Hier sind die POI´s des mittleren Südamerika

In der angehängten pdf-Datei sind die Koordinaten aller von uns genutzten Übernachtungsplätze im mittleren Südamerika aufgeführt, sowie der Ort, eine Bezeichnung oder ein Name und die Höhenangabe in Metern über NN zu den Plätzen.

Über die Qualität der Plätze steht in der Regel etwas mehr in den Tagesberichten.

Außerdem sind einige weitere POI´s, wie Werkstätten oder Gastankstellen aufgeführt.

Hier sind wieder ein paar Zahlen, die vielleicht ganz interessant sind:

Unsere Gesamtfahrstrecke im mittleren Südamerika betrug 8.725 Kilometer.

….. insgesamt waren wir vom 12. Dezember 2024 bis zum 14. März 2025, also genau 93 Tage unterwegs,….. davon sind wir an 61 Tagen gefahren, an 32 Tagen haben wir pausiert und haben dem HerrMAN seine Ruhe gelassen, oder wir haben uns um sein „Wohlbefinden“ gekümmert.

….. das ergibt einen Tagesdurchschnitt von 143 Kilometern,

….. in Peru waren wir insgesamt 23 Tage unterwegs und sind ca. 1.200 km gefahren,
….. in Bolivien 12 Tage und haben etwa 1.350 km zurückgelegt,
….. in Chile waren wir 14 Tage unterwegs, dabei haben wir etwa 1.680 km zurückgelegt,
….. in Argentinien waren wir in 2 Etappen insgesamt 24 Tage unterwegs und haben ca. 3.280 km zurückgelegt
….. in Paraguay waren wir ebenfalls in 2 Etappen insgesamt 10 Tage und haben ca. 720 km zurückgelegt,
….. in Brasilien waren wir zum „Kurzbesuch“ nur 1 Tag und sind ca. 50 km gefahren
….. und in Uruguay waren wir 7 Tage unterwegs, an denen wir ca. 450 km gefahren sind.

….. von der Polizei angehalten (Dauerkontrollstellen) und kontrolliert wurden wir (die Grenzkontrollen natürlich nicht mitgerechnet) drei mal, wobei kurz die Papiere (meist geht es um das TIP für das Fahrzeug) kontrolliert wurden, – alles lief jedoch absolut korrekt, problemlos und in freundlicher Atmosphäre ab, – an einer Vielzahl von permanent eingerichteten Kontrollstellen wurden wir freundlich durchgewunken.

….. dafür sind wir 13 mal an die Tankstelle gefahren
….. und haben insgesamt 2.418 Liter Diesel verbraucht,
….. was einem Durchschnittsverbrauch von 27,71 Liter Diesel auf 100 Kilometer entspricht,
(der enorm hohe Dieselverbrauch ist den Fahrstrecken in diesen Ländern geschuldet, wir sind wieder wahnsinnig viele und unglaublich kurvige Berg- und Talstrecken gefahren und hatten enorm viele extreme Schotter- und Erdpisten.)

….. die uns insgesamt etwa 2.680 Euro gekostet haben,
….. das sind im Durchschnitt 1,11 Euro pro Liter
….. und ca. 0,31 Euro Spritkosten pro Kilometer

….. 1 Liter Diesel kostete im Durchschnitt:
….. in Peru ca. 1,01 Euro,
….. in Bolivien ca. 0,81 Euro,
….. in Chile ca. 1,04 Euro,
.…. in Argentinien ca. 1,37 Euro,
….. in Paraguay ca. 1,15 Euro,
….. in Brasilien ca. 1,14 Euro
….. und in Uruguay ca. 1,10 Euro.

……In Peru wird der Sprit in Gallonen verkauft,
……während in Bolivien, Chile, Argentinien, Paraguay, Brasilien und Uruguay nach Litern abgerechnet wird.

….. technische Pannen am MAN hatten wir diesmal immer wieder mal, – der Ursprung lag bei einem Überhitzungsproblem des Kühlkreislaufes in den Hochanden, bzw. der Atacamawüste, dessen Beseitigung mich immer wieder mal beschäftigte und weswegen wir zwei mal in einer Werkstatt waren.

Außerdem hatte sich in Hohenau/Paraquay ein Nagel in einen unserer Reifen gebohrt, dankenswerterweise mußte ich nicht selbst ran, – es gab dort eine Reifenwerkstatt, die das Problem für uns beseitigen konnte.

