09.01.2023 – Bootsfahrt durch den Canyon del Sumidero und Weiterfahrt von Chiapa de Corzo nach San Cristobal de las Casas

Die Bootstouren starten ab 8 Uhr, entsprechend ist schon ab 7 Uhr Betrieb auf dem Hof, Mopeds und Autos kommen und bald auch die ersten Taxen und Kleinbusse, die Gäste bringen.

Die Boote fahren los, so bald sie mit 12 bis 15 Fahrgästen besetzt sind, feste Zeiten gibt es nicht, Wartezeiten auch nicht.
Ich mache mich gegen 10 Uhr los, – ein Ticket kostet 232 Pesos, also rund 12 Euro, die Fahrt führt bis ins mehr als 20 Kilometer entfernte Chicoasén, wo eine Staumauer zur Umkehr zwingt.

Die Fahrt ist beeindruckend, – schon nach wenigen Minuten verschlingt uns die Einsamkeit der Schlucht, – der Fluß schlängelt sich gemächlich durch den Canyon, – die Felsen auf beiden Seiten werden immer mächtiger, bis sie sich zur Mitte der Strecke etwa 1.200 Meter senkrecht auf beiden Seiten gegen den Himmel recken, – sieht gigantisch aus.
Vor den steil aufsteigenden Felsen, an der Flußkante, klammert sich der tropische Regenwald an jeden verfügbaren Platz, kleine Sandbänke ducken sich vor den Büschen und Bäumen, auf ihnen aalen sich mächtig große Krokodile in der Sonne.
Kormorane sitzen auf den Bäumen und halten nach Beute Ausschau, Silber- und Graureiher stehen im Wasser oder am Ufer, Pelikane lassen sich in der Strömung treiben, – oberhalb der Felsen drehen immer wieder irgendwelche nicht sehr großen, schwarzen Geier in großer Stückzahl ihre Runden, gelegentlich lassen sie sich in Ufernähe auf Felsbrocken nieder.
Und direkt am Ufer in einem der mächtigen Bäume entdecken wir eine Affenmutter mit ihrem Baby.

Natürlich ist auch hier das weltweite Plastikproblem nicht zu übersehen, – immer wieder treiben Flaschen in der Strömung und an Wirbeln oder in Kurven wird unglaublich viel davon angeschwemmt, es bilden sich ganze Teppiche aus diesem Zeug, – eine Plage der Menschheit !

Bei Chicoasén verhindert eine Staumauer die Weiterfahrt, hier wird Strom erzeugt und vermutlich auch der Wasserstand reguliert.
Wir drehen um und fahren zurück.
Nach 2,5 Stunden erreichen wir wieder den Anleger, – eine wirklich erlebnisreiche Tour.

Nach meiner Mittagspause fahre ich noch ein Stück weiter, nicht viel, aber hier kann ich nicht noch eine Nacht stehen bleiben.
Nächstes Ziel ist dann San Cristobal de las Casas.

Hier nehme ich heute bewußt die mautpflichtige MEX 190 D, die über fast 50 Kilometer ziemlich gerade in die Berge der Meseta Central de Chiapas führt, während sich die MEX 190 wieder in hunderten von Kurven steil nach oben schlängelt, – an Maut zahle ich knapp 4 Euro.
In gut einer Stunde bewege ich mich von etwa 400 auf 2.300 Meter ü. NN, die Temperatur fällt von 32 auf 22 Grad und aus den schwarzen Wolken, die gestern nachmittag schon über den Bergen zu sehen waren, fallen tatsächlich für ein paar Minuten ein paar Regentropfen, – die ersten, seit ich vor sechs Wochen angekommen bin.

Auf dem örtlichen Campground in San Cristobal waren wir vor 3 Jahren, die Zu- und Abfahrt war dermaßen schwierig und eng, das tue ich mir heute nicht an.
Ich suche im iO und finde außerhalb der Stadt eine Empfehlung, die ich ansteuere, – einige Kilometer östlich, – sowieso meine Richtung.
Als ich ankomme, erkenne ich den Parkplatz der Grutas de Rancho Nuevo, einer Tropfsteinhöhle, die war auch damals schon besichtigt haben. ( N 16° 40′ 13.8“ W 092° 35′ 04.3“ )
Ein großzügiges Naherholungsgebiet in einem lichten Kiefernwald, mit Palapas, Feuerstellen und Campmöglichkeiten, – und die Restaurants sind auch noch geöffnet.

Tagesetappe: 57 km Gesamtstrecke: 49.700 km

08.01.2023 – von Rosenda Salazar nach Chiapa de Corzo

Und auch hier wieder eine traumhafte Ruhe und auch die Nachttemperatur ist recht angenehm, eigentlich ein Platz zum längeren Bleiben, – aber so ganz alleine, – das muß nun auch nicht sein.

Heute ist Sonntag, so trödel ich ein wenig rum, drehe noch eine Runde am See entlang und mache mich dann gegen 11 Uhr auf den Weg.

