08.01.2023 – von Rosenda Salazar nach Chiapa de Corzo

Und auch hier wieder eine traumhafte Ruhe und auch die Nachttemperatur ist recht angenehm, eigentlich ein Platz zum längeren Bleiben, – aber so ganz alleine, – das muß nun auch nicht sein.

Heute ist Sonntag, so trödel ich ein wenig rum, drehe noch eine Runde am See entlang und mache mich dann gegen 11 Uhr auf den Weg.

Auch heute wird die MEX 190 wieder „meine“ Straße sein, Cintalapa, Ocozocoautla und Tuxtla Gutierrez sind die markanten Orte.
Die ersten paar Kilometer geht es wieder kurvenreich durch die Berge, dann jedoch wird die Straße nahezu schnurgerade und bleibt ewig lang so, – ein richtiger Sonntagsausflug also, – es sind kaum Autos unterwegs, – ich trödel richtig gemächlich entlang, – so habe ich auch mal Zeit, mir die Gegend genauer anzuschauen.

Ranchos haben sich rechts und links der Straße angesiedelt, meist klein und ärmlich, nur gelegentlich ist mal ein Großbetrieb dazwischen, in der Regel eine Cooperative, – in der Flur weiden die Rinder zwischen Gestrüpp und dürrem Hartgras, – so richtig wohlgenährt sehen sie alle nicht aus.
Trotzdem scheint dies der Lebensunterhalt einer ganzen Region zu sein, denn in den Dörfern und Städtchen stehen überall Trucks mit speziellen Aufliegern für den Transport der Tiere und auch sonst dreht sich irgendwie Alles um „das liebe Vieh“.

Am Nachmittag nähere ich mich der Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas, Tuxtla Gutierrez, die Durchfahrt dauert wegen verschiedener Baustellen und gesperrter Straßen wieder mal eine Stunde.
Dann führt eine Brücke über den Rio Grijalva, den Rio Grande de Chiapa, – nach Chiapa de Corzo, – hier ist mein Tagesziel, – der Bootsanleger Cahuare, von dem aus ich mich morgen mit einem kleinen Boot den Fluß hinab in den Canyon del Sumidero hineinfahren lassen werde.
Hier kann man über Nacht stehen, der Nachtwächter sichert uns, – neben mir steht noch eine junge Familie aus Frankreich mit ihrem Camper, für jeweils 50 Pesos eine ruhige Nacht zu. ( N 16° 44′ 24.9“ W 093° 01′ 52.4“ )

Nebenan, direkt am Flußufer sind gleich drei Restaurants, in einem laße ich mich auf eine leckere Grillplatte nieder, – später am Abend ist dort wohl irgendeine Feierlichkeit angesagt, – die typisch mexikanische Livemusik mit ihren Gesängen erschallt bis in die späte Nacht hinein und rumgeballert wird zwischendurch auch ganz ordentlich.
Die Temperatur, jetzt am späten Abend, liegt immer noch bei 26 Grad, ein wirklich angenehmer Sommerabend, – die Feierlaune der Einheimischen kann ich gut nachvollziehen.

Tagesetappe: 149 km Gesamtstrecke: 49.643 km

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