….. Unfall hatten wir glücklicherweise keinen.

….. Grenzübertritte hatten wir insgesamt 12
( Deutschland-Spanien / Spanien-Peru / Peru-Bolivien / Bolivien-Chile / Chile-Argentinien / Argentinien-Paraguay / Paraguay-Brasilien / Brasilien-Paraguay / Paraguay-Argentinien / Argentinien-Uruguay / Uruguay-Spanien / Spanien-Deutschland )
….. jeweils 1 Ein- und Ausreise nach Spanien und nach Deutschland, – problemlos und schnell.
….. die restlichen 8 waren richtige Grenzübertritte mit dem HerrMAN, die jeweils eine Ausreise- und eine Einreisekontrolle mit entsprechend, teilweise aufwendigem, Papierkram bedeutet haben,
……die Einreise (Flughafen) nach Peru und die Ausreise (Flughafen) aus Uruguay waren unproblematisch
……die Landgrenzen waren relativ problemlose Grenzen und jeweils in weniger als 1 Stunde bis zu 1 ½ Stunden komplett erledigt, – lediglich Paraguay-Argentinien zog sich über 2 Stunden, weil dort sehr viel los gewesen ist und „der Laden“ ziemlich unorganisiert arbeitet.

….. Währungen hatten wir unterwegs 8 verschiedene:
….. in Deutschland und Spanien natürlich den Euro
….. in Peru den Peruanischen Sol (1 Euro entspricht etwa 4 Soles)
….. in Bolivien den Peso Boliviano (1 Euro entspricht etwa 7,50 Bolivianos)
….. in Chile den Chilenischen Peso (1 Euro entspricht etwa 1.030 Pesos)
….. in Argentinien den Argentinischen Peso (1 Euro entspricht etwa 1.160 Pesos)
….. in Paraguay den Paraguayischen Guarani (1 Euro entspricht etwa 8.650 Guaranies)
….. in Brasilien den Brasilianischen Real (1 Euro entspricht etwa 6,20 Real)
….. und in Uruguay den Uruguayischen Peso (1 Euro entspricht etwa 45 Pesos)

Bevorzugt US-Dollar (aber auch Euro) umtauschen kann man in Banken und Wechselstuben in den Städten, fliegende Händler direkt an den Grenzen tauschen auch, meist ist jedoch der Umtauschkurs ziemlich schlecht, – allerdings für die erste „Not“ kann man schon mal 50 oder 100 US-Dollar umtauschen, muß sich aber vorher über den Kurs informieren und dann hart verhandeln.

Geldautomaten gibt es fast überall in den Städten, in Banken und oft in Supermärkten, – mit internationalen Kreditkarten kann man fast überall problemlos Geld abheben, – manchmal leider nur in „kleinen Happen“ und die Gebühren sind auch nicht gerade niedrig. Gerade in den Ländern, in denen eine Abhebung unglaublich viele Geldscheine ausspuckt (Chile, Argentinien und Paraguay), sind gelegentlich die Automaten leer, also dann einen anderen suchen, oder gelegentlich funktionieren sie nicht beim ersten mal, dann einfach mehrmals hintereinander am selben Automaten probieren.

….. Peru liegt 6 Stunden hinter der mitteleuropäischen (Winter-) Zeit zurück,
….. Bolivien 5 Stunden,
….. und Chile, Argentinien, Paraguay und Uruguay nur noch 4 Stunden.

….. der tiefste Punkt unserer Reise lag auf Meereshöhe, bei unserem Besuchen entlang des chilenischen Pazifik von Tocopilla nach Iquique.
….. der Höchste bei 4.825 Metern über dem Meeresspiegel, in den Hochanden zwischen San Pedro de Atacama und dem Paso Jama in Chile.

….. wir haben insgesamt 4.450 Fotos “geschossen”,
….. die besten 807 davon sind in diesem Blog zu sehen.
(Seht uns bitte nach, wenn die Qualität nicht immer top ist, – den einen oder anderen Schnappschuß konnten wir nur durch die Windschutzscheibe des HerrMAN, und das oft während der Fahrt, machen).