Auch heute wird die MEX 190 wieder „meine“ Straße sein, Cintalapa, Ocozocoautla und Tuxtla Gutierrez sind die markanten Orte.
Die ersten paar Kilometer geht es wieder kurvenreich durch die Berge, dann jedoch wird die Straße nahezu schnurgerade und bleibt ewig lang so, – ein richtiger Sonntagsausflug also, – es sind kaum Autos unterwegs, – ich trödel richtig gemächlich entlang, – so habe ich auch mal Zeit, mir die Gegend genauer anzuschauen.

Ranchos haben sich rechts und links der Straße angesiedelt, meist klein und ärmlich, nur gelegentlich ist mal ein Großbetrieb dazwischen, in der Regel eine Cooperative, – in der Flur weiden die Rinder zwischen Gestrüpp und dürrem Hartgras, – so richtig wohlgenährt sehen sie alle nicht aus.
Trotzdem scheint dies der Lebensunterhalt einer ganzen Region zu sein, denn in den Dörfern und Städtchen stehen überall Trucks mit speziellen Aufliegern für den Transport der Tiere und auch sonst dreht sich irgendwie Alles um „das liebe Vieh“.

Am Nachmittag nähere ich mich der Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas, Tuxtla Gutierrez, die Durchfahrt dauert wegen verschiedener Baustellen und gesperrter Straßen wieder mal eine Stunde.
Dann führt eine Brücke über den Rio Grijalva, den Rio Grande de Chiapa, – nach Chiapa de Corzo, – hier ist mein Tagesziel, – der Bootsanleger Cahuare, von dem aus ich mich morgen mit einem kleinen Boot den Fluß hinab in den Canyon del Sumidero hineinfahren lassen werde.
Hier kann man über Nacht stehen, der Nachtwächter sichert uns, – neben mir steht noch eine junge Familie aus Frankreich mit ihrem Camper, für jeweils 50 Pesos eine ruhige Nacht zu. ( N 16° 44′ 24.9“ W 093° 01′ 52.4“ )

Nebenan, direkt am Flußufer sind gleich drei Restaurants, in einem laße ich mich auf eine leckere Grillplatte nieder, – später am Abend ist dort wohl irgendeine Feierlichkeit angesagt, – die typisch mexikanische Livemusik mit ihren Gesängen erschallt bis in die späte Nacht hinein und rumgeballert wird zwischendurch auch ganz ordentlich.
Die Temperatur, jetzt am späten Abend, liegt immer noch bei 26 Grad, ein wirklich angenehmer Sommerabend, – die Feierlaune der Einheimischen kann ich gut nachvollziehen.

Tagesetappe: 149 km Gesamtstrecke: 49.643 km

07.01.2023 – vom Benito Juarez See nach Rosenda Salazar

Die Nacht am See ist unglaublich still, – und warm, – schon wieder fast zu warm.
Gegen 6.30 Uhr, – mit dem ersten Tageslicht, weckt mich das Knattern eines TukTuk, dann brummen Autos, – ein paar Fischer treffen ein um ihre Boote zum Fischfang hinaus auf den See zu fahren, – dann treffen auch schon die ersten Badegäste ein, – heute ist Samstag, – Arbeitstag für die Einen, – Freizeitvergnügen für die Anderen.

Ich starte gegen 10 Uhr, – am See zeigt das Thermometer schon 30 Grad, wenige Kilometer weiter dann 32 und bei 34 pendelt es sich dann für den Rest des Tages ein.

Die Fahrt durch das kleine Städtchen ist, wie schon gestern bei der Anfahrt, ein schweißtreibender „Spießrutenlauf“ für den HerrMAN und mich, – Kabel und dicke Äste von Bäumen hängen so tief auf die Straße, daß ich mehrmals rückwärts fahren oder umdrehen und einen anderen Weg nehmen muß, – einmal keile ich mich so fest, daß nur noch der Weg rückwärts, verkehrt herum durch einen Kreisverkehr aus der Misere hilft.

Dann bin ich zurück auf der MEX 190, sie wird auch heute bis zum Abend „meine“ Straße sein.
Santo Domingo Tehuantepec, Heroica Ciudad, Union Hidalgo, La Venta und San Pedro Tapanatepec sind die Hauptorte, die ich passiere.

Den eigentlich geplanten Abstecher hinaus an die Pazifikküste hinter Salina Cruz verkneife ich mir, 50 Kilometer hin und wieder zurück, nur um den Pazifik anzuschauen, – den kriege ich später eh noch zu sehen, – und zu heiß ist es mir hier auch, – ich sehe zu, daß ich wieder in die Berge komme.

Mein Weg durch die genannten Städte führt mich heute über den „Istmo de Tehuantepec“.
Der Istmo, – wir haben ihn 2020 oben an der Nordküste bereits einmal überquert, ist die „Wespentaille“ Mexikos, eine Landenge, wo Golf von Mexiko im Norden und der Pazifik im Süden nur gute 200 Kilometer auseinander liegen.
Ein ständig wehender, starker Wind aus Norden bringt ein wenig Frische an die überhitzte Südküste, manchmal wohl im Übermaß, denn die Straße ist gesäumt von Warnschildern, die speziell LKW auf die Gefahr des Umstürzens hinweisen.

