31.01.2024 – Von Macará (Ecuador) nach Colán (Peru)

Drüben in der Kirche wird wohl gerade ein Gottesdienst abgehalten, hört sich an, wie auf einem Popkonzert, laute, gar nicht sakrale Musik schallt aus den Boxen über den gesamten Platz, und der Prediger ist auch nicht gerade zurückhaltend mit seinen Worten, laut und emotional trägt er vor.

Nach dem Ende des Gottesdienstes leert sich der Platz recht schnell und es kehrt Ruhe ein, nur vereinzelt fahren noch Autos oder knattert ein Motorrad vorbei.

Für mich ein idealer Platz, – mitten in der Stadt, den Menschen bei ihrem täglich Tun zuzuschauen.

Ecuador, derzeit im Ausnahmezustand, Kriegsrecht ist verhängt und ab 23 Uhr gilt ein nächtliches Ausgangsverbot bis morgens um 5 Uhr.
Jetzt, wo ich ja fast durch bin, kann ich ein kurzes Fazit ziehen:
Von Ausnahmezustand und Kriegsrecht ist hier überhaupt nichts zu spüren, sowohl hier, als auch in allen anderen Orten, durch die ich gekommen bin, geht Alles seinen ganz normalen Gang, die Menschen sind relaxed und gehen ihren täglichen Dingen nach.

Und auch die Ausgangssperre, – ich dachte, wenn es dann 23 Uhr ist, ist hier Friedhofsruhe, – ja denkste, es geht nach 23 Uhr genauso weiter, wie vorher auch, erst gegen Mitternacht wird es ruhig auf und um den Platz.
Und selbst in der Nacht, wohl so gegen 1 Uhr und nochmal gegen 3 Uhr werde ich kurz wach, weil irgendwelche Menschen in ihrer bekannt lauten Art irgendwo an der Straße oder auf dem Platz unterwegs sind.
Wie ich im Land mehrfach erfahren habe, ist dies wohl ein „Krieg“ zwischen der „Drogenmafia“ und den Verantwortlichen des Staates, der sich hauptsächlich in der Hauptstadt Quito, aber noch mehr in der Hafenstadt Guayaquil abspielen soll, dort wo halt die „Transporte“ nach Europa und in die USA durchlaufen.

Sei es, wie es ist, schade nur, daß ich deswegen jetzt dieses schöne Land nur im Schnelldurchgang bereisen konnte, drei bis vier Wochen hatte ich eingeplant, 9 Tage waren es letztendlich, trotzdem bin ich froh, daß ich überhaupt durchreisen durfte, sonst wäre es echt kompliziert geworden.

Am Morgen mache ich mich gegen 9.30 Uhr auf den Weg, – Grenztag.
Der Grenzübergang liegt nur wenige Minuten südlich.
Doch zuerst besuche ich noch einmal die Tankstelle, – ich durfte ja gestern abend nur für 50 US-Dollar tanken, – und was soll ich sagen, – niemand fragt oder schränkt ein, – ich kriege anstandslos vollgetankt, – es sind mehr als 50 USD, – zahle und gut ist es.
Es ist vermutlich auch eine Frage des Personales, ob es Restriktionen gibt, oder nicht.

Nach wenigen Minuten komme ich an die Grenze, – ein großzügiges, relativ neu erbautes Abfertigungsgelände mit ausreichend Parkplätzen, –
– und ich bin ganz alleine hier, – niemand sonst ! Das habe ich jetzt auch noch nirgendwo erlebt.

Die Abfertigungen für die Ausreise aus Ecuador und die Einreise nach Peru sind alle hier in diesem Gebäude, nebeneinander, Schalter an Schalter, das ist doch mal Klasse und es geht recht gemächlich zu, alle sind sehr hilfsbereit und sagen, wie es weitergeht.
Paß mit Stempel ist in max. 10 Minuten erledigt, Peru macht ein Foto und nimmt Fingerabdrücke, – das TIP fürs Fahrzeug, sowohl für die Aus- als auch für die Einreise braucht halt ein wenig, ist Schreibkram und die Zöllner gehen dann mit ans Fahrzeuge, fertigen Fotos und checken die Fahrgestellnummer.
Aber Alles in Allem bin ich in unter einer Stunde durch ! Rekordverdächtig !

Allerdings die Leute von der Versicherungsbude stellen sich wieder mal dämlich an, – hier vor Ort dauert es fast eine halbe Stunde bis der Typ nach unglaublich vielen Fragen und mindestens drei Anrufen in seiner Zentrale verzweifelt aufgibt und mich hinüber nach Peru schickt, ich solle dort gleich im ersten Gebäude rechts anfragen, die würden das machen (??)
Gesagt, getan, die Frau hinter der Theke ist wesentlich flexibler, braucht zwar auch ein wenig, aber nach 20 Minuten ist die Police fertig, für zwei Monate zahle ich 61 US-Dollar, das ist ok.

Dann kann ich endlich los, und bin nach wenigen Minuten überrascht, was so eine imaginäre Linie, wie eine Grenze für einen Unterschied ausmacht.
Es ist sofort erkennbar, daß der Lebensstandard hier wesentlich niedriger ist, als noch in Ecuador, – die Behausungen schäbig, – die Straße schmal und kaputt, – die Autos alt und wieder viel mehr Zweiräder auf der Straße, – rechts und links der Straße kaum Menschen zu sehen, – Landwirtschaft, irgendwie Fehlanzeige, lediglich im direkten Grenzbereich, sowohl in Ecuador, als auch in Peru wird Reis angebaut, der Grenzfluß „Rio Macará“ bietet offensichtlich genug Wasser dafür, – danach sind nur noch ein paar streunende Ziegen unterwegs, die das Buschwerk in der Pampa abknabbern.

Und das Müllproblem, – hier ist es wieder, – aber mit solch einer Wucht, daß ich es kaum glauben kann, – die Straßenränder sind gesäumt mit Abfall, – streunende Hunde und Geier wühlen ihn auseinander, um die letzten verwertbaren Dinge zu finden, – an manchen Stellen stinkt es jämmerlich.
Erst mal bin ich völlig baff, – Ecuador war da so ganz anders, – und auch in den Ländern weiter nördlich, in denen es diese Müllprobleme gab, – Kolumbien, zumindest im nördlichen Teil und auch einige Länder in Mittelamerika, waren Waisenknaben gegen das, was ich hier sehe, kenne ich in diesem Ausmaß nur aus einigen afrikanischen Ländern.

Die Landschaft wird zusehends trocken, aus dem üppigen Grün der letzten Wochen wird hier ganz schnell gelb und braun, außer in den Flußtälern, wo offensichtlich bewässert und ein wenig Landwirtschaft betrieben wird, herrscht Dürre, savannenartig, irgendwie afrikanisch schaut es hier aus, der Wind weht Sandwolken über die Straße, – und gleich sieht Alles irgendwie dreckig aus.