….. Brauchwasser haben wir ungefähr 12 mal getankt, bei ca. 250 Litern Tankvolumen sind dies etwa 3.000 Liter.
….. die Möglichkeiten dazu sind eigentlich zufriedenstellend, – man muß halt immer, wenn die Möglichkeit besteht (meist auf Campingplätzen), auch nachtanken, auch wenn der Tank noch nicht leer sein sollte, außerhalb der Campingplätze gibt es wenig Möglichkeiten, manchmal liegt der vorhandene Druck nahe Null, ein anderes mal sind die Hähne so exotisch oder auch teilweise kaputt, daß man keinen Schlauch anschließen kann, oder die Entnahmestelle ist nicht mit dem Fahrzeug erreichbar (Kanister oder Gieskanne ist oft hilfreich).

..… Trinkwasser gibt es in allen Ländern zu kaufen,
……meist in den 5 oder 6-Ltr.-Plastikkanistern und in den üblichen 1,5 Ltr.-Plastikflaschen völlig problemlos in (fast) jedem Dorfladen oder in Supermärkten.
Wir schauen immer nach den 20-Liter-Tausch-Garafones und füllen sie dann in unsere eigenen Behältnisse, damit das Müllproblem in diesen Ländern nicht noch größer wird, sie gibt es manchmal an Tankstellen, aber auch in vielen kleinen Dorfläden.

….. Propangas hatten wir noch 1 x 8 kg gefüllt an Bord, unsere zweite 8 kg-Flasche haben wir in Cusco/Peru nachfüllen lassen, von der wir die gesamte Zeit „gezehrt“ haben.

……Unsere Stromversorgung funktionierte ausschließlich über die Solaranlage, fast täglicher Sonnenschein und häufiges Fahren haben die Batterien nahezu täglich voll aufgeladen.
Einmal mußten wir uns an Landstrom anschließen, weil wir einige Tage im Schatten hoher Bäume gestanden haben und dadurch nicht genug Strom erzeugen konnten.

……die Landstromversorgung erfolgt in den nördlichen Ländern Südamerikas mit 110 Volt-60 Hertz-Landstrom, wer also diesen nutzen muß, braucht zunächst einen Adapter (2 Flachstifte, etwas enger als unsere Rundstifte) und dann, falls der bordeigene Elektroblock diesen 110 Volt-Strom nicht verarbeiten kann, einen zusätzlichen Wandler, der aus diesen 110 V dann 220 V macht. ( Aber Vorsicht: Ich hatte unseren Elektroblock vor 4 Jahren in Mexiko zerschossen, weil er nur max. 250 V verträgt und ich wohl knapp 260 V reingeladen hatte, denn nicht alle Wandler machen aus 110 V die gewünschten 220 V, sondern verdoppeln einfach die Eingangsspannung, so hatte der Eingangsstrom damals 128 Volt und ich habe mit 256 Volt geladen, was der E-Block halt nicht lustig fand. Also, vorher evtl. mal nachmessen, was da aus der Leitung kommt).
Landstrom ist nicht an allen Stellplätzen verfügbar.
In Peru und auf ausgesuchten Stellplätzen wird auch 220 Volt-60 Hertz-Landstrom angeboten, die Stecker sind die selben, wie bei uns, – also immer mal schauen, was es so gibt.
Weiter im Süden, also Paraguay, Argentinien und Uruguay bieten mit 220 Volt 50 Hertz die selbe Stromversorgung und die selben Steckdosen, wie wir sie von Deutschland kennen.

……Die Versorgung mit Internet ist ein spezielles Thema:
WLAN ist relativ oft verfügbar, – auf vielen Campingplätzen, – bei Hotels oder auch in Restaurants, – an den Supermärkten der großen Konzerne und oft in den Schnellrestaurants der großen Städte. Allerdings sind die Qualitäten oft nicht wirklich gut und reichen gerade mal für das Abholen von Mails oder für das Versenden einfacher Nachrichten.

……Mobiles Internet ist in ganz Südamerika verfügbar, zumindest in den großen Städten und entlang der Hauptrouten, und das in erstaunlich guter Qualität, – nicht verfügbar ist es oft irgendwo draußen „in der Pampa“ und hoch oben in den Bergen, abseits jeglicher Zivilisation.
……für Peru hatten wir SIM-Karten von ENTEL,
……in Bolivien benutzten wir CLARO,
……in Chile wechselten wir wieder zu ENTEL,
……in Argentinien benutzten wir PERSONAL,
….. in Paraguay CLARO
….. und in Uruguay dann MOVISTAR.
Die Unterschiede in den Karten sind nicht wirklich groß, die Netzabdeckung ist bei den großen Anbietern fast identisch, die kleineren Unternehmen, wie PERSONAL oder ENTEL machen etwas bessere Angebote.