Die Besonderheit des permanenten Windes hat man sich zu Nutzen gemacht und speziell im Gebiet zwischen Heroica Ciudad und La Venta riesige Windparks installiert, tausende Windräder recken sich hier über viele Hektar Land in den Himmel.
Östlich von La Venta endet dieser permanente Wind und die Landschaft wird wieder zur Landschaft, grünes Land mit üppiger Vegetation, – hier dominieren Mangoplantagen das Bild.

Bei San PedroTapanatepec verlasse ich die Küstenregion in Richtung Tuxtla Gutierrez, Kurve um Kurve schraube ich mich die Ausläufer der Sierra Madre de Chiapas hinauf bis auf etwa 700 Meter, die Temperatur fällt auf angenehme 26 Grad.

Dort steuere ich Rosenda Salazar an, es gibt wohl einen kleinen See mit einem hübschen Strandbad, mit Palapas, überdachten Sitzgarnituren, Feuerstellen und einem Restaurant, – ein idealer Übernachtungsplatz. ( N16° 28′ 00.0“ W 094° 00′ 00.3“)
Nun ja, den See gibt es noch, das Strandbad ist leider dem Verfall preisgegeben, das Restaurant geschlossen, – schade um die einst wirklich schöne Anlage.

Als Übernachtungsplatz ist es nach wie vor top, – herrlich abgelegen und ruhig, ohne jeglichen Autoverkehr, – weitläufig, – schattig unter hohen Bäumen, – der See immer für ein Bad gut.

Tagesetappe: 207 km Gesamtstrecke: 49.494 km

06.01.2023 – von Santa Maria del Tule / Oaxaca zum Benito Juarez See

Gegen 10 Uhr starte ich meine Verabschiedungsrunde über den Platz, bis ich mit Allen ein paar Worte gewechselt habe ist gleich eine Stunde um, dann geht’s aber wirklich los.

Die Strecke ist relativ einfach, – immer der MEX 190 nach, – Richtung Santo Domingo Tehuantepec.
Auf den Karten gibt es zum Teil schon die parallel verlaufende, neue MEX 190 D, durch das Tal des Rio Tehuantepec, die im Gegensatz zur ziemlich kurvigen MEX 190, ziemlich schnurgeradeaus verläuft und schnelles Vorwärtskommen verspricht.
In der Realität gibt es diese Straße allerdings noch nicht, lediglich kleinere Teilstücke sind bereits fertiggestellt.

Also schlängele ich mich heute über den „Los Camiones de Mezcal“, die Mezcalstraße, – einem Teilstück der ursprünglichen „Panamericana“.
Mit dem Mezcal in Mexiko ist es wie mit dem Champagner in Frankreich, also Mezcal ist nichts anderes wie Tequila, nur darf sich eben nur der „Sekt“ aus der Champagne Champagner nennen und nur der Mezcal aus der Region um die Stadt Tequila darf sich Tequila nennen.
So bewege ich mich heute mehr als 200 Kilometer durch eine hochprozentige Region, – und, – in der Tat ist die Straße in weiten Teilen gesäumt von Feldern mit der blauen Maguey-Agave, dem Rohstoff des Brandes und unzähligen kleinen und großen Brennereien, die um die Gunst der durchfahrenden Kundschaft buhlen, dazu gibt es unzählige Kleinbetriebe, die Brennholz heranschaffen und an die Brennereien liefern.

Hunderte Kurven, mindestens genau so viele Topes, die in den wenigen Orten und Städtchen auf der Strecke, den Rasern erfolgreich den Garaus machen und einige unüberholbare, schwere LKW, die sich mühselig die kurvenreiche Bergstrecke hochquälen, sorgen dafür, daß ich für die heutigen 212 Kilometer wieder fast 6 Stunden unterwegs bin.
Immer wieder geht es in den Ausläufern der Sierra de Miahuatlan bergauf und bergab, über den Bergen hängen oft Wolken, die Temperaturen dadurch absolut reisetauglich, 22 bis 25 Grad, – erst als ich mich am späten Nachmittag zum letzten mal von etwa 1400 auf nur noch 150 Meter ü. NN. hinabschlängele, ist die Nähe zum Pazifik zu spüren, die Wolken verschwinden, die Sonne brennt, im Nu ist die 30-Grad-Marke geknackt und auch die Luftfeuchtigkeit ist wesentlich höher, – schwitzen ist angesagt.
Die Vegetation wird plötzlich tropisch, der spärliche Bewuchs der Berge, – oft nur stachelige Büsche, Akazien und Kakteen, wird zu üppigem Bestand, – überall wird es grün, – Kokospalmen, Mangobäume, Bananen, allerlei Blumen und blühende Büsche säumen die Häuser, – am Straßenrand erscheinen erste Marktstände mit Obst und Gemüse, – das lasse ich mir nicht entgehen.

