irgendwie albern, aber auch schön anzuschauen, – und wenigstens knallt den Pferden so die Sonne nicht so stark auf den Kopf.

Am frühen Nachmittag fahren wir los, – nächstes Ziel ist das „Hacienda Hotel Santo Domingo“ am Stadtrand, – dort werden Langzeit-Abstellplätze angeboten, die wir uns anschauen wollen, – unser HerrMAN soll ja über den Sommer hier in Mexiko sicher abgestellt werden, während wir für einige Monate nach Europa zurückfliegen.
Harald, der Inhaber begrüßt uns freundlich, und bietet uns einen Übernachtungsplatz hinter dem Hotel an.
Obwohl wir eigentlich heute noch weiter wollten, nehmen wir sein Angebot gerne an, so können wir uns in aller Ruhe umschauen und die Modalitäten mit ihm besprechen. ( N 20° 55′ 45.6″ W 089° 00′ 29.5″ )
Der Abend ist wieder lange heiß, 30 Grad sind es noch um 23 Uhr, frische Luft ist Fehlanzeige, – wir hoffen auf ein wenig Abkühlung in der Nacht.

Tagesetappe:     5 km                    Gesamtstrecke:     45.714 km

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s