Das Beschaffen einer neuen SIM ist nicht wirklich aufwendig, und schon gar nicht teuer, etwa 1,50 bis 2 Euro kosten sie und sind oft an Kiosken und in kleinen Läden erhältlich. Allerdings ist das Aktivieren nicht ganz einfach, weswegen wir hierfür immer in die speziell dafür vorgesehenen Telefonläden gegangen sind, die das freundlicherweise für uns erledigt haben. Nachladen geht dann problemlos an vielen Kiosken oder in kleinen Läden, mit Rubbelkarten oder auch digital, in Argentinien bei PERSONAL ging dies über eine App auch online.
Die Preise schwanken natürlich von Land zu Land, aber mehr als ca. 8 Euro haben wir für 10 bis 15 GB nie ausgeben müssen.
In manchen Ländern muß man sich bei der Aktivierung der SIM-Karte richtig registrieren, mit Adresse und Reisepaßnummer, einige Länder sind bis zu 30 Tagen frei.

…… die Versorgung mit Lebensmitteln ist absolut problemlos:
Supermärkte mit Vollsortiment gibt es in jeder größeren Stadt in allen bereisten Ländern, die Preise sind für die dortigen Einkommensverhältnisse erstaunlich hoch, speziell Chile, Argentinien, Paraguay und Uruguay sind teure Länder.
In den kleinen Dörfern gibt es sehr viele Minimärkte, die die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs anbieten, Obst und Gemüse wird zudem sehr oft auf Märkten und an den Straßenrändern, frisch und zu unschlagbar günstigen Preisen angeboten.
Problematisch ist und bleibt für uns die Versorgung mit Brot, – was in den Supermärkten als Brot angeboten wird, hat den Namen nicht wirklich verdient, – die lokalen Bäckereien (Panaderia) bieten duftende Frischware in großer Auswahl an, allerdings alles durchweg aus Weißmehl hergestellt, wer so etwas liebt, ist im Paradies zu Hause.
Wir konnten einmal selbstgebackenes Brot in bester Qualität ergattern und haben uns welches im Gefrierschrank gebunkert.

….. Wäsche waschen ist relativ unproblematisch, Waschservice wird auf manchen Campingplätzen angeboten, Wäschereien gibt es überall in den Städten, wer selbst waschen möchte, findet auch auf manchen Campingplätzen, oder in den Städten, Waschmaschinen zur Selbstbedienung.

13.03.2025 – Von Montevideo (Uruguay) über Madrid (Spanien) nach Frankfurt (Deutschland)

Gegen 10 Uhr holt uns das Taxi am Hotel ab und bringt uns zum Flughafen.

Unser Flug geht 13.15 Uhr, eigentlich sollte der Checkin ab 11 Uhr reichen, wir sind schon früher da, – und das ist gut so.
Der Flughafen ist modern und großzügig, – die Abfertigung bei „Air Europa“ eine Katastrophe, schon knapp 3 Stunden vor Abflug steht eine Schlange vor dem Abfertigungsschalter, die fast bis raus auf die Straße reicht, – es geht nichts vorwärts, – dann fällt zu allem Überfluß das gesamte Computersystem aus und fast eine halbe Stunde geht es keinen Zentimeter vorwärts.
Als es endlich weitergeht applaudiert die wartende Menge.
Nun, – irgendwann sind wir dann auch dran, sputen uns, die Handgepäckkontrolle zu erreichen, wo wir nochmal fast eine halbe Stunde anstehen, die Paßkontrolle geht dann relativ flott.
Wir erreichen unser Gate rechtzeitig, allerdings viel Zeit bleibt nicht mehr, also drei Stunden vor Abflug da sein, kann hier kein Fehler sein.

Einigermaßen pünktlich hebt dann die Boeing 787-9 Dreamliner mit fast 500 Passagieren in Richtung Madrid ab.
Der Flug ist langweilig, – irgendwie funktioniert Schlafen diesmal nicht, hat wohl mit der frühen Tageszeit zu tun.
Wir fliegen gegen die Uhrzeit, – Flugzeit ca. 12 Stunden, trotzdem ist es bei Ankunft in Madrid schon 04.15 Uhr in der Früh, – und 4 Grad kalt.

