28.05.2020 – Von Santa Cruz Ocotlan nach Tepotzotlan

Zum ersten mal seit Monaten schlafen wir bei geschlossenen Fenstern und decken uns schön fest zu, 12 Grad „kalt“ ist die Nacht, das ist total ungewohnt für uns, weniger als 25 Grad hatten wir in den letzten 3 Monaten wohl nie, auch nicht in der Nacht.
Zudem ist die nahe Autobahn hinter dem Tankstellengebäude kaum zu hören, wir schlafen wie die Murmeltiere.

Der Morgenhimmel ist nach dem abendlichen Gewitterregen noch ein wenig verschmiert, doch die Sonne schaut schon immer mal für Sekunden durch den Wolkenschleier hindurch, es ist 19 Grad warm, als wir gegen 10.30 Uhr losfahren.
Wettertechnisch ist die Fahrt heute zunächst recht angenehm, bei 22 bis 24 Grad wesentlich angenehmer als die letzten Tage, leichte Wolken und Sonne wechseln sich ab, – am späten Nachmittag verdunkelt sich dann der Himmel und das obligate Nachmittagsgewitter mit kräftigem Regenschauer prasselt auf uns hernieder, gegen 18 Uhr ist es stockfinster und es kühlt schnell wieder ab.

Unsere Route ist heute ziemlich „wild“, anfangs weiter auf der MEX 150 D bis kurz vor „Puebla“, dann schickt uns unser Navi auf einen Schlenker, den wir nicht wirklich nachvollziehen können, über die ziemlich neue MEX 140 D, Richtung „Veracruz“, bis „Huamantla“ und dann weiter auf der MEX 136, die bei „Sanctorum“ auf die M 40 D, den äußeren Ring um „Mexiko-City“ führt. Dort nach Norden bis hinüber nach „Teotihuacan“, – die weitere Beschreibung erspare ich Euch.

Auch heute sind wieder viele Strecken mautpflichtig, so kommen an mehreren Stellen schnell wieder insgesamt ca. 400 Pesos, also knapp 20 Euro zusammen.
Das ist für die hiesigen Einkommensverhältnisse schon ziemlich happig, allerdings gibt es ja die parallelen, „freien“ Strecken, die sogar als solche ausgeschildert sind.

Jedenfalls müssen wir nach „Tepotzotlan“, im Nordwesten von „Mexiko-City“.
Die Besonderheit dabei ist, daß wir halt den äußeren Ring nicht wirklich bis ganz nach Norden fahren und dann aus nördlicher Richtung nach „Tepotzotlan“ rein wollen, das sind 100 Kilometer mehr, – andererseits dürfen und wollen wir auch nicht direkt nach „Mexiko-City“ rein und dort zu unserem Ziel nach Norden, – den Stadtmoloch wollen wir uns nicht antun, zudem gibt es für den Hauptstadtdistrikt Einfahrtsbeschränkungen, die sich an der Schlußziffer des Nummernschildes orientieren, – wie dies genau funktioniert, wissen wir nicht, ist uns auch irgendwie zu kompliziert.
Also mogeln wir uns so durch, von „Teotihuacan“ quer durch die Trabentenstädte, – auch nicht die beste Idee.
Es ist eng, hat viel Verkehr, eine unglaubliche Zahl an „Topes“, dieser ekligen Straßenschwellen bremst jedes Vorwärtskommen im Keim aus, – nichts geht vorwärts und zudem schüttet es gerade aus Eimern, das Wasser steht überall in den Straßen, dreckig braune Brühe, die gegen Häuser und Passanten spritzt.

Egal, irgendwann, – es ist wohl schon bald 19 Uhr am Abend sind wir da.
„Pepes RV-Park“, – hier können wir ein paar Tage stehen, unseren HerrMAN reinigen und für die nächsten Monate einmotten, hier auf dem gut gesicherten Platz steht er gut bis wir Anfang November zurückkommen. ( N 19° 43′ 23.6″ W 099° 13′ 16.2″ )
Pepes Tochter, Edith und ihr Mann Benjamin empfangen uns nett und freundlich und bieten uns alle erdenkliche Hilfe an, wir verschieben alles, was zu besprechen ist, auf Morgen, heute sind wir platt.
Wir sind ganz alleine auf dem großen, sehr sauberen Platz, der eher einem kleinen Kurpark gleicht, nur etwa 15 abgestellte Fahrzeuge stehen auf den dafür vorgesehenen Plätzen.

Tagesetappe:    295 km                    Gesamtstrecke:     48.077 km

 

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