25.05.2020 Von Chetumal / Calderitas nach Nuevo Pital

So, heute gehts wieder los, – endlich wieder „on the road“.

Bis wir startklar sind und uns von allen verabschiedet haben, ist es kurz nach 11 Uhr.
Von hier bis „Mexiko-City“ sind es etwa 1.300 Kilometer, wir werden heute zunächst die Yucatan Halbinsel von Ost nach West fast ganz durchqueren.
Dafür fahren wir durch „Chetumal“, im Westen hinaus auf die MEX 186, sie bleibt heute und morgen „unsere“ Straße, bis hinüber nach „Escarcega“, ein Stück dahinter weiter nach Süden Richtung „Villahermosa“.

Die Straße ist wie mit dem Lineal durch die Landschaft gezogen, endlos lang und schnurgerade zieht sie sich durch die Landschaft, eine meist breite, einspurige Landstraße, der Belag nicht immer im top Zustand, aber gut zu fahren, – kaum Verkehr am Anfang und im mittleren Teil, erst am späten Nachmittag, bei „Escarcega“ wird er dichter.
Die Landschaft ist durchweg eintönig, – flaches Dschungelland, – Buschwerk und niedere Bäume, so weit das Auge reicht, – hie und da bietet ein kleines Dörfchen ein wenig Abwechslung, dort sind dann meist ein paar wenige Ackerflächen und Viehweiden zu sehen, – kurz danach beginnt wieder der schier endlose Dschungel.

Mittlerweile ist es richtig Sommer geworden in Mexiko, auf unserem Campground hatten wir die letzten Wochen meist 32 Grad am Tag und 28 in der Nacht, aber stets eine angenehm frische Brise vom Meer, – also insgesamt recht erträglich.
Heute nun fahren wir bei 32 Grad los, – schon wenige Kilometer vom Meer entfernt werden es 35 Grad, die frische Brise ist nicht mehr, und dann steigt die Temperatur umso weiter wir uns in das Landesinnere bewegen, – bei 41 Grad bleibt das Thermometer dann stehen, allerdings sinkt die Luftfeuchtigkeit entsprechend, nur noch 50 % läßt die Hitze ein wenig angenehmer erscheinen.
Im Augenblick ist es kurz vor 23 Uhr und noch immer sind es 33 Grad, – es ist absolut windstill, – wird wohl eine richtig tropische Nacht werden.
Gedanken, evtl. irgendwie draußen im Freien zu bleiben, haben sich gerade eben zerschlagen, als und eine wunderschöne Vogelspinne fast über die Füße gelaufen ist.

Die heutige, erste Etappe ist mehr als entspannt, von „Coronastress“ so gut wie nichts zu spüren.
Entlang der Strecke, speziell bei den Städten, gibt es immer wieder mal eine Kontrollstelle, – alles geht unaufgeregt und korrekt von statten, wenn wir nicht sowieso durchgewunken werden, fragt man uns einfach nach dem Woher und Wohin, einmal werde ich gefragt, ob wir uns gut fühlen und gesundheitlich in Ordnung sind, eine Fiebermeßpistole wird kurz in meine Richtung gehalten, – ich glaube nicht, daß die in dieser einen Sekunde wirklich etwas messen konnte.
Auf dem flachen Land, in den kleinen Dörfern geht das Leben ganz normal von statten, alle Geschäfte sind offen, sogar viele Restaurants, – Mund- und Nasenschutz trägt hier kaum jemand, – in den Städten, also „Chetumal“ und „“Escarcega“ dann fast jeder, irgendwie ist die Situation dort wohl etwas angespannter.

Unser Tagesziel ist der Campground „Los Tucanes“, wenige Kilometer hinter „Nuevo Pital“, hier haben wir schon Mitte Februar auf der Herfahrt recht angenehm gestanden.
Wie wir erfahren, ist der Campground mit seinen 3 Swimmingpools und dem Restaurant erwartungsgemäß geschlossen, – allerdings das zweite Restaurant, nicht weniger schön, das als „Rasthaus“ für die vorbeiführende MEX 186 dient, ist geöffnet.
Als Heike nach dem Stellplatz auf dem Campground fragt, bietet man uns einen schönen Stellplatz auf dem Rasen zwischen dem Restaurant und dem leeren Pool an.
Nachts ist der Platz hell beleuchtet, ein Nachtwächter dreht ständig seine Runde, – hier stehen wir sicher meint der Besitzer, heißt uns willkommen und gibt uns zu verstehen, daß wir für den Platz nichts zu zahlen haben. Na, das ist doch mal eine Einladung. ( N18° 35′ 17.5″ W 091° 02′ 21.7″ )

Am Abend laßen wir uns drüben im Restaurant nieder, – was ein Gefühl, das erste mal seit mehr als 8 Wochen bewirten lassen, ein eisgekühltes Bier und eine herrliche Grillplatte, üppig und sehr geschmackvoll. Heute ist unser Glückstag.

Tagesetappe:    308 km                    Gesamtstrecke:     46.947 km

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