Unser Anschlußflug nach Frankfurt geht um 07.05 Uhr, Zeit genug für ein ausgiebiges Frühstück, die Verpflegung in den Fliegern läßt leider immer mehr zu wünschen übrig.

Um 09.45 Uhr sind wir in Frankfurt zurück, – die Gepäckausgabe dauert fast eine ganze Stunde, – Unser Freund Flori holt uns ab, – nach annähernd 30 Stunden sind wir gegen Mittag in unserem Basislager zurück.

Tagesetappe: 0 km Gesamtstrecke: 73.044 km

12.03.2025 – Von Soca nach Montevideo

Ab 07.30 Uhr verlassen unsere Nachbarn nach und nach den Platz, alle halbe Stunde, immer großes Abschiedszeremoniell, Wünsche, Grüße, Lachen, – hier kommt man ja zu gar nichts !

Gegen 10 Uhr fahren auch wir erst nochmal raus, – hinüber in den nächsten Ort, den Dieseltank randvoll füllen und Konservierung zugeben, nochmal Trinkwasser und ein Mittagessen kaufen.
Dann zurück auf den Platz, Reisetaschen packen und rausstellen, die Wohnkabine dicht machen und den HerrMAN abstellen. Das war es für diesmal, – hier bleibt er bis zum November, wenn wir wiederkommen und unsere Reise bis hinunter nach Patagonien fortsetzen.

Gegen 16 Uhr kommt unser Taxi und bringt uns ca. 60 Kilometer nach Montevideo, die letzte Nacht verbringen wir im Hotel „Regency Park“ in Flughafennähe. ( S 34° 47′ 22“ W 056° 04′ 46“ )
Die Anfahrt führt auch hier über eine mautpflichtige Autobahn, zunächst durch landwirtschaftliches Gebiet, dann ist die Nähe zur Großstadt regelrecht greifbar, die Bebauung wird immer dichter, der Straßenverkehr auch.

Unser Hotel ist schön gelegen, in einem kleinen Park mit viel Grün und Bäumen, schön ruhig ist es hier. Im angeschloßenen Restaurant gönnen wir uns ein Abendessen, morgen früh fliegen wir zurück nach Europa.

Tagesetappe: 22 km Gesamtstrecke: 73.044 km

08.-11.03.2025 – Abstellen bei UY-Storage in der Nähe von Soca

Der Campingplatz hier ist richtig gut besucht, hier treffen wir seit langer Zeit wieder mal andere Reisende, – einige „Dickschiffe“ stehen auf dem Platz, – so gibt es gleich Gesprächsstoff ohne Ende, – zu den Fahrzeugen, – zur Reise oder anderen Dingen, – jeder hat irgendwelche Fragen an die Anderen oder irgendwelche Tips auf Lager, die für Andere wertvoll sind, – Reiserouten, Karten oder Reise-Handbücher wechseln die Besitzer.

So vergeht Tag 1 recht schnell, – heute ist es noch hochsommerlich warm, 34 Grad, – allerdings sind bereits kleine Wolken am Himmel, die auf den angekündigten Wetterwechsel hindeuten, – für die nächsten Tage prophezeit der Wetterbericht Kaltluft (süd)-polaren Ursprungs, der hiesige Herbst kündigt sich an.

In der Nacht regnet es ein wenig und die Kaltluft kommt herein.
An Tag 2 steigt das Thermometer nur noch auf 20 Grad, – gefühlt eiskalt für uns, nach wochenlanger, tropischer Hitze von bis zu 40 Grad.
Heute ist Waschtag für den HerrMAN, der nächste CarWash ist 30 km entfernt, das ist uns zu weit, auch wegen unserem Technikproblem, so ist Handwäsche angesagt, – das zieht sich so durch den ganzen Sonntag, – versuchs mal mit Gemütlichkeit, – geht !


Zwischendurch fährt immer wieder mal ein „Neuzugang“ auf den Platz, – und…
… die beiden kennen wir, – unglaublich, – sie haben uns auch erkannt und kommen zu uns, – Irene und Ed, Reisende aus Deutschland, – wir haben gemeinsame Freunde und vor fast 10 Jahren mal auf dem Campground der Abenteuer Allrad in Bad Kissingen ein Wochenende nebeneinander „gewohnt“.