Gegen 16.30 Uhr nähere ich mich dem Benito-Juarez-See, hier gibt es hinter dem Örtchen „Santa Maria Jalapa del Marqués“, abseits der Straße, direkt am Ufer des Sees einen Übernachtungsplatz, hier bleibe ich ( N 16° 27′ 42.1“ W 095° 26′ 17.9“ ).

Der Abend am Seeufer ist herrlich, – ein erster, richtiger Sommerabend, warm bis spät in die Nacht, – anders als in den Bergen, wo man schon abends noch gerne was Warmes überzieht, oder ein Lagerfeuer anzündet.
Hier unter den großen Bäumen ist es totenstill, – nur hier und da gibt irgend ein Wasservogel einen Laut von sich, – die Wellen plätschern friedlich ans Ufer, – und der Vollmond taucht Alles in ein mystisches Licht.
Eigentlich bilderbuchkitschig, – aber nein, – das ist wirklich so, und es ist richtig schön !

Tagesetappe: 212 km Gesamtstrecke: 49.287 km

01. bis 05.01.2023 – Oaxaca

Das neue Jahr beginnt für mich mit ein wenig Ausruhen, – ein paar Kleinigkeiten sind noch am HerrMAN zu machen, – hat Zeit bis morgen.
Am 03. ist es endlich an der Zeit, daß ich der Stadt einen Besuch abstatte.

Die Sehenswürdigkeiten im Umfeld, wie Monte Alban, Mitla oder Hierve el Aqua haben wir uns ja bereits vor 3 Jahren angeschaut, – die historische Altstadt, UNESCO Weltkulturerbe, allerdings, ist immer einen Besuch wert.

Vorne an der Hauptstraße stoppe ich mir ein Taxi und 30 Minuten später bin ich da.
Der „Zocalo“, der zentrale Platz der Stadt ist noch weihnachtlich geschmückt, – hunderte Weihnachtssterne tauchen die Beete unter den mächtigen Bäumen in ein leuchtendes Rot und wie schon beim letzten Besuch, ist der Teufel los, – unglaublich viele Menschen tummeln sich hier und in den umliegenden Gassen, – Einheimische und Touristen aus aller Welt, – Straßenverkäufer, Musikanten und geschäftige Betreiber von Cafe´s, Bistros und Restaurants offerieren ihr Angebot, – und überall unter den Arkaden sind die Tische gut besetzt.

Die indigenen Bewohner aus der Umgebung bieten in ihren Marktständen Kunsthandwerk an, – Lederwaren, Schmuck, Web- und Töpferartikel, Messer und natürlich dürfen auch all die süßen Sachen für das leibliche Wohl nicht fehlen, – Fruchtsäfte aller Art, Kandiertes und andere Sachen, die dazu geeignet sind, schon beim Anschauen ein Kilo an Gewicht zuzulegen.

Eingefaßt ist der Platz, mit dem Pavillon in seiner Mitte und den riesigen Bäumen darauf, von dem im Kolonialstil erbauten Regierungspalast und der Kathedrale mit der schönen Barockfassade, – die Gassen ringsum sind gesäumt von diesen herrlich bunten und gut erhaltenen Gebäuden im Kolonialstil, – die Markthalle, ein Museum, aber auch viele Geschäfte und Gastronomie sind dort untergebracht, – die Gassen sind mittlerweile autofreie Fußgängerzone, was ruhiges und stressfreies Flanieren garantiert.
Immer wieder mal setze ich mich irgendwo auf eine Bank oder auch mal vor ein Café und schaue dem bunten Treiben zu, – herrlich ist das, – die vielen Straßenhändler sind absolut unaufdringlich.

Nach einem frühen Abendessen in einem der umliegenden Restaurants, die Gelegenheit ist günstig, lasse ich mich wieder mit dem Taxi zum El Rancho chauffieren, wo ich kurz vor der Dunkelheit eintreffe.
Ein wirklich gelungener Nachmittag heute.

…..und, oh Wunder, beim HerrMAN vor der Türe stehen bereits heute am Dienstag die bestellten Ölfilter, die am Donnerstag geliefert werden sollten. Na, das ist doch mal was.

Da ist ja mein Job für morgen bereits gesichert, Ölfilter wechseln.
Womit dann auch alles erledigt wäre, nach dem der HerrMAN, nach seiner langen Pause, dringend verlangt hat und meiner Weiterreise steht nun eigentlich nichts mehr im Weg.

Am Donnerstag mache ich den HerrMAN reisefertig, – Wasser tanken, – Solarplatten nochmal putzen, usw., – am Freitag früh geht’s dann endlich los, – Ziel ist Guatemala.

