07.01.2023 – vom Benito Juarez See nach Rosenda Salazar

Die Nacht am See ist unglaublich still, – und warm, – schon wieder fast zu warm.
Gegen 6.30 Uhr, – mit dem ersten Tageslicht, weckt mich das Knattern eines TukTuk, dann brummen Autos, – ein paar Fischer treffen ein um ihre Boote zum Fischfang hinaus auf den See zu fahren, – dann treffen auch schon die ersten Badegäste ein, – heute ist Samstag, – Arbeitstag für die Einen, – Freizeitvergnügen für die Anderen.

Ich starte gegen 10 Uhr, – am See zeigt das Thermometer schon 30 Grad, wenige Kilometer weiter dann 32 und bei 34 pendelt es sich dann für den Rest des Tages ein.

Die Fahrt durch das kleine Städtchen ist, wie schon gestern bei der Anfahrt, ein schweißtreibender „Spießrutenlauf“ für den HerrMAN und mich, – Kabel und dicke Äste von Bäumen hängen so tief auf die Straße, daß ich mehrmals rückwärts fahren oder umdrehen und einen anderen Weg nehmen muß, – einmal keile ich mich so fest, daß nur noch der Weg rückwärts, verkehrt herum durch einen Kreisverkehr aus der Misere hilft.

Dann bin ich zurück auf der MEX 190, sie wird auch heute bis zum Abend „meine“ Straße sein.
Santo Domingo Tehuantepec, Heroica Ciudad, Union Hidalgo, La Venta und San Pedro Tapanatepec sind die Hauptorte, die ich passiere.

Den eigentlich geplanten Abstecher hinaus an die Pazifikküste hinter Salina Cruz verkneife ich mir, 50 Kilometer hin und wieder zurück, nur um den Pazifik anzuschauen, – den kriege ich später eh noch zu sehen, – und zu heiß ist es mir hier auch, – ich sehe zu, daß ich wieder in die Berge komme.

Mein Weg durch die genannten Städte führt mich heute über den „Istmo de Tehuantepec“.
Der Istmo, – wir haben ihn 2020 oben an der Nordküste bereits einmal überquert, ist die „Wespentaille“ Mexikos, eine Landenge, wo Golf von Mexiko im Norden und der Pazifik im Süden nur gute 200 Kilometer auseinander liegen.
Ein ständig wehender, starker Wind aus Norden bringt ein wenig Frische an die überhitzte Südküste, manchmal wohl im Übermaß, denn die Straße ist gesäumt von Warnschildern, die speziell LKW auf die Gefahr des Umstürzens hinweisen.

Die Besonderheit des permanenten Windes hat man sich zu Nutzen gemacht und speziell im Gebiet zwischen Heroica Ciudad und La Venta riesige Windparks installiert, tausende Windräder recken sich hier über viele Hektar Land in den Himmel.
Östlich von La Venta endet dieser permanente Wind und die Landschaft wird wieder zur Landschaft, grünes Land mit üppiger Vegetation, – hier dominieren Mangoplantagen das Bild.

Bei San PedroTapanatepec verlasse ich die Küstenregion in Richtung Tuxtla Gutierrez, Kurve um Kurve schraube ich mich die Ausläufer der Sierra Madre de Chiapas hinauf bis auf etwa 700 Meter, die Temperatur fällt auf angenehme 26 Grad.

Dort steuere ich Rosenda Salazar an, es gibt wohl einen kleinen See mit einem hübschen Strandbad, mit Palapas, überdachten Sitzgarnituren, Feuerstellen und einem Restaurant, – ein idealer Übernachtungsplatz. ( N16° 28′ 00.0“ W 094° 00′ 00.3“)
Nun ja, den See gibt es noch, das Strandbad ist leider dem Verfall preisgegeben, das Restaurant geschlossen, – schade um die einst wirklich schöne Anlage.

Als Übernachtungsplatz ist es nach wie vor top, – herrlich abgelegen und ruhig, ohne jeglichen Autoverkehr, – weitläufig, – schattig unter hohen Bäumen, – der See immer für ein Bad gut.

Tagesetappe: 207 km Gesamtstrecke: 49.494 km

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