10.01.2023 – Von San Cristobal de las Casas zum Lagos Tziscao

Die Nacht ist wieder unglaublich still, – ich bin wieder mal alleine auf weiter Flur, – die Besucher, das Personal, die Betreiber der Restaurants und die Händler verlassen mit Einbruch der Dunkelheit das Gelände, und erst am Morgen gegen 9 Uhr treffen sie alle nach und nach wieder ein.

Ich mache mich gegen 10.30 Uhr auf den Weg, – ihr wißt schon, – die MEX 190 wieder, – über Teopisca nach Comitan, wo ich meine Vorräte für die nächsten Tage auffülle, – und dann bei La Trinitaria verlasse ich nach 5 Tagen die MEX 190 und biege auf die MEX 307, die nun kilometerweit direkt an der guatemaltekischen Grenze entlangführt.


Die Nacht war frisch und auch jetzt sind es gerade mal 17 Grad, der Himmel ist ein wenig bedeckt und auch auf meinem weiteren Weg sind heute nicht mehr als 21 Grad drin, – die Berge halt.
Als ich am Abend meinen Übernachtungsplatz am Lagos Tziscao erreiche sind es gerade wieder mal nur noch 16 Grad und es beginnt zu regnen.

Die gesamte Tagesetappe führt immer wieder durch mehr oder weniger dichten Nadelwald, hier meist Pinienwälder, vereinzelt sind aber auch Fichtenbestände zu sehen, – das zusammen mit der hügeligen Landschaft und den Feldern dazwischen erinnert mich stark an heimische Mittelgebirgslandschaften wie Rhön oder Spessart.
So dreht sich hier in den Dörfern fast alles um Holz und all dem Drumherum, – kleine Sägereien produzieren aus dem Stammholz Bretter und Balken, – die Reste werden zu Brennholz verarbeitet, – Köhler produzieren Holzkohle, die in Säcken am Straßenrand angeboten wird, – weiterverarbeitendes Gewerbe produziert Kisten und Kleinmöbel, – alles, was aus Holz ist, wird am Straßenrand angeboten, vom Kinderspielzeug über die Hundehütte bis hin zum exklusiven Wohnzimmermöbel.

Gegen Abend erreiche ich den Nationalpark Lagunas de Montebello, eine Landschaft aus annähernd 60 kleinen Seen, eingebettet in schmale Täler und umstanden von Pinienwäldern, ein Gebiet für Wanderer und Entdecker, aber auch eine Möglichkeit zu übernachten.
So laße ich mich an einem der größeren Seen, dem Lagos Tziscao, beim Hotel Villa Tziscao nieder, zwischen Hotel und Seeufer liegt der kleine, naturbelassene Campingplatz. ( N 16° 04′ 57.9“ W 091° 40′ 25.3“ ).

Offensichtlich sind wir hier nur wenige Meter von der Grenze zu Guatemala entfernt, denn meine mexikanische SIM-Karte hat sich bereits verabschiedet, ich bin offensichtlich auf einem Funkmasten in Guatemala eingeloggt, muß morgen früh mal im Hotel nach dem WLAN-Code fragen.

Tagesetappe: 140 km Gesamtstrecke: 49.840 km

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