Tagesetappe: 0 km Gesamtstrecke: 49.075 km

25. bis 31.12.2022 – Rancho-RV in Santa Maria del Tule / Oaxaca

Nach den Weihnachtsfeiertagen beschäftigen mich weiter die fälligen Reparaturen und Verbesserungen am HerrMAN.
Zug um Zug verbaue ich die Ersatzteile aus meinem „Weihnachtspaket“, – der neue Ventilator für die Toilettenentlüftung, – auf dem Dach ist schon wieder mal eine Halterung des Kabelabweisers an einem Ast hängengeblieben und abgerissen, – im Bad gibt’s neue Holzleisten hinterm Waschbecken, – die abgebrochenen und jetzt neu gelieferten Markisengelenke werden eingebaut und an einem Fenster kommen neue Stoßdämpfer rein, bei den Alten funktionierte die Öffnungssperre nicht mehr.

Der dickste Brocken ist das neue Hubdach, das Alte hatte ich an einem Baum zerstört und nur notdürftig geflickt. Der Ausbau des Alten dauert doppelt so lange wie der Einbau des Neuen, aber es paßt, funktioniert und sieht sauber aus, – ich bin zufrieden.

Fast jeden Spätnachmittag laufe ich rüber zum „Zocalo“, dem weihnachtlich geschmückten Stadtplatz, dort sind Restaurants und kleine Geschäfte und unglaublich viele Menschen unterwegs, – das Vergnügen darf ja auch nicht zu kurz kommen.

Hier auf dem Campground stehen Fahrräder für die Gäste zur Verfügung, – prima Idee, – einen Nachmittag fahre ich nach Oaxaca rein, – ich suche immer noch nach diesem dämlichen Ölfilter, den es offensichtlich in ganz Mexiko nicht gibt, – und auch hier habe ich kein Glück, in zwei speziellen Filtergeschäften ist man wirklich bemüht, – aber leider ohne Erfolg.
Dafür finde ich auf der Rückfahrt an der Straße ein sehr nettes kleines Lokal mit kleinem „Biergarten“, – das lasse ich mir nicht entgehen, – eine wohlschmeckende Grillplatte mit scharfen Saucen, Salat und diesen Maisfladen, was zu trinken dazu, – für beschämende 6 Euro.

Mittlerweile habe ich herausgefunden, daß es hier in der Stadt wohl tatsächlich eine MAN-Werkstatt geben soll, da mache ich mich hin.
Stefan II, ein weiterer Gast hier auf dem Platz, bietet sich an, mitzukommen, er spricht recht gut spanisch, – natürlich ist die Werkstatt ganz am anderen Ende der Stadt und wir brauchen wieder geschlagene 1 ½ Stunden dorthin.
Leider haben sie den passenden Filter auch nicht, aber nach dem Wälzen von Ersatzteilbüchern und einem Telefonat treiben sie tatsächlich in Puebla einen auf, der mit der Post bis kommenden Donnerstag direkt zu unserem Campground geliefert werden soll. – Ich bin gespannt !
Auf dem Rückweg gibt’s noch einen Stop am Baumarkt und am Supermarkt füllen wir noch unsere Vorräte auf, – erst nach sage und schreibe guten sechs Stunden sind wir wieder auf dem Campground zurück, – ich liebe diese Städte. (Gibts hier eigentlich keinen Grinse-smiley ?)

Silvester verbringen wir dann alle wieder unter der Palapa mit Grillen und einem Fläschchen Wein, im Garten brennt ein Lagerfeuer, – draußen auf dem Platz erklingen mittlerweile Gitarren- und Trommelklänge, – eine kleine Band hat sich zusammengewürfelt und bietet uns allen ein nettes, kleines Konzert, – so vergeht die Zeit im Flug und nach Mitternacht stehen und sitzen wir noch eine ganze Weile am Lagerfeuer.

Euch Allen ein friedliches, gesundes und erlebnisreiches Jahr 2023.

Tagesetappe: 51 km Gesamtstrecke: 49.075 km

24.12.2022 – Weihnachten in Santa Maria del Tule / Oaxaca

Morgens um 10 ist die Welt wieder in Ordnung.
Nach ruhiger Nacht und einem ausgiebigen Frühstück mache ich mich auf Erkundungstour.
Petra und Stefan sind hier, – die beiden haben wir vor 3 Jahren hier schon kennengelernt, – sieht so aus, als hätten sie sich hier festgesetzt, – ansonsten ist der Platz recht gut gefüllt, einige Deutsche und Schweizer Traveller haben sich hier niedergelassen, zudem einige snowbirds aus Kanada und den USA, die hier offensichtlich den Winter verbringen.

Drüben am Eingang steht ein Truck-Camper, der mir irgendwie bekannt vorkommt, – ich mach mich mal hin und treffe Gianni und Fabia wieder, – sie haben wir vor über 3 Jahren in Kanada getroffen und abends zusammen gegrillt und am Lagerfeuer gesessen. Was ist die Welt so klein !

Nun ist es an der Zeit, mein Paket auszupacken (ist ja schließlich Weihnachten).
Vollgepackt mit Ersatzteilen, – das neue Heki-Hubdach hat die Reise unbeschadet überstanden, – es sieht nach Arbeit aus in den nächsten Tagen.

Am Nachmittag laufe ich ins Städtchen, der Stadtplatz ist weihnachtlich geschmückt, sogar eine Krippe ist dort aufgebaut, – am Abend erhellen zigtausende Lichter den Platz und verbreiten weihnachtliche Stimmung, – jeder Baum, jeder Strauch, die Kirche, die Pavillons am Platz, schlichtweg alles ist mit blinkenden Lichtergirlanden behängt, ein beliebtes Fotomotiv bei den einheimischen Besuchern.

Zurück auf dem Campground, treffen wir uns abends im Palapa zum gemütlichen Beisammensein, – Stefan hat zwei Spießbraten organisiert und auf den Grill gelegt, die Frauen haben die passenden Zutaten gezaubert, es gibt verschiedene Salate und Grillkartoffeln, – zu Trinken ist auch reichlich da, – so wird’s ein gemütlicher Abend, – zu erzählen gibt es sowieso immer genug.

Frohe Weihnachten Euch allen im Rest der Welt, ich wünsche mir und uns allen vor Allem friedlichere Zeiten auf dieser Welt und daß all diese Verlogenheit ein Ende haben mag.

Tagesetappe: 0 km Gesamtstrecke: 49.024 km

23.12.2022 – Von Jantetelco nach Santa Maria del Tule / Oaxaca

Die Nacht ist herrlich ruhig, die Tankstelle wird derzeit umgebaut, so ist keinerlei Verkehr zu hören.

Das wird heute ein langer Tag, ich mache mich sicherheitshalber schon gegen 9 Uhr auf die Piste.
Ca. 300 km Landstraße und nochmal etwa 70 km Autobahn am Ende liegen vor mir.
Die MEX 160 und MEX 190 sind Landstraßen, wie ich sie eigentlich gerne fahre, relativ wenig Verkehr und ganz brauchbar ausgebaut führen sie durch die Landschaft, – immer wieder mal durch Dörfer oder kleine Städtchen, – so bietet sich für mich ein Einblick in die Welt der Einwohner, – geschäftiges Treiben in den Städtchen, – einfaches Landleben in den Dörfern, – aber auch hunderte dieser verrückten Toppes, – diesen in die Straße eingearbeiteten Bremsschwellern, die ein Nichtbeachten sofort und hart bestrafen, indem man gegen die Decke geschleudert wird, oder das Auto einen Sprung hinlegt, – mich hat Anfang der Woche beim Überfahren eines dieser Dinger ein PKW überholt und tatsächlich im freien Flug auf der anderen Seite krachend aufgesetzt.

Die Strecke führt über Izucar und Heroica Cd. nach Asuncion Nochixtlan, wo dann die Autobahn beginnt, – die Landstraßen sind mautfrei, – für die 70 km Autobahn zahle ich ca. 5 Euro an Maut.

Die ersten 50 km Landstraße sind recht in Ordnung, führen noch einigermaßen geradeaus mit wenigen, langgezogenen Kurven, – dann wird’s allerdings heftig, es beginnt eine ziemlich kurvenreiche Strecke, – zudem geht es dabei immer wieder auch bergauf und bergab.

Sie führt durch Gebiete, die landwirtschaftlich genutzt werden, Mais und Zuckerrohrfelder sind zu sehen, über wenige Kilometer wird wohl Gemüse angebaut, sogar riesige Gewächshäuser sind zu sehen.
Später, tiefer in den Bergen wird es zusehends trocken, – stacheliges Gestrüpp, Akazienbäume und Kakteen prägen die ausgedörrte Landschaft.

Irgendwann, ich schätze so nach ca. 200 km, komme ich dann wieder in die Berge hoch, bis auf 2.400 Meter schraube ich uns hoch, – über den Bergen hängen bedrohliche Wolken, sieht hier irgendwie nach November aus, – die Temperatur stürzt von 25 auf nur noch 11 Grad und irgendwann dann sind die Straßen naß und entsprechend schmierig, offensichtlich ist hier vor kurzem ein Regenschauer niedergegangen.

Nach etwa 20 bis 30 km ist der Spuk vorbei, die Straßen wieder trocken und es geht wieder abwärts.
Auch die Autobahn führt stets bergab, dort geht es nun zügig voran und gegen 16.30 Uhr bin ich unten auf etwa 1.400 Meter, die Temperatur liegt bei 22 Grad, ich erreiche die Stadt Oaxaca.

Das klappt zeitmäßig gut, – denke ich und werde gleich eines Besseren belehrt, – ich muß 18 km quer durch die Stadt, – hierfür brauche ich gute 1,5 Stunden.
Die Stadt ist jämmerlich voll, in der Innenstadt geht nur noch Stop-and-go, – das Weihnachtsfieber ist ausgebrochen, überall stehen Verkaufsbuden, ein Jahrmarkt ist auf der Straße aufgebaut, hier geht fast gar nichts mehr und im Zentrum tummeln sich Tausende Menschen.