Aus der E 35 in Ecuador ist hier die 1 N geworden, führt jedoch auch immer weiter nach Süden.
In Las Lomas soll es wohl eine Bank und Geldautomaten geben, ich fahre mal rein und finde auch die Nationalbank am Stadtplatz, kann mir endlich mal hiesiges Geld besorgen, Soles heißt die Währung hier und für 1 USD kriege ich etwa 3,7 davon.
Im Laden nebenan besorge ich mir dann eine hiesige SIM-Karte, dazu braucht es jedoch drei verschiedene Läden, – also beim ersten kriege ich die Karte, aber kein Volumen drauf, – beim Zweiten hat man nur Volumen zum telefonieren und endlich beim Dritten kriege ich dann Guthaben für Internet draufgeladen, – wieviel konnte man mir nicht sagen, 10 Soles mußte ich zahlen, bin gespannt, wie lange das hält.

Igendwann auf dem Weg Richtung Sullana wird die Gegend dann doch noch fruchtbar, Mangoplantagen bis zum Horizont und später dann Limetten, unglaublich Viele, in einem kleinen Städtchen beschäftigen sich wohl alle damit, alle Pickups und Geschäfte in der Stadt handeln irgendwie mit Limetten, tausende volle Säcke werden hier angekarrt und gehandelt.

Hinter Sullana verlasse ich die N 1 für einen Abstecher an den Pazifik.
Das Grün in der Landschaft ist nur von kurzer Dauer, schnell wird die Landschaft wieder wüstenhaft trocken und bei der Anfahrt zum Meer könnte dies auch irgendwo im Senegal sein, weite Sandflächen, kleine, aufgetürmte Dünen.

Ich habe mir „Camping und Rooms Conzulado 96“ ausgesucht, direkt am Meer, leider ohne Strand, hier klatscht das Meer heftig gegen die Klippen, – aber sonst sehr nett, sauber und mit einem kleinen Swimmingpool. ( S 05° 00′ 13“ W 081° 04′ 04“ )
Allerdings komme ich mal wieder nicht rein, die Einfahrt ist 40 Zentimeter zu niedrig.
Als obere Begrenzung dient eine Holzstange mit einer Lampe, Julia, die Verwalterin ruft Carlos, den Besitzer an, der kommt, und zusammen bauen wir erst mal das Einfahrtstor auf HerrMAN-taugliche Maße um, – dann kann ich rein, stehe direkt neben dem Pool, – bin mal wieder alleine.

Für den Abend hat Carlos Freunde zu einem Barbeque eingeladen und lädt mich ebenfalls dazu ein, es wird ein angenehmer Abend mit tollem Krustenbraten, Bier und Wein, netten Gesprächen, auch wenn sie sich nicht immer ganz einfach gestalten, klappt das mit dem sprechenden Sprachübersetzungsprogramm aus dem Smartphone richtig gut. Hier werde ich mal ein paar Tage bleiben.

Tagesetappe:  216 km    Gesamtstrecke:  60.714 km


  

30.01.2024 – Von Loja nach Macará

Der Platz am See ist Klasse, hätte es eigentlich verdient, mehrere Tage genutzt zu werden, – aber nichts, – ich muß weiter, übermorgen muß ich Ecuador verlassen.
Am Abend kriege ich sogar noch eine Kleinigkeit zu essen drüben am Kiosk, heute mal so eine Art Currywurst mit Pommes, – was es nicht alles gibt ?!
Ab 20 Uhr bin ich dann ganz alleine, super ruhig wieder mal.

Und auch am Morgen ist vor 9 Uhr niemand zu hören und zu sehen, erst um kurz nach 10 Uhr, als ich losfahre, trudeln die ersten Angestellten ein und auch erste Gäste kommen.

Ich bleibe weiter auf der E 35, immer nach Süden, heute wohl die letzten 190 Kilometer bis zur Grenze nach Peru.
Catamayo, Velacruz und Catacocha liegen entlang der Strecke, bevor ich am frühen Abend in der Grenzstadt Macará eintreffe. Zwischen Catacocha und Macará, – das ist etwa die Hälfte der Strecke gibt es so gut wie gar nichts mehr, nur vereinzelt sind Fincas und ein paar ärmliche Bauernhäuser im Wald zu sehen.
Schon zu Beginn, direkt hinter Loja geht es wieder hoch in die Berge hinauf, hier oben gibt es außer Gestrüpp und halbhohen Bäumen nichts mehr, ein wenig Landwirtschaft ist unten in den Tälern möglich, dort sind die Flüße und ein wenig, über die Jahrtausende abgeschwemmtes, fruchtbares Land. Hauptsächlich Zuckerrohr wird dort angebaut, weiter oben in den Bergen trotzen die Bauern dem hügeligen Wald die letzten, steilen Küppel ab, roden sie und versuchen dort noch Landwirtschaft zu betreiben, in der Regel wird dort, wo man kaum stehen kann, Mais gepflanzt, – Anpflanzen, Großziehen und Ernten, alles in reiner Handarbeit, – jede einzelne Pflanze.

In Catamayo finde ich eine passende Reifenwerkstatt, – der HerrMAN muß dringend mal die Schuhe gewechselt kriegen, – die Jungs sitzen gerade gelangweilt vor ihrem Laden rum, da komme ich wenigstens gleich dran.
Zunächst schauen sie skeptisch, – eine dreiteilige Felge kennen sie nicht, als ich ihnen sage, daß ich mich damit gut auskenne und ihnen assistiere, sagen sie zu.
Auf der Hinterachse werden nur die gesamten Räder von links nach rechts und umgekehrt getauscht, das geht recht einfach.
Vorne links hat sich der Reifen wieder mal einen heftigen Sägezahn eingefahren, zudem außen einseitig abgefahren, der muß auf der Felge gedreht werden, – kriegen wir zusammen hin, nach 1,5 Stunden ist alles erledigt und ich kann weiter.

Irgendwann komme ich dann auf 3.600 Meter Höhe an und eine Nebelwand kriecht über die Bergkuppe, – plötzlich ist alles schneeweiß vor den Augen, – Sichtweite keine 10 Meter, – na klasse, – ich schleiche weiter, – nach wenigen Metern bessert sich die Lage und ich kann wenigstens 50, manchmal auch 100 Meter weit sehen, – tückischerweise kommt aber immer wieder mal für einige Meter so eine weiße Wand. Über mehr als 5 Kilometer geht das so, dann bin ich wieder etwas „abgestiegen“ und alles ist gut.

Die Straße ist heute wieder mautfrei, – ihr wißt schon, was das heißt: Neben einigen guten Stücken, gibt es eine Unzahl an Kilometern mit Schlaglöchern und Bodenwellen, seitliche Ausbrüche und Erdrutsche von den steilen Hängen engen die Fahrbahn immer wieder ein, beide Fahrtrichtungen müssen sich eine schmale Fahrspur irgendwie teilen, – zudem ist sie heute wahnsinnig kurvig, geht stets bergauf und bergab und ist zusehends schmaler geworden.