Am Abend sitzen wir alle gemütlich ums Lagerfeuer, – Bierchen, – Dieselgespräche, – Reiseepisoden, – so lieben wir das.
Lagerfeuer kann man jetzt gut vertragen, dicke Jacken und Wollmütze sind angesagt, – fast unglaublich, nach 30 Grad-Nächten noch bis vorgestern.

An Tag 3 und 4 ist „einmotten“ vom HerrMAN angesagt, – Großputz, einmal Alles auswaschen, desinfizieren, Kühlschrank abtauen, – Heike wäscht noch Wäsche, hier am Platz gibt es eine Waschmaschine, – alle Tanks entleeren und durchspülen, – Wasser auffüllen und konservieren, – ich kümmere mich um die Technik, – ein paar Kleinigkeiten sind immer zu schrauben, – eine undichte Stelle am Faltenbalg flicken, – nochmal ein paar Zehntel mehr Luft in die Reifen, sollen ja in den 8 Monaten nicht platt stehen.

Geschäftigkeit ist rundum, am Mittwoch ist offensichtlich großer Reisetag, – an allen Fahrzeugen wird geputzt, geschraubt und irgend etwas organisiert, – außer uns reisen gleich noch vier weitere Besatzungen ab.

Mittlerweile ist es wirklich Herbst geworden, kühle 19 Grad, es ist windig, die Sonne jedoch, die trotzdem immer wieder zwischen den Wolken durchkommt brennt noch immer gnadenlos.
Abends dann nochmal Lagerfeuer zum Abschied für uns Alle.

Tagesetappe: 0 km Gesamtstrecke: 73.022 km

07.03.2025 – Von Trinidad nach Soca

Der Übernachtungsplatz hier in Trinidad ist sehr angenehm, – ein kleiner Park mit Grünflächen, Schatten unter Bäumen und einem großen Teich, – abseits der Straßen, somit schön ruhig, – auch wenn am Abend junge Leute am Nachbarplatz eintreffen und ein Grillfest veranstalten, wird es nicht zu laut und sie bleiben auch nicht ewig lange, – auch die Nachttemperatur ist nicht so wahnsinnig hoch.

Gegen 7 Uhr am Morgen ist es allerdings vorbei mit der Ruhe, – städtische Arbeiter sind mit ihren Laubbläsern unterwegs und reinigen den Park, leeren die Papierkörbe und halten Alles blitzblank. Sei es drum ….
Nach dem Frühstück fahren wir zunächst hinüber ins Städtchen, Trinkwasser einkaufen und für Heike eine Simkarte besorgen. Seltsamerweise arbeitet meine argentinische Karte hier weiter im Roamingmodus, bei Heike funktioniert das nicht, – warum auch immer.
Es ist alles andere als einfach, hier einen Laden zu finden, der Simkarten anbietet, – ich frage mich durch und lande letztendlich in der Nähe der Plaza bei „Movistar“, – kennen wir bisher nicht, – mal schauen, wie deren Angebote und Netzabdeckung sein wird.

Dann fahren wir los, hinaus auf die 3 und südwärts bis „San José de Mayo“, dort auf die 11 bis „Santa Lucia“, weiter auf der 81 bis „Migues“ und dann noch einmal ca. 20 km auf der 80 bis zum Stellplatz von „UY-Storage“, mitten im Niemandsland in der Nähe von „Soca“.
Die Straßen, auch die kleineren, sind sehr gut ausgebaut hier in Uruguay, lediglich die letzten 20 km sind ein wenig „wacklig“, der Asphalt wellig und teilweise löcherig, – „so what“, da hatten wir schon Schlimmeres.

Die Landschaft, ähnlich wie schon gestern, – sehr große Ähnlichkeit mit den Landschaften daheim in Deutschland, – einzig die Palmen in den Dörfern, am Straßenrand und draußen in der Weite der Natur erinnern uns daran, wo wir unterwegs sind. Allerdings sehen, speziell in der Gegend, die wir in der zweiten Tageshälfte durchfahren, die Palmen furchtbar aus, mehr als die Hälfte sind braun und abgestorben, – wir befürchten, daß die anderen bald folgen werden. Wir kennen diese Art des Palmensterbens aus Kreta, wo vor einigen Jahren der Palmrüsselkäfer fast alle Palmen der Insel zerstört hat, indem er seine Eier im Stamm der Palme ablegt, die geschlüpften Larven ernähren sich dann vom Mark des Stamminneren, bis er so geschwächt ist, daß er seine Palmwedel hängen läßt und abstirbt, das geht oft über Nacht.
Dies hier sieht uns sehr ähnlich aus und wir befürchten, daß alle Palmen innerhalb der nächsten Jahre verschwinden werden.