Kurz nach 18 Uhr mit dem letzten Tageslicht erreiche ich den Rancho-RV-Park, hier haben wir vor 3 Jahren schon mal ein paar angenehme Tage verbracht. ( N 17° 03′ 10“ W 096° 38′ 33“ ).

Nach Rundgang oder gar Begrüßungen steht mir der Sinn heute nicht mehr, nach 9 Stunden anstrengender Fahrt bin ich schlagskaputt und falle ziemlich früh in die Federn.

Tagesetappe: 366 km Gesamtstrecke: 49.024 km

22.12.2022 – Von Tepotzotlan nach Jantetelco

Pepes Campground ist leer, außer den Langzeitparkern ist niemand da, auch der Platzwart Raoul hat wohl Weihnachtsferien, so treffe ich niemanden an, der mir sagen kann, ob mein Paket da ist.
Der Internetstatus sagt dann nichts Gutes, – Zustellversuch am heutigen Tag, – niemand angetroffen, – Schei….benkleister ! Was nun ?

Gegen 10.30 Uhr rücke ich ab, vorher habe ich noch Edith, die Besitzerin am Telefon und diskutiere mit ihr, wie das mit dem Paket weitergehen kann.
Gestern bei meiner Ankunft steckte ein Zettel am Tor, könnte vom Paketdienst gewesen sein, Benjamin hat ihn mitgenommen, auf meinen Hinweis hin, schaut Edith nach……
…. und siehe da, genau so war es, und dort steht, daß das Paket im Ort auf dem Postamt hinterlegt wurde.
Ich mache mich hin, – und werde schon erwartet, – ein Paket aus Deutschland hat man hier auch nicht alle Tage, – ohne Probleme kriege ich es überreicht, – suuuper, das war knapp !
Hocherfreut mache ich mich auf den Weg, – zunächst noch zum Supermarkt, dann nach Süden, Oaxaca ist mein Ziel.

Die Hauptstadtregion rund um Mexiko-City ist ein Riesenmoloch und alles andere als einfach zu fahren. Die Fahrverbote für verschiedene Fahrzeuge mit bestimmten Endziffern auf dem Nummernschild, zu verschiedenen Tageszeiten oder gar für uns als ausländische Fahrzeughalter sind mir nicht geläufig und nachdem wir bei der letzten Durchfahrt vor fast 3 Jahren schon in die Fänge der Polizei geraten waren und ich mich mit einem blauen Auge aus der Affäre gemogelt hatte, versuche ich heute in einem weiten Bogen von Tepotzotlan, das 40 km nordwestlich der Hauptstadt liegt, über den östlichen Umgehungsring den Süden zu erreichen, dabei aber auch Puebla zu meiden, dort soll es nämlich mittlerweile genauso schlimm sein.

So fahre ich zunächst kilometerweit über kleine Seitenstraßen nach Osten, durch Teoloyucan und Jaltenco, bis ich irgendwann die MEX 57 D erreiche, die nach Süden bis Chimalhuacan und von dort in einem weiten Bogen über Coatepec und Chalco auf die MEX 115 und dann auf der MEX 115 D nach Atlatlahucan und weiter nach Cuautla führt.
Dort geht es dann auf die MEX 160, morgen dann weiter auf die MEX 190.

Die Hauptstadtstraßen sind nicht nur ziemlich voll, sondern auch ziemlich teuer, heute berappe ich an 6 Mautstellen ca. 32 Euro, – natürlich ist vor jeder Mautstelle ein Stau von mindestens 500 Metern, richtig vorwärts geht es sowieso nicht, dafür sind die Straßen irgendwie zu eng mit den Dörfern und Städtchen verknüpft, – nicht mit unseren Autobahnen vergleichbar, – ständig Ein- und Ausfahrten, – es kreuzt alles, was halt in den Städtchen zu Hause ist, – nicht nur Fußgänger, – auch Fahrräder, Traktoren, Schubkarren und Verkaufswagen der Straßenhändler einschließlich der dazugehörigen Hunde, – für die 175 km heute habe ich annähernd 5 Stunden gebraucht.

Vor Chimalhuacan führt die MEX 57 D durch die Laguna de Texcoco, – ein Sumpfgebiet, unweit des Flughafengeländes. Hier zeigen sich dann die Probleme einer solchen Megastadt in aller Deutlichkeit, – dort wo eigentlich ein „Naturpark“ sein soll, – es steht unglaublich viel Wasser überall, in kleinen Seen, Tümpeln, Bächen und Flüßen, liegt ein ziemlich übler Geruch in der Luft, das Wasser hat eine schwarzgrüne Farbe und ist wohl eher eine Mischung aus Brackwasser und Abwässern der Stadt, garniert mit Millionen von Plastikflaschen, die die Ufer dick säumen und mit den Wasserpflanzen um die besten Plätze kämpfen, bei manch kleinem Tümpel ist kaum noch das Wasser darunter zu erkennen. Die Silberreiher, die trotzdem hier noch zu Hause sind, verlieren sich in den Maßen von Müll. Wirklich schade !

Hinter Chalco führt die Straße westlich des Nationalparks „Iztaccihuatl-Popocatepetl“ vorbei, – Nadelwald prägt hier die hügelige Mittelgebirgslandschaft.
…und wie sollte es um diese Jahreszeit auch anders sein, dort findet allenthalben der Verkauf von Weihnachtsbäumen statt, – also auch darin stehen uns die Mexikaner in nichts nach.

Die Straße führt nun Richtung Cuautla über viele Kilometer immer bergab, aus den fast 2.300 Metern Höhe über NN der Hauptstadtregion werden bis heute abend gute 1.400 Meter.

Zwischen Cuautla und Jantetelco wird wieder einmal eine Pemexstation zu meinem Nachtquartier, hier kassiert das nahe Restaurant ca. 2,50 Euro, – vollkommen berechtigt, – der Platz ist blitzsauber, hell erleuchtet und die Stellplätze liegen wieder hinter den Gebäuden, die Geräusche der Straße sind also nur schwach zu hören ( N 18° 43′ 59.3“ W 098° 49′ 07.0“ ).

Tagesetappe: 175 km Gesamtstrecke: 48.658 km

21.12.2022 – Von Queretaro nach Tepotzotlan

Die Nacht war herrlich, der dicke Verkehr nur in der Ferne zu hören, ich habe geschlafen, wie ein Murmeltier.

Gegen 11 Uhr mache ich mich auf den Rückweg.
Wie schon auf dem Hinweg, immer der MEX 57 D nach, an Maut habe ich wieder knappe 10 Euro bezahlt.

Das ging allerdings heute nicht ohne eine kleine Meinungsverschiedenheit mit einer Angestellten an der Mautstelle „Palmillas“.
Nachdem ich dort vorgestern 92 Peso zu berappen hatte und auch die Fahrzeuge vor mir dies bezahlen mussten, wollte die Dame 186 Peso von mir, – meinen Hinweis auf „Solo“, was bedeutet, daß das Fahrzeug nicht mehr als 2 Achsen und 4 Räder hat, hat sie nicht interessiert und auch als ich ihr den Kassenzettel von vorgestern hingehalten habe, weigert sie sich gar, einen Blick darauf zu werfen.
Ok, – da hast Du Dir den Falschen rausgeschaut, – ich mache zischend die Feststellbremse rein und warte ab, – nichts passiert. Das hat offensichtlich noch nicht gereicht, – jetzt stelle ich den Motor ab, verschränke die Arme vor der Brust und frage sie, wie das jetzt weiter geht, – meinen Zuruf, ich hätte bis März Zeit, hat sie wohl nicht verstanden, – auch gut, – den 100er, den ich ihr reiche, will sie auch nicht haben.
Hinter mir beginnt das große Hupkonzert, – das macht mir noch nicht mal einen erhöhten Puls, – dann beginnen sie hinter mir rückwärts aus der Fahrspur zu fahren, die Dame beginnt jetzt zu telefonieren, fragt einen Kollegen und fühlt sich wohl bestätigt, beharrt weiter auf ihren 186 Peso, die ich nicht gewillt bin, zu zahlen.
Sie zeigt mir an, daß ich auch rückwärts raus fahren soll, – mach ich, – hinten erwartet mich ein Polizist, winkt und macht den Weg frei, er spricht ein paar Worte Englisch und fragt, was los sei, – auf meinen Einwand, daß ich für nur 2 Achsen, bzw. 4 Räder keine 186 Peso bezahlen muß, schaut er unter den Aufbau und nickt bestätigend.
Kopfschüttelnd winkt er mich über 2 Fahrspuren auf eine andere Durchfahrtspur, dort am Kassenhäuschen kriege ich schon wieder die 186 Peso angezeigt, mein „Solo“-Einwand wird hier allerdings sofort akzeptiert und fast entschuldigend wird die Anzeige auf 92 Peso geändert.
Na also, – geht doch !

Sonst ist es fast langweilig heute, die Gegend kenne ich ja schon von vorgestern, auf der Autobahn herrscht dichter Verkehr, um so näher ich Mexiko-City komme.
Eigentlich will ich noch einkaufen, es gibt aber keinen Parkplatz am oder in der Nähe vom Supermarkt, also verschiebe ich das auf morgen.

Gegen 16 Uhr treffe ich wieder bei Pepe´s RV in Tepotzotlan ein ( N 19° 43′ 25“ W 099° 13′ 16“ ) , wo ich übernachten werde und hoffe, daß in der Zwischenzeit auch mein Paket mit Ersatzteilen aus Deutschland angekommen ist.

Tagesetappe: 138 km Gesamtstrecke: 48.483 km