Am späten Nachmittag komme ich in Macará an, von 3.600 Metern bin ich wieder auf etwa 450 Meter abgestiegen, – Macará wird als die heißeste Stadt Ecuadors beschrieben, – und das nicht etwa, weil es dort so heiß hergeht, – nein, – wirklich nur wegen der Temperatur, 40 Grad sollen normal sein. Das muß jetzt nicht unbedingt sein, die letzten 8 Tage, dort oben in den Bergen waren mit 17 bis 22 Grad sehr angenehm. Aber irgendwie habe ich wohl Glück, – oben in den Bergen, nachdem ich die Nebelschwaden hinter mir gelassen habe, beginnt es zu regnen, – die Temperatur fällt bis auf 17 Grad und auch hier unten in der Stadt sind es nur 27, – gegen 20 Uhr am Abend beginnt es allerdings auch hier in der Stadt zu regnen und dann drückt die Luftfeuchtigkeit, – echte Temperatur 27 Grad, gefühlte mindestens 35.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fahre ich noch die einzige Tankstelle im Ort an, meinen Tank nochmal randvoll machen, – den Reservetank habe ich gestern schon bis zum Überlaufen gefüllt.
Doch auch hier, – es wird zwar kein Paß verlangt und auch kein Kennzeichen notiert, es gibt allerdings nur maximal Sprit für 50 US-Dollar.
Ich komme dann morgen früh nochmal, verkünde ich der Tankwartin, das ist für sie in Ordnung, und mit nochmal 50 USD ist der dann auch voll. Komische Regelung trotzdem.

Ein vernünftiger Nachtplatz ist hier im Ort wieder mal Mangelware, – nach mehreren Runden entscheide ich mich für einen angenehmen Straßenparkplatz neben dem kleinen Stadtpark und der Kirche, – gerade, – hell beleuchtet, – und der Verkehr hält sich auch in Grenzen. ( S 04° 22′ 45“ W 079° 56′ 31“ )

Tagesetappe:  194 km    Gesamtstrecke:  60.498 km



29.01.2024 – Von Cuenca nach Loja

Cuenca ist die viertgrößte Stadt in Ecuador, sie gefällt mir recht gut, ist irgendwie großzügig angelegt, der Rio Tomebambo und der Rio Yanuncay durchziehen das Städtchen, an ihren Ufern hat man reichlich Grünanlagen und schmucke Blumenbeete angelegt, – mehrere Parks bieten jede Menge Freizeitmöglichkeiten für die Bewohner, – und sie werden reichlich genutzt, – einfach nur im Schatten der Bäume spazieren gehen, – joggen, – den Hund Gassi führen, – Morgengymnastik und Vieles mehr gehören hier einfach dazu.

Spielplätze für die Kleinen, – Bolzplätze für die Größeren, – Parkbänke zum Ausruhen, – Radwege quer durch die Stadt, – ganz erstaunlich, was sich hier tut.

So ist am Abend noch bis gegen 23 Uhr Betrieb im Park nebenan und heute früh gegen 7 Uhr werde ich durch die Animateurin geweckt, die lautstark ihre Sporttruppe drüben zur morgendlichen Bewegung antreibt.

So mache ich mich gegen 9.30 Uhr auf den heutigen Weg, weiter nach Süden.
Wieder die E 35, Cumbe, Ona, Saraguro und dann Loja.
Die Strecke ist mautfrei, – heißt …., in relativ schlechtem Zustand, – auch heute wieder kilometerweit Betonstraße, manchmal ganz brauchbar, oft aber auch brüchig, und selbst die brauchbaren Stücke sind nervig, denn die Dehnungsfugen, die alle paar Meter quer zur Fahrtrichtung verbaut sind, erzeugen einen permanent monotonen Ton, – babam, babam, babam.

Von der Landschaft gibt es nichts Neues zu berichten, – endlose Gebirgslandschaften, – Berge, – Täler, – Schluchten, – Flüße, – Milchkühe auf saftigen Weiden, – unendlich grüne Flächen, – auch wieder Gemüseanbau, – zum Teil unter den üblichen Gewächshäusern, – Eukalyptuswälder.

Am Nachmittag befahre ich ganz hoch droben eine Höhenstraße, sie zieht sich auf über 3.000 Metern dahin, – Hochmoore, – Flechten, – Pampasgräser und sogar ausgiebige Pinienwälder, – entsprechend haben sich dort oben einige holzverarbeitende Betriebe angesiedelt, – Sägereien, – Möbelbau, – Paletten werden feilgeboten.
Und weil es Feuerholz und offensichtlich auch das richtige Material hier oben gibt, finden sich zahlreiche kleine Fabriken, die Ziegelsteine und Hohlblocksteine herstellen, – die Brennöfen rauchen, – in der Luft hängt der Geruch von frisch verbranntem Holz.

Heute mal was zum Thema Tanken in Ecuador:

Zweischneidig, – irgendwie toll, – aber irgendwie auch blöd.
Diesel kostet in Ecuador 1,75 US-Dollar …..
…. allerdings nicht pro Liter, sondern pro Gallone, was 3,785 Liter sind, – ich habe das dann mal auf Euro- und Literbasis umgerechnet, – das sind genau 42 Eurocent am Liter, – einfach traumhaft !


Das Tanken selber, – irgendwie doof, – an der ersten Tankstelle werde ich abgewiesen, die Tankwartin erzählt mir irgendwas von „No“ und „international“, es stellt sich für mich so dar, daß sie wohl keinen Sprit an „Ausländer“ abgeben dürfen (oder wollen).
Naja, – fahre ich halt zur Nächsten, es gibt ja unglaublich viele davon, das Tankstellennetz ist recht dicht. Dort werde ich bedient, allerdings wird das Kennzeichen und meine Paßnummer dazu notiert. Ich kann nicht sagen, ob dies generell so ist, oder ob es derzeit dem Ausnahmezustand geschuldet ist, – ist auch egal, – jedenfalls kriegt man Sprit.
Ich habe für 100 USD getankt und reiche den Schein zum Bezahlen, – den wollen sie nun auch nicht, – ob ich nicht 20er hätte – ja , – aber nur zwei, – Schulterzucken, – ich sollte doch mal in den angeschloßenen Minimarkt und fragen, ob ich gewechselt kriege (?), gesagt, getan, gewechselt, alles gut, – trotzdem irgendwie doof.


Heute nun war ich wieder an einer Tankstelle auf dem Land, – die haben sich um überhaupt nichts geschert, – nichts gefragt, – nichts notiert, – einfach nur getankt und den 100er ohne Murren angenommen und rausgegeben. ( ???, ich setze einfach mal drei Fragezeichen, weil ich es nicht so recht deuten kann. )

Am späten Nachmittag treffe ich in Loja ein, – gleich am Ortseingang geht es rechts den Berg hinauf zu einem Freizeitgelände, – allerlei Freizeitangebote befinden sich rund um einen kleinen See, – Angler stehen an seinem Rand, – ein kleines Paddelboot zieht seine Runden, – ein kleiner Rundwanderweg führt drumherum, – Duschen und Toiletten, – Spielgeräte für die Kinder, – Palapas und kleine Zeltplätze mit Feuerstellen, – drei Kioske, die um das leibliche Wohl der Gäste besorgt sind, – sieht gut aus.
Hier werde ich übernachten, auf dem großzügigen Parkplatz kann ich gut und sicher stehen.
( S 03° 57′ 46“ W 079° 14′ 41“ ), der Verwalter dreht gleich einen kleinen Videoclip und heißt mich herzlich willkommen.

Tagesetappe:   204 km    Gesamtstrecke:   60.304 km



28.01.2024 – Von Banos nach Cuenca

Es ist ruhig hier auf dem Platz, ein paar junge Leute haben ihre Zelte nebenan aufgeschlagen.
Kurz vor 7 Uhr ist heute die Nacht vorüber, – irgendwelche Hunde haben sich den Platz vor meinem Schlafzimmerfenster ausgesucht, um ihre Kräfte zu messen, – kläffen, – jaulen, – kreischen, – zwei Minuten, – bis Alle wach sind, – dann gehen sie wieder.

Nunja, – so fahre ich heute schon gegen 9 Uhr los, eine Nebenstrecke von Banos nach Riobamba, die 490 über Pailitas, Puela und Penipe.
Dann weiter auf der E 35, Guamote, Palmira, Alausi, Canar und Azogues, heute mache ich mal ein wenig Strecke, sonst wird mir am Ende die Zeit zu knapp.

Die kleine Nebenstrecke von Banos über die 490 ist ein echtes Bonbon, – eine traumhaft schöne Landschaft, – über 60 Kilometer, – die Straße super ausgebaut, – also entspanntes Fahren, – und der „Tungurahua“ ist lange Zeit herrlich zu sehen, – hätte ich es noch einmal zu tun, würde ich hier bei „Cotaló“ mein Nachtlager errichten, – einen besseren Blick auf den Vulkan hat man wohl nirgends.

Die Gegend ist wohl sehr fruchtbar, hier werden alle möglichen Arten von Gemüse angebaut, – Obstbäume sind zu sehen, – Mais, – ein wenig Zuckerrohr, – Felder mit Buschrosen sind zu sehen, möglicherweise wird hier Rosenöl destilliert, ich wüßte nicht, für welchen Zweck sie sonst hier stehen sollten, – und auf den Flächen, auf denen es nicht so üppig wächst und gedeiht, stehen Rinder und grasen die Flächen ab.

Die Straße führt mal wieder mitten durch die Stadt „Riobamba“, – ab hier ist sie dann auch nicht mehr so gut ausgebaut und verkommt später sogar zu einer brüchigen Betonpiste, – erst auf den letzten 50 Kilometern findet sie zu ihrer alten Klasse zurück. Dafür ist sie heute wohl mautfrei.

Etwas nordwestlich von Riobamba, normalerweise weithin sichtbar, steht der 6.310 Meter hohe „Chimborazo“, der höchste Berg Ecuadors, – sein Gipfel ist zugleich die höchste Erhebung unserer Erde, nirgendwo auf unserem Planeten ist man weiter oben, als auf dem Gipfel dieses Berges.
Davon bin ich nun mal ganz weit weg, – bin kein Kraxler, – aber einen Blick auf den Riesen hätte ich schon ganz gerne erwischt. Aber wie schon gestern beim „Cotopaxi“, ist es heute auch hier, – der Berg hat sich komplett hinter Wolken versteckt. – Schade.

Die E 35, der Panamericana-Highway schlängelt sich durch die Berge, bergauf, bergab, allerdings läßt es sich trotzdem recht gut fahren, die Straße ist breit, genug Platz für Alle.

Unterwegs treffe ich heute auf einen Kontrollposten der Polizei, – bisher wurde ich an allen durchgewunken, – die Jungs heute wollen allerdings gerne mal in die Papiere schauen, – ok, ihr Job, – sie sind freundlich und nett und die Papiere sind in Ordnung, – sie fragen nach dem Woher und Wohin, – nachdem ich ihnen den Stempel im Paß mit dem 10-Tage-Visum gezeigt habe, scheint für sie wohl Licht in das Dunkel zu kommen, – ich denke, daß sie sich wunderten, daß überhaupt noch Touristen unterwegs sind.
Dann fragen sie mal so ganz nebenbei, ob sie wohl mal in die Wohnkabine schauen dürften, – klar, wieso nicht, – gefällt ihnen ausgesprochen gut und nach wenigen Minuten werde ich mit Handschlag und besten Wünschen verabschiedet.

Vor Alausi ist die E 35 wegen Bauarbeiten gesperrt, eine Umleitung führt einige Kilometer über eine Schotterpiste, die sich steil und in einigen Serpentinen hinunter ins Tal schlängelt, – wenigstens ist sie ziemlich breit, denn hier ist einigermaßen Betrieb und mir kommen in den Serpentinen zahlreiche, in dicke Staubwolken gehüllte, schwere LKW entgegen.
Gleich zu Beginn der Umleitung, am Eingang zu einem kleinen Dörfchen, nutzen die Männer aus dem Dorf die Gunst der Stunde und errichten eine Straßensperre, – ein dicker Strick ist über die Straße gespannt, ordentlich Pylonen aufgestellt, einer kommt ans Fenster und fragt nach ein wenig Geld für ihre Dienste. Sie betteln nicht, – nein, – sie erbringen eine Dienstleistung, indem sie mit einem Gartenschlauch ein wenig Wasser auf die Straße spritzen, damit es nicht so jämmerlich staubt, – und die will entlohnt sein.

Die Nachtplatzsuche in Cuenca gestaltet sich heute wieder ein wenig schwierig:

Ich habe mir einen Campingplatz in der Stadt ausgesucht, – bis auf 200 Meter komme ich ran, dann kommt mal wieder eine Unterführung mit Rundbogen, deren Durchfahrtshöhe auf 3,50 Meter beschränkt ist, – Ende der Fahrt, – scheiben….., – allerdings sagt mir mein mittlerweile einigermaßen geschultes Auge bei längerem Hinsehen, daß die Durchfahrtshöhe um einiges mehr als 3,50 m sein dürfte, – Warnblinker an, – Mitte anpeilen, – und langsam rein, – ich sehe meine Dachkanten in den Rückspiegeln, – und das funktioniert, – sind noch mindestens 20 cm Luft nach oben, – durch !
Na also, geht doch !

Allerdings ist dann 200 Meter weiter aber wirklich Schluß, der Campingplatz hat ein Einfahrtstor mit einem Querbalken, sieht knapp aus, – auch hier taste ich mich vorsichtig rein, – tja, und hier reicht es nicht, – ich schaue kurz durch die Dachluke nach hinten raus, – fehlen tatsächlich 2 bis 3 Zentimeter, – so ein M… aber auch. Rückwärts raus, und weg, – schade !

In der Stadt gibt es zwei öffentliche Parkplätze, die Stellplätze bieten, – beim Ersten werde ich abgewiesen, weil sie um 22 Uhr schließen.
Also rüber zum Zweiten, dem Parkplatz am Park „Vial El Paraiso“ ( S 02° 54′ 37“ W 078° 59′ 23“ ), – hier klappt es, ich muß zwar drei Parkplätze quer belegen, weil die Parkboxen zu kurz sind, es sind aber jede Menge frei, – also hier bleibe ich, – hat sich auch niemand gemeldet, der was dagegen hätte.

Tagesetappe:  342 km    Gesamtstrecke:  60.100 km

27.01.2024 – Von Quito nach Banos

Der Blick hinunter auf einen Teil der Hauptstadt ist schon toll, besonders als es dann dunkel wird und die Stadt hell erleuchtet ist. Allerdings ist dies nur ein kleiner Teil der Stadt, sie zieht sich über fast 50 Kilometer in diesem schmalen Hochtal von Nord nach Süd.
Zu hören ist hier oben nichts davon.

Nach einem kurzen Plausch mit den Nachbarn aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich mache ich mich gegen 10 Uhr auf den Weg.
Die E 35, der Panamericana-Highway ist meine Straße für den ganzen Tag, über Machachi und Latacunga bis nach Ambato, dort mache ich heute einen Abstecher über die E 30 hinüber nach Banos.

Die E 35 ist, bis auf wenige kleine Ausnahmen, in feinstem Zustand, oft drei- manchmal sogar vierspurig ausgebaut, ein sehr entspanntes Fahren, auf der rechten Spur mit 70 dahinrollen und Land und Leute begaffen, – so mag ich das.
An Maut zahle ich heute 4 US-Dollar.

Die Landschaft ist überwiegend alpenländisch, immer wieder grüne Wiesen mit Viehherden darauf, vor der Kulisse der Gebirgskette der Anden.
Einige Kilometer südlich von Quito erhebt sich der schneebedeckte Vulkan „Cotopaxi“ 5.897 Meter in den blauen Himmel, – und trotzdem kann ich ihn nicht sehen, – wirklich schade, – eine weiße Wolkenwand hängt über den Bergen und deckt alles ab, was höher wie 5000 Meter ist.
Den dazugehörigen Nationalpark hätte ich mir gerne angeschaut, dazu fehlt mir die Zeit, vielleicht ein anderes mal.

Zwischendurch mal eine generelle Bemerkung zu Ecuador:
Das Land scheint mir sehr kultiviert und fortschrittlich zu sein, – gute bis sehr gute Straßen, – Radwege allenthalben, – der Lebensstandard scheint hier auf einem höheren Level zu sein, als in Kolumbien, – viele schmucke Häuser, – wenig „Hütten“, – viel mehr Autos als Zweiräder und die Restaurants entlang der Straße sind immer gut besetzt.
Die Landschaft und die Straßenränder sind meist blitzsauber, – hier scheint man das Müllproblem weitestgehend im Griff zu haben, – Müllcontainer und Abfalltonnen sind überall zu sehen und werden auch genutzt, – dort, wo es sie nicht gibt, sind schwarze Müllsäcke an den Hofeinfahrten zu den Häusern abgestellt, die dort von der Müllabfuhr abgeholt werden, – entlang der Straßen und Autobahnen sind ständig „Heinzelmännchen“ unterwegs, die den wenigen Müll, den irgendwelche Unverbesserlichen aus den Autofenstern werfen, einsammeln. Mir bereitet es Freude, so durch die „Lande“ zu ziehen.

Über weite Strecken entlang meines heutigen Weges wird intensiv Landwirtschaft betrieben, es sind wieder die unglaublich vielen Gewächshäuser, – ja, ganze Gewächshauslandschaften, zu sehen, aber auch Gemüsefelder, so weit das Auge reicht, ich sehe hektarweise Kraut, Zwiebel und Möhren, – der Boden scheint fruchtbar, Wasser gibt es reichlich, Flüße und Bäche gibt es hier in jedem Tal.

Bei der Anfahrt nach Ambato drängt sich ständig der „Tungurahua“ ins Bild, ein mächtiger, alles überragender Vulkankegel mit über 5.000 Metern Höhe, – immer wieder mal spuckt er Rauchsäulen, Geröll und Lava aus, manchmal so heftig, daß Banos, der Ort an seinem Fuß seit 1999 mehrfach geräumt werden mußte. Heiße Quellen und Wandertourismus sind die positiven Seiten des Vulkans.

Über die E 30 fahre ich die paar Kilometer nach Banos, dort im Camping „Lo de Fausto“ finde ich meinen heutigen Nachtplatz. ( S 01° 23′ 57“ W 078° 25′ 59“ )
Leider ist der Vulkan vom Campingplatz aus nicht zu sehen, er ist zu nah dran, hätte in der Dunkelheit gerne mal geschaut, ob nicht immer mal die Funken fliegen.

Tagesetappe:  181 km    Gesamtstrecke:  59.758 km



26.01.2024 – Von Ibarra nach Quito

Gestern sind noch Nachbarn aus Deutschland hier am Platz eingetroffen, Andrea und Frank, – mal wieder austauschen, mit Jemandem auf deutsch reden, sehr schön, wir sitzen länger im Restaurant, – ein netter Abend.

Heute muß ich aber los, 10 Tage Zeit ist nicht wirklich viel, – drei sind schon vorbei.
Gegen 10 Uhr mache ich mich los, hinaus auf die E 35, Otavalo, Cayambe und dann in die Hauptstadt Quito.
Die Straßen sind wirklich top in Schuß, die E 35 anfangs gar dreispurig, später zwei- und noch später einspurig, aber breit und immer mit Standspur, – hier geht es gut vorwärts.
An drei Mautstellen zahle ich heute 5,20 US-Dollar, – für diese Straßen, – gerne.

Einen ersten Stop mache ich in Otavalo, – dort auf dem Plaza del Poncho findet täglich der Handwerkermarkt statt, – Kunsthandwerk, – Bilder, – Schmuck, – Lederwaren, – Ponchos und Überwürfe, – die typischen Hüte nicht zu vergessen. Sehr schöne Sachen dabei, vor allen Dingen faszinieren die Farben, alles ist wahnsinnig bunt, selbst die Lederwaren sind zum Teil mit bunten Intarsien belegt.

Dann fahre ich weiter, am Horizont taucht der erste schneebedeckte Berg auf, der 5.790 Meter hohe Vulkan Cayambe lugt hinter den grünen Bergen hervor, ein grandioses Bild.

Heute erreiche ich den Äquator, – eigentlich nur eine imaginäre Linie und somit nichts Besonderes, aber irgendwie doch etwas ganz Besonderes, – wo ich gerade noch auf der Nordhalbkugel im „Winter“ bin, bin ich einen Schritt weiter auf der Südhalbkugel im „Sommer“.
Hier am Äquator gibt es die Jahreszeiten nur kalendarisch, in der Realität gibt es keine, – die Tag- und Nachtlänge ist immer, das gesamte Jahr über fast gleich, das Wetter ändert sich nur insofern, daß es im „Winterhalbjahr“ eben öfter regnet, im „Sommerhalbjahr“ alles ziemlich trocken ist.

Etwas südlich der Stadt „Cayambe“ befindet sich „Quitsato“, eine überdimensionale Sonnenuhr, direkt auf dem Äquator, – ein sogenanntes „Museo Solar“ hat man drumherum gebaut, – das schaue ich mir an.
Für 5 US-Dollar Eintritt kriege ich meine eigene Führung und man erklärt wunderbar, wie in der Geschichte schon bei den Inkas Meßpunkte festgelegt waren, die Geologen immer wieder nachgemessen und so hier die exakte Nulllinie festgelegt und dokumentiert haben.
Beeindruckend in Bildern und Grafiken dargestellt, – draußen auf einem fußballfeldgroßen, gepflasterten Platz dann die riesengroße Sonnenuhr, die Linien, die die Stundenziffern darstellen sind aus phosphorisierenden, hellen Pflastersteinen gelegt, sie kann man nachts sogar von Satelliten oder vom Flugzeug aus sehen.

Das eigentliche Äquator-Monument, „Mitad del Mundo“ gibt es 30 Kilometer weiter westlich, etwas nördlich der Hauptstadt Quito, – dazu muß ich ein kleines Stück durch die Stadt und dann wieder nach Norden.
Für 5,50 US-Dollar komme ich dort rein, – das ist eine mächtige Anlage, – ein pyramidenähnliches Gebäude steht in der Mitte eines Parks und weist alle vier Himmelsrichtungen durch strahlenförmig abgehende Wege, die Äquatorlinie hat man mit gelber Farbe quer durch das Gelände gemalt, um diese imaginäre Linie weithin deutlich sichtbar zu machen.
In der Pyramide geht es einige Stockwerke nach oben, in den Zwischengeschoßen sind Szenen aus der Geschichte und Kultur Ecuadors dargestellt, einige Sehenswürdigkeiten des Landes werden auf Tafeln und in Videos beworben.
Oben ist eine Aussichtsplattform, von der aus man sehr gut erfassen kann, was diese Anlage hier eigentlich ausdrücken soll.

Einen Makel hat dies jedoch, (sieht man aber nicht !):
Die aufgezeichnete Äquatorlinie ist gar nicht der Äquator und auch die Pyramide steht nicht auf ihm, sondern etwa 240 Meter daneben, 00°00’07“ zeigt das GPS auf der Linie an.
Irgendwie hatte man sich damals vermessen, – kann ja mal vorkommen, – trotzdem durchaus sehenswert, und man muß ja auch nicht Alles wissen.

Dann wird es Zeit, ich habe noch gut eine Stunde zu fahren, muß jetzt mehr als 25 Kilometer durch Quito oder zumindest an der Peripherie lang, der Campingplatz „CoDaVista“ ist heute mein Tagesziel, – hoch über der Stadt, – übrigens die höchstgelegene Millionenstadt der Welt, – der Platz verspricht einen gigantischen Blick aus dem Wohnzimmerfenster. ( S 00° 14′ 27“ W 078° 28′ 47“ )
Über 3.000 Meter hoch bin ich hier, – der Platz scheint beliebt zu sein, sind einige Overlander aus aller Welt hier, bei dem Ausblick kein Wunder.

Tagesetappe:  185 km    Gesamtstrecke:   59.577 km



24.-25.01.2024 – Auf der Finca Sommerwind

Die Finca Sommerwind und ihr Betreiber Hans sind in der Szene bestens bekannt und vernetzt.
Ich kenne kaum einen Overlander, der auf seiner Durchreise hier nicht wenigstens für eine Nacht einen Stop einlegt. Und das zu Recht !

Ich bleibe drei Nächte, – wirklich ein toller Platz zum Ausruhen, – aber auch um mal wieder andere Reisende zu treffen und Informationen auszutauschen. Ich selbst habe die letzten deutsch sprechenden Reisenden an Weihnachten getroffen, ist nun einen Monat her.
Wegen der angespannten Situation im Land, so erzählt Hans, ist hier momentan auch etwas weniger los, trotzdem sind Einige hier und es findet auch täglich ein Kommen und Gehen statt.

Die Finca Sommerwind, – Hans ist wohl vor 13 Jahren hier hängen geblieben und hat dies Alles nach und nach aufgebaut, – liegt herrlich ruhig am hinteren Ende des kleinen Sees, – weit genug entfernt von der Stadt um von ihr nichts zu hören, – auf dem weitläufigen Gelände gibt es kleine Häuser in herrlicher Hanglage, in die man sich einmieten kann, – seit einiger Zeit sind zwei nagelneue Tinyhäuser dazugekommen, auch hier trendet diese Bauart derzeit.
Die Stellplätze für Camper und Zelte liegen ebenfalls im Garten hinter dem Hauptgebäude, sind recht vernünftig begradigt und teilweise im Schatten großer Bäume.
Ein offener Barbequepavillon lädt die Gäste zum gemütlichen Beisammensein ein.
Einige Fahrzeuge parken hier am Rand des Platzes, – auch das ist möglich, sein Fahrzeug über einen längeren Zeitraum sicher und gut abzustellen, während man mal wieder der Heimat einen Besuch abstattet.

Durch die Höhenlage auf etwa 2.300 Meter sind die Temperaturen trotz herrlichem Sonnenschein sehr erträglich, tagsüber bei etwa 25 Grad, in der Nacht erfrischend mit 10 bis 12 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist nicht sehr hoch.

Der Joker hier ist allerdings der Biergarten und das Restaurant, – Hans bietet hier für seine Gäste aus Europa eine große Auswahl an deutschem Bier, serviert deutsches Essen, ein reichhaltiges Kuchenbuffet und selbstgebackenes Brot, was auch bei seinen einheimischen Gästen sehr gut ankommt und für sie immer einen kleinen Ausflug wert ist.
Nicht daß ich jetzt unbedingt ferne Länder besuche, um dann dort deutsche Küche zu geniessen, – nein, so ist das nicht ! – aber seltsamerweise reizt es schon irgendwie nach Wochen oder Monaten, die man irgendwo in der Welt unterwegs ist, mal wieder ein heimisches Gericht auf dem Teller zu haben, oder, wer es mag, mal wieder ein kräftiges, deutsches Pilsener oder Weizenbier zu trinken. So ist das halt !

Ich jedenfalls fühle mich pudelwohl hier, – habe wieder mal ein paar Kleinigkeiten am HerrMAN zu machen, – den üblichen Schreibkram und die weitere Routenplanung zu erledigen, – ein wenig putzen ist angesagt und große Wäsche, – hier hat es Waschmaschinen, die man nutzen kann.
Eine Woche würde ich es gerne aushalten, – das kann ich mir wegen des kurzen Visums aber nicht leisten, drei Tage müssen reichen, – ich mache mich morgen früh mal wieder los, Richtung Süden, die eine oder andere Sehenswürdigkeit entlang der Strecke möchte ich mir schon anschauen, damit ich wenigstens ein wenig etwas von diesem schönen Land mitnehmen kann.

Tagesetappe:  0 km    Gesamtstrecke:  59.392 km



23.01.2024 – Von Las Lajas (Kolumbien) nach Ibarra (Ecuador)

Die Nacht ist super ruhig, keine Straße, keine Autos, ich bin wieder mal ganz alleine auf dem weitläufigen Gelände, – kein Hundegebell, – kein Hahnenschrei.

Heute packe ich´s einfach mal an, – Grenztag, – ich versuche nach Ecuador zu kommen.
Gegen 9.30 Uhr fahre ich los, zur Grenze sind es nur etwa 15 Kilometer, die kleine 25NR zurück bis Ipiales, dort auf die 25NRC, Richtung Rumichaca, dem Grenzübergang.

Die Ausreise aus Kolumbien ist total einfach, beim Zoll das TIP austragen lassen, ich komme sofort dran, – ein kurzer Blick in den Paß, – das Formular wird lediglich im Computer ausgetragen, – später erhalte ich dann eine Bestätigung per E-Mail, – in wenigen Minuten bin ich durch, – ein Haus weiter, bei der Immigration geht es genauso flott, – Ausreisestempel in den Reisepaß und fertig.
In 20 Minuten ist alles erledigt.

Jetzt fahre ich über die Grenzbrücke hinüber nach Ecuador, – jetzt wird es spannend.
Zunächst werde ich durch eine Desinfektionsschleuse gewunken, – aus einem rundumlaufenden Eisengestell sprühen kleine Düsen irgendeine Flüssigkeit über den HerrMAN, – ich fahre extra ein wenig langsamer durch, das kann allerdings die fällige Komplettwäsche nicht wirklich ersetzen. (Grins)
Die Parkplatzsuche gestaltet sich schwierig, ich muß bis ans hinterste Ende fahren.
Dann gehe ich zuerst zur Paßkontrolle, – sollte ich nämlich abgewiesen werden, kann ich mir das TIP sparen. Aber weit gefehlt, – auch hier komme ich sofort dran, die Dame am Schalter ist überaus freundlich, – fragt kurz nach meinem Reiseziel, – ich erkläre ihr, daß ich Transit nach Peru möchte und kriege ohne Probleme ein 10-Tage-Transitvisum. Ich faße es nicht ! So einfach geht das !

Dann gehe ich rüber zum Zoll, auch das TIP wird schnell und problemlos ausgestellt, ein wenig Papierkram, wie immer, aber alles geht freundlich und zuvorkommend, – auch das TIP wird auf 10 Tage begrenzt. Die Zöllnerin macht dann zusammen mit mir noch einen Spaziergang zum HerrMAN und muß erst mal lachen, als sie sieht, wie weit draußen er steht, – sie macht zwei Fotos und ein drittes von der Fahrgestellnummer.
Zurück am Schalter kriege ich das begehrte Papier, alles freundlich und kostenlos, – super.

Das gesamte Prozedere mit Aus- und Einreise, kurzer Fahrt dazwischen und ausgiebigem Spaziergang dauert etwa 90 Minuten, ein Stück weiter drüben kaufe ich mir gleich noch eine SIM-Karte für Ecuador, kostet 10 US-Dollar.
Ecuador hat den US-Dollar als Währung, ich habe noch welche, also kein lästiges Tauschen fällig.

Zurück zum HerrMAN, – dort steht immer noch Jakov, ein junger Tramper, der mir jetzt heute zum dritten mal in den letzten 3 Tagen begegnet, und fragt freundlich, ob ich ihn nicht ein Stück mitnehmen könnte. Grundsätzlich nehme ich unterwegs niemanden mit, noch nie, – heute mache ich dann doch mal eine Ausnehme, weil wir uns eben schon in Kolumbien zwei mal begegnet sind und wir uns ein wenig unterhalten, Jakov ist Pole, trägt einen deutschen Nachnamen, – er erzählt mir, daß seine Großeltern Deutsche gewesen sind, – er macht einen sehr vernünftigen und ehrlichen Eindruck, – also rein in die gute Stube, für die nächsten 2 1/2 Stunden habe ich einen Beifahrer.

Die Fahrt geht über die E 35 / E 10 nach Tulcan, San Gabriel und bis Ibarra.
Schon auf den ersten Kilometern zeigt sich, daß die Straßen hier in sehr gutem Zustand sind, die E 35 ist autobahnmäßig ausgebaut, der Belag nahezu makellos und es geht flott voran.
Auch hierfür wird an Mautstellen eine Gebühr verlangt, zusammen zahle ich 4 US-Dollar.

Die Landschaft bleibt ähnlich, wie zuletzt in Kolumbien, nur die Berge werden hier noch höher, so langsam beginnen die Anden so richtig. Die Täler sind herrlich grün, hier wird überall Zuckerrohr angebaut.

In Ibarra ist für mich heute Endstation, – Jakov steigt aus, er möchte noch einige Orte weiter, – wir haben uns sehr nett unterhalten, – ich fahre noch ein kurzes Stück weiter auf die Ostseite der Laguna de Yahuarcocha, dort betreibt Hans, ein in der Travellerszene weitreichend bekannter und beliebter Deutscher die Finca Sommerwind, (N 00° 22′ 49“ W 078° 05′ 20“ ) hier werde ich mich für die nächsten Tage niederlassen, Hans ist gut in der Szene vernetzt und kann über viele Fragen, die ich noch so habe Auskunft geben.
Außerdem ist er weithin bekannt für die gute Küche seines Restaurants und die große Auswahl an deutschem Bier, für sein leckeres Kuchenbuffet und sein selbstgebackenes Brot.

Für die Strecke durch Ecuador bis zur peruanischen Grenze werde ich maximal 5 Tage brauchen, also habe ich ein wenig Luft zum Bleiben.

Tagesetappe:   140 km    Gesamtstrecke:   59.392 km



22.01.2024 – Von Irgendwo im Nirgendwo nach Las Lajas

Es ist unglaublich, selbst in der Dunkelheit wird draußen weitergefahren, nicht viel, – aber immer wieder mal brummen PKW vorbei, durch die Schottersteine sind sie schon von Weitem zu hören, – aber einige Male höre ich auch schwere Brummer, – Himmelfahrtskommando !

Ansonsten ist die Nacht ruhig, – der Schlaf nicht ganz so tief, wie gewohnt, – es regnet immer wieder ein wenig.

Heute mache ich mich schon um 8.30 Uhr auf die Piste, ich weiß ja nicht, was mich heute auf der Strecke noch so erwartet.
Außerdem gibt es hier oben in den Bergen kein Mobilfunknetz, also fällt die gewohnte Lesestunde zum Frühstück sowieso aus, dann kann ich auch los.

Nun, die Strecke ist heute nicht anders, wie gestern, – anfänglich einen Tick besser, – habe schon Hoffnung, – die zerschlägt sich aber hinter den nächsten Kurven, – genauso eng, – genauso steil, – genauso ausgewaschen, – und auch hier schwierige Manöver im Begegnungsverkehr.
Ich bin tatsächlich noch einmal 3 Stunden unterwegs, bis ich unten im Tal den Ort „San Francisco“ sehe, dort beginnt die Asphaltstraße wieder.
Welch ein Genuß, endlich mal kein Schaukeln und Poltern mehr, habe schon Muskelschmerzen in den beiden Schultern vom vielen „Kurbeln“ in den hunderten Kurven.

Mit der Ankunft im Tal ändert sich nicht nur die Straße, – nein, – auch die Vegetation verändert sich total, – wo gerade noch Regenwald dominiert, ist hier das Land kultiviert, – Rinderherden stehen auf den Wiesen entlang des Flußes, – ein Stück weiter, bei Sibundoy, Colon und Santiago wird intensiv Ackerbau betrieben, – ein wenig Mais und Zuckerrohr, – aber hauptsächlich Gemüse, Bohnen und Erbsen, hektarweise, – dazwischen Zwiebelfelder und frisch gesetzte Salatpflanzen kann ich erkennen.
Zwischen Santiago und Pasto ist die große, glasklare „Laguna de la Cocha“ zu sehen, ein bei den Einheimischen beliebtes Ausflugsziel fürs Wochenende oder den Kurzurlaub.

Die Asphaltstraße ist recht gut und bleibt es auch, bis hinüber nach Pasto, dort geht es dann auf die 25 und nach Süden, Richtung Ipiales und der Grenze zu Ecuador.
Die Straße ist richtig gut, autobahnmäßig ausgebaut, kostet heute auch wieder mal 14.200 COP, etwa 3,65 Euro Maut.
Vor Ipiales biege ich ab, hinüber nach Las Lajas, dort möchte ich das „Santuaria de Las Lajas“ besichtigen und auch übernachten, auf dem Parkplatz der Seilbahn ist das gut möglich ( N 00° 48′ 41“ W 077° 35′ 50“ )

Das „Santuario de Las Lajas“ ist eine weit über die Ländergrenzen hinaus bekannte Wallfahrtskirche, die dort auf dem Felsen über der Guaitaraschlucht errichtet wurde, auf dem im Jahre 1754 während eines Gewitters, der taubstummen Rosa, der Tochter einer indianischen Magd die Jungfrau Maria erschienen und sie ihre Stimme und ihr Gehör wiedergefunden haben soll.
Aus einer vorher eher kleinen Kapelle wurde in den Jahren 1916 bis 1949 diese wunderschöne, spätgotische Kirche auf hohen Stützbögen über den rauschenden Wassern der Schlucht errichtet.

Wo sonst Kathedralen doch gerne eher auf Anhöhen errichtet werden, steht diese tief unten in der Schlucht, es gibt weder Parkplätze noch vernünftige Zuwege dorthin.
So hat man im Jahr 2015 eine Seilbahn errichtet, die auf die etwa 1,5 km entfernte Anhöhe hinaufführt, wo genug Platz für die Fahrzeuge und auch eine gute Zufahrtsstraße hinführt.

Hier lande ich gegen 16.30 Uhr und kriege die Fahrt mit der Seilbahn und die Besichtigung noch wunderbar hin, bevor es dunkel und kühl wird. Ja, schon den gesamten Tag war es nicht wirklich hitzig, 17 bis 20 Grad und kommende Nacht wird es sicher wieder einstellig werden, ich bin hier auf fast 2.900 Meter Höhe in den Bergen.

Tagesetappe:  195 km    Gesamtstrecke:  59.252 km

21.01.2024 – Von Timana nach Irgendwo im Nirgendwo

Der Abend ist angenehm, – drüben auf der Terrasse vor dem Restaurant sitzen, – den HerrMAN im Blick, – angenehme 24 Grad und ein nettes Gespräch mit einer hiesigen Familie, die ihren Samstagabend auch hier verbringt.
Die Nacht ist mit 19 Grad endlich mal wieder angenehm, – keine 3 und auch keine 30 Grad, und auch der Straßenverkehr wird zusehends weniger, gegen Mitternacht kehrt dann Ruhe ein.

Gegen 10 Uhr mache ich mich wieder los, weiter auf der 45 über Pitalito nach Mocoa und dort dann auf die 10, hinüber Richtung Pasto.
Die 45 ist heute eher gräuslich, – gefühlte hunderttausend Kurven, – bergauf, – bergab, – das längste gerade Stück dazwischen keine 200 Meter lang, – dazu der Asphalt ziemlich kaputt, – mit vielen Schlaglöchern und Wellen, die man so gar nicht erkennen kann, – einige Male fliegen wir darüber und setzen dahinter hart auf, – in der Wohnkabine sieht es entsprechend aus, – alles ist irgendwie durcheinander geflogen, – sogar das Bettzeug liegt auf dem Fußboden, – eine Schranktür ist aufgeflogen und Heikes liebste Porzellanschüsseln liegen zerdeppert am Fußboden. (Duckundwech)

Doch was mich dann erwartet, ist der blanke Horror.
Die Strecke von Mocoa hinüber nach Pasto ist auf den Karten als ganz normale Nebenstraße eingetragen und auch iOverlander und andere Apps geben keinen Hinweis auf das, was mich dort erwartet.
Einige Kilometer hinter Mocoa, bei El Pepino endet der Asphalt und es beginnt eine Piste, wie ich sie bisher in 10 Jahren und 200.00 Kilometern noch nicht gefahren bin, – und ich bin nun tatsächlich schon so Einige gefahren, – im Volksmund „Trampolin de la muerte“ genannt, was ich allerdings erst später gelesen habe, – die Anzahl der Kreuze und Gedenktafeln am Wegrand spricht ihre eigene Sprache.

Grobste Schottersteine bilden die Straße, – teilweise vom Regen tief ausgewaschene Rillen, – unzählige Schlaglöcher, – sie führt über nicht zu zählende Kurven steil bergauf, – wird immer enger, – die Berge immer steiler, – bergseitig steigen die Felsen senkrecht nach oben, – talseitig geht es unglaublich tief, senkrecht nach unten, – sie wird stellenweise so eng, daß ich kaum noch durchkomme, – ich muß ständig aufpassen, nicht mit der Dachkante der Wohnkabine an den Felsen anzuschlagen, – die Ränder der Talseite sind mächtig ausgeschwemmt und teilweise weggebrochen, – notdürftig mit gelbem Flatterband gekennzeichnet, – von den Bergen kommt unglaublich viel Wasser, – Regenwald, – kleine Bäche stürzen herab, – Wasserfälle rauschen direkt auf die Straße, – mindestens 6 bis 8 mal geht die Fahrt durch den Bachlauf, – überall sind Erdrutsche zu sehen, älteren, aber oft auch neueren Datums.
Begegnungsverkehr, – geht schon mit PKW nur schwerlich, – es gibt immer wieder kleine Haltebuchten, die dazu dienen, irgendwie aneinander vorbeizukommen, – es fahren aber auch unzählige LKW und Kleinbusse, – im Begegnungsverkehr wird es verdammt kritisch, – wildes Rangieren, – keiner traut sich zu nahe an den Rand der Talseite, der weiche Straßenrand könnte wegrutschen, – so bleibt es nicht aus, immer wieder mal ein Stück rückwärts fahren zu müssen.
Und es regnet, ist rutschig, – weiter oben kommt Nebel dazu, – und der Aufstieg nimmt kein Ende.

Die kurzen Momente, in denen ich anhalte um den Gegenverkehr vorbeizulassen, erlauben mir allerdings gigantische Ausblicke, – Regenwald, so weit das Auge reicht, – dickes, fettes Grün, – seit fast drei Stunden fast keine Behausung mehr gesehen, – Nebelschwaden hängen zwischen Berg und Tal, – ich fahre „über den Wolken“.

Drei Stunden bin ich bereits auf dieser Piste unterwegs, als es beginnt, dunkel zu werden, ich habe gerade mal etwa 30 Kilometer dieser Strecke geschafft, – gerade mal knapp die Hälfte, – und suche mir einen Notplatz zum Übernachten, – diese Piste kann man schon bei Tag kaum fahren, das geht in der Nacht überhaupt nicht. Wider alle Gepflogenheiten stehe ich direkt an der Straße auf dem Vorplatz eines verlassenen Gebäudes, mitten im Regenwald auf fast 2.200 Metern Höhe. ( N 01° 04′ 17“ W 076° 45′ 48“ ) Ich bin gespannt, wie lange das morgen noch so weiter geht.

Mein Fazit:
Wer gerne mal eine richtige Hardcorepiste fahren möchte und das Abenteuer sucht, – der ist hier richtig. Alle Anderen: „Laßt es einfach !“

Tagesetappe:  198 km    Gesamtstrecke:  59.057 km