16.01.2023 – Vom Lagos de Colon (Mexiko) nach Huehuetenango (Guatemala)

Das Gelände hier ist wirklich allerbest, eine schöne Anlage, gepflegt und sauber …..
…..wie der Fluß nebenan, so glasklares Wasser in einem Fluß habe ich selten gesehen, das lädt direkt auf ein Bad ein, – warm genug wäre es ja, – ich will aber weiter, – heute endlich mal die Grenze schaffen.

Gegen 10.30 Uhr fahre ich los, durchquere wieder die beiden Flüße und den dichten Wald, etwa 12 km hinüber auf die MEX 190.
In dieser Ecke hier wird intensiv Mais angebaut, – die Erde ist dunkel, sieht fruchtbar aus, – die Felder sind herrlich grün, – überall sind Bewässerungskanäle und -gräben angelegt, sicher wird das Wasser vom Fluß hergeleitet, sonst wäre das hier nicht möglich.
Allerdings sind in jedem Feld unzählige Landarbeiter mit Unkrautspritzen unterwegs und versprühen Chemikalien auf die Böden, – an den Feldrändern wird voller Stolz auf Tafeln für die Produkte von BAYER und Co. geworben.

Kleine Episode am Rande, die mich sprachlos zurückläßt:
Ich beobachte drei Landarbeiter, die mit ihren Mopeds am Feldrand ankommen, – ohne Helm, aber mit C-Maske vor Mund und Nase, – als sie dann im Feld arbeiten und ihre Chemiewolken verspritzen, haben sie die Masken vorher abgenommen !?

Die MEX 190 führt relativ gerade und in gutem Zustand nach Süden.
Die mexikanische Grenzabfertigung befindet sich in Ciudad Cuauhtèmoc, etwa 5 km vor der Grenze.
Mit Parkplätzen sieht es schlecht aus, los ist gar nichts, entsprechend schnell und problemlos ist die Abfertigung, ich bin in 20 Minuten durch, – davon habe ich 10 gewartet, weil der zuständige Beamte gerade nicht da war.

Die Straße nach Frontera La Mesilla geht dann ständig bergauf, – dort angekommen herrscht irgendwie Chaos, ein Heer von Händlern mit ihren Verkaufsständen hat sich dort breit gemacht, schon hunderte Meter vor der Grenze, überall wimmelt und wuselt es geschäftig, ich muß nur aufpassen, daß mir niemand vor die Räder läuft.


Die Abfertigung bei den guatemaltekischen Behörden läuft genauso unproblematisch, in einer Stunde ist alles erledigt, das Personal ist freundlich und hilfsbereit.


Ich tausche auf der Straße ein wenig Geld fürs erste, – Quetzales heißt die hiesige Währung.

Am ersten Schalter zahle ich einen kleinen Obulus, dafür werden dem HerrMAN die Füße gewaschen, irgendein Desinfektionszeug wird an die Reifen gesprüht,
dann beim zweiten Schalter kriege ich das Visum für 90 Tage eingestempelt.
Am dritten Schalter dauert es am längsten, die Dame vom Zoll hat aber auch richtig zu tun, sie macht das TIP für die vorübergehende Fahrzeugeinfuhr, besichtigt kurz den HerrMAN, vergleicht die Fahrgestellnummer und bringt am Ende einen Aufkleber an der Innenseite der Windschutzscheibe an.
An Schalter 4 muß ich eine Gebühr von 160 Quetzales (ca. 20 Euro) entrichten.
Das wars dann schon, – der Schlagbaum öffnet sich, – ich bin in Guatemala.


Frontera La Mesilla ist weiter mit Verkaufsbuden auf beiden Seiten der Straße durchzogen, es geht weiterhin immer bergauf, Guatemalas Berge wollen erklommen werden, bis heute abend werde ich wieder auf knapp 1.900 Meter Höhe sein.

Die Straße hier ist die Verlängerung der mexikanischen MEX 190, – des panamerikanischen Highways, hier in Guatemala ist das jetzt die CA 1.
Nur ist sie hier, im Gegensatz zu drüben, eine einzige Katastrophe, – Schlagloch reiht sich an Schlagloch, und da, wo mal gerade kein Schlagloch ist, hat man bestimmt einen Tope hingesetzt.
Topes gibt es hier wesentlich weniger, als in Mexiko, dafür sind sie gefährlicher, weil sie in der Regel nicht angekündigt werden und auch nicht farblich markiert sind, sind sie oft kaum zu erkennen, zweimal bin ich heute über so ein Ding „geflogen“.

Die Landschaft durch die Berge ist beeindruckend, die Straße schlängelt sich durch Täler und Schluchten, die Berge steigen seitlich meist steil auf, leider sind die Möglichkeiten zu schauen, für mich sehr begrenzt, die Straße fordert meine volle Konzentration.

Ich komme heute noch bis Huehuetenango, – die Übernachtungsmöglichkeiten sind hier sehr begrenzt, am ehesten gefällt mir der Eintrag eines Campgroundes der Familia Mauricio, etwas außerhalb an einem kleinen Fluß.
Leider ist die Einfahrt für den HerrMAN zu eng, sie ist so mit Bäumen zugewachsen, daß wirklich nur ein PKW durchpaßt, – Frau Mauricio bietet mir an, mich gegenüber des Platzes auf einer geraden Stellfläche, die wohl zum Haus der Familie gehört, hinzustellen, das ist für mich und eine Nacht vollkommen ok. ( N 15° 20′ 08.0“ W 091° 29′ 43.1“ )

Tagesetappe: 123 km Gesamtstrecke: 50.621 km

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