Zur Abwechslung von Wiesen, Feldern und Wäldern, durchfahren wir am Nachmittag ein Weinanbaugebiet, – Weinfelder und kleine Keltereien ziehen sich über mehrere Kilometer, – zwischen den Rebstöcken sind Landarbeiter mit der Traubenlese beschäftigt.

Gegen Ende des Tages tauchen vereinzelt Windräder in der Flur auf, – also wie ich schon berichtete, – „wie bei uns in Deutschland“.

Am späten Nachmittag erreichen wir den „UY-Storage“, einen bei Travellern gut bekannten und beliebten Langzeit-Abstellplatz, mit Campingplatz und angegliederter Reparatur-Werkstatt, im Besitz und betrieben von einer deutschen Auswandererfamilie, – drei Brüder aus Norddeutschland kümmern sich um die Gäste und deren Fahrzeuge. Hier werden wir die nächsten Tage den HerrMAN „einmotten“ und über den Sommer stehen lassen. ( S 34° 38′ 23“ W 055° 34′ 15“ )
Wir sind echt froh, ohne weitere Probleme angekommen zu sein, meine Notreparatur hat durchgehalten, im Herbst werden wir hier einen neuen Viskolüfter einbauen (lassen), dann sollte der HerrMAN wieder schnurren.

Tagesetappe: 224 km Gesamtstrecke: 73.022 km

06.03.2025 – Von Colon (Argentinien) nach Trinidad (Uruguay)

Auch die vergangene Nacht ist wieder ziemlich warm, – kein Gewitter, – kein Regen, – kaum Abkühlung. Dafür sind die Nächte jetzt ziemlich still, – keine laute Musik aus den umliegenden Lokalen, – kaum noch knatternde Mopeds und fahrende Autos, – Karneval ist um.

Heute geht es endlich weiter, – rüber nach Uruguay, – bis zur Grenze sind es nur noch wenige Kilometer.
Durch den Ort hinaus auf die 14, – nur ein kurzes Stück, – dann führt uns die „Puente Internacional“ über den mächtigen „Rio Uruguay“ hinüber nach Uruguay.
Auf der argentinischen Seite gibt es keine Grenzabfertigung, das wird alles auf uruguayischer Seite abgewickelt, – der argentinische Zoll zieht das argentinische TIP ein, – ein kleines Stück weiter werden die Päße mit dem Stempel von Uruguay „verziert“, – die Damen hinter dem Schalter sind auffallend freundlich und heißen uns „Herzlich willkommen“. Das ist doch mal was — !

Der uruguayische Zoll, – in Form einer ebenfalls netten und hilfreichen Dame, – stellt uns das begehrte TIP für Uruguay aus, – ein ganzes Jahr darf der HerrMAN hier bleiben, – mit ein Grund für die etwas weite Anreise in den letzten Tagen, – hier wollen wir ihn abstellen und unsere „Sommerpause“ in Europa verbringen.

Alles in allem sind wir in weniger als 45 Minuten durch, – eine Kontrolle nach frischen Lebensmitteln, wie sie angekündigt wird, findet nicht statt, wir sind durch und fahren los, – landeinwärts.

Unsere Straße nach Süden ist die 3, – eine gut ausgebaute Landstraße mit Seitenstreifen und wenig Verkehr, wir kommen gut voran.
Unser erster Eindruck ist äußerst positiv, – Uruguay ist aufgeräumt, sauber und gepflegt, – die Häuser, die wir entlang der Straße sehen können, sind ebenfalls gepflegt und höchst ansehnlich.
Die Landschaft:
Wenn da nicht immer wieder mal ein paar Palmen am Straßenrand stehen würden, könnte man denken, mitten durch Deutschland zu fahren, – grüne Wiesen, Felder, sanfte Hügel, immer wieder mal kleinere Rinderherden, Wald, auch Nadelwälder hat es hier, und kleine Seen.

Im Städtchen „Young“ machen wