Die Nacht ist extrem ruhig, die Grenze wird um 21 Uhr geschloßen.
Trotz der Höhe von über 4.100 Metern ist die Temperatur gemäßigt, auf 4 Grad sinkt sie hinunter, ab 7 Uhr heizt die Sonne kräftig ein, – es ist irgendwie sehr ungewohnt für uns, – später hat es draußen 12 Grad und wir laufen im T-Shirt rum, – die Sonne machts.
Heute fahren wir weiter nach Argentinien hinein, die 52 ist unsere Straße, – wie schon auf der chilenischen Seite, eine brauchbar gut ausgebaute, breite Landstraße, meist mit geschotterten Standstreifen, in der Regel linealgerade über zig Kilometer, – wenig Verkehr, – also ideal zum Trödeln und Schauen, auch schnell mal anhalten ist meist kein Problem, – so lieben wir es.
Auch heute geht die Fahrt durch endlose Hochebenen, – wunderschöne Landschaften, – Bergmassive im Hintergrund, einige der Berge wohl über 6.000 Meter hoch, ihre Kuppen sind schneebedeckt.
Wir bewegen uns in der ersten Hälfte weiter in Höhen zwischen 4.400 und 4.000 Meter, erst am Nachmittag führt uns die Straße langsam auf etwa 3.600 Meter hinab.
Salare, Salinas, Lagunas, – sie reihen sich hintereinander, – wunderschön anzusehen, – der riesige „Salar de Olaroz“ ist bereits aus weiter Ferne sichtbar, seine weißen Flächen leuchten in der Sonne wie Schnee, – türkisblaue Wasserflächen spiegeln in der Sonne, – leider kommen wir an sie nicht näher ran. Länger als eine halbe Stunde fahren wir über und um den Salzsee, bevor wir über den nächsten Bergkamm hinüber in das nächste Hochtal gelangen.
So langsam ändert die Wüste ihr Aussehen, – wo noch ganz weit oben eigentlich Vegetationslosigkeit herrscht, erleben wir mit jedem Meter, den wir uns nach unten bewegen, wie erste, vereinzelte Grasbüschel in der Ebene stehen, dann werden sie dichter, es gesellen sich kleine Büsche dazu, – noch weiter unten ändert sich die Wüste komplett, – grüne, ginsterähnliche Büschel, dicht an dicht, vor roter Erde, das sieht gigantisch schön aus, – und noch weiter unten wachsen erste Kakteen und aus den Büschen werden vereinzelt richtige Bäume.
Und die Wüste blüht, – irgendwo zwischen diesen grünen Büscheln leuchtet es gelb und violett, – wir halten an, – das ist vielleicht toll hier, – die Büschel haben kleine Blüten ausgetrieben, – und es liegt ein unglaublicher Duft in der Luft.
Wo ganz oben in der Höhe noch Vicunjas, Lamas und Alpacas vereinzelt bei der Futtersuche zu sehen sind, sind dies weiter unten dann auch Schafe und Ziegen, vielfach auch kleinere Herden Esel und letztendlich auch eine erste Rinderherde.
Am späten Nachmittag erreichen wir die Salinas Grandes, – hier wird noch richtig Salz abgebaut, – mit schwerem Gerät wird das Salz aus dem See geholt und mit großen LKW abtransportiert. Hier wird der See auch touristisch genutzt, – Besucher können auf ihm hinaus spazieren, die unendliche Leere genießen, – vereinzelt ziehen auch Autos dort draußen ihre Runden.
Wir fahren noch 12 km weiter, zum Restaurant „La Pekana“, dort kann man mit Blick auf den See über Nacht stehen, – und mal wieder Essen gehen, wäre auch nicht schlecht.
Klappt leider nicht, das Restaurant schließt um 18 Uhr, aber ein To-Go-Menü bereitet man uns noch zu. Auch gut ! ( S 23° 39′ 50“ W 065° 45′ 53“ )
Tagesetappe: 198 km Gesamtstrecke: 68.935 km

























































































































