09. bis 11.03.2020 – Bacalar

Auch hier ist die Nacht recht angenehm, – angenehm frisch und angenehm ruhig.

Der Morgen kommt warm und sonnig daher, es ist windstill und das Wasser hat sich beruhigt, jetzt leuchtet es herrlich blau und auch sonst erscheint uns der Platz jetzt in einem freundlicheren Licht als gestern. Wir beschließen zu bleiben.

Der Platz sieht aus wie ein Strandbad mit Liegewiese, und so wird er offensichtlich auch genutzt, den ganzen Tag kommen immer wieder Gäste zum Baden und Sonnen, draußen vom Bootssteg starten Ausflugsfahrten mit dem Boot durch die Lagune, – es herrscht eine friedliche, ruhige Stimmung, – das ist angenehm.

Weniger angenehm ist das, was unser Kühlschrank derzeit veranstaltet, – er brummt mittlerweile fast rund um die Uhr, verbraucht dabei jede Menge unseres wertvollen Solarstroms und hat trotzdem Probleme vernünftig zu kühlen, – ich kümmere mich heute mal darum, baue ihn aus und prüfe alles durch, – ich vermute, daß ihm Kühlmittel fehlt, die Kühlspiralen sind kaum warm, der Kompressor dafür heiß, – dieses Problem hatten wir vor 4 Jahren schon einmal, da war ein Neuer fällig.
Neben uns campiert ein Paar aus Spanien, sie wohnen schon einige Zeit hier auf dem Platz und kennen sich ganz gut aus, – und wie es der Zufall so will, hatten sie vor Tagen ein ähnliches Problem, – ein Monteur aus der Stadt konnte es lösen, – „Jose“ ruft ihn für uns an, morgen früh will er kommen und sich darum kümmern.

Wir verbringen den Tag gemütlich auf dem Platz, schauen dem Treiben zu, sitzen draußen in der Sonne, gehen mal ein Stück an den See, – er ist halt nicht so laut, wie es das Meer meist ist.
Am Abend wird es wieder angenehm „frisch“ und auch Mücken oder Moskitos zeigen sich kaum, – hier läßt es sich aushalten.

Tagesetappe:    0 km                    Gesamtstrecke:     46.370 km

10.03.2020

Oh ja, irgendwie wird uns der Platz hier immer angenehmer, hier bleiben wir ein wenig, – auch das Wetter spielt mit, – es ist nicht so plackend heiß und auch nicht schwül, wie anderswo, eigentlich richtig schönes Sommerwetter. Wir sitzen draußen, gehen im See schwimmen und faulenzen in der Hängematte.

Gegen 11 Uhr kommt „Donato Ché“ der Monteur für unseren Kühlschrank mit einem dreirädrigen Fahrrad gefahren, vorne in der Ladefläche hat er sein Werkzeug. Er schaut ihn sich an, prüft und kommt zum selben Ergebnis, – fehlende Kühlflüssigkeit.
Tja, und im Gegensatz zu Deutschland, wo wir seinerzeit unseren Kühlschrank deswegen wegwerfen mußten, weil die Dinger so gebaut sind, daß man kein Kühlmittel nachfüllen kann, – wird das hier in Mexiko repariert. Nach der Mittagssiesta kommt er wieder, lötet ein Ventil an die „sogenannte Serviceleitung“ und erneuert das Kühlmittel, die Pumpen und Werkzeuge, sowie das passende Kühlmittel hält er vorrätig. Er prüft alles sorgfältig und ist gegen 17 Uhr fertig, – einen 1000er (50 Euro) kostet das, – ein fairer Preis.

Der Abend klingt mit einem Bad im See und einem Nickerchen in der Hängematte aus, dann wirft Heike wieder mal den Grill an.
So kanns bleiben, wir werden noch ein wenig hier stehen.

Tagesetappe:    0 km                    Gesamtstrecke:     46.370 km

11.03.2020

Auch diese Nacht ist angenehm temperiert und läßt uns wunderbar schlafen.

Heute bleiben wir nochmal, – es ist angenehm warm, – die Hängematte baumelt eh noch zwischen den Palmen, – der Himmel ist heute etwas bedeckt.
Gegen 11 Uhr kommt „Donato Ché“ noch einmal vorbei und schaut nach dem Kühlschrank, ob alles läuft und er gut funktioniert, – Respekt, das ist uns auch noch nicht passiert. Erst als er sich selbst davon überzeugt hat, ist er zufrieden mit seinem Werk und rollt mit seinem Fahrrad zurück ins Städtchen.

Am frühen Nachmittag fällt doch tatsächlich ein 10-minütiger warmer Regenschauer vom Himmel, – die dicke Wolke verzieht sich und die Sonne kommt raus, als wäre Nichts gewesen.
Den Tag verbringen wir gemächlich, – Faulenzen im Schatten, Baden im See, Schauen, Lesen, Hängematte, – es ist wirklich sehr entspannend hier, immer wieder mal kommt jemand auf einen kurzen Plausch vorbei, – internationales Publikum hier, – Luxemburger, Spanier, Franzosen, Mexikaner natürlich sowieso, Reisende aus Argentinien und als wir am Abend mal das kleine Restaurant in der Nachbarschaft besuchen, setzt sich ein Professor aus Deutschland zu uns, – er lebt schon viele Jahre hier, es gibt Einiges zu erzählen.

Tagesetappe:    0 km                    Gesamtstrecke:     46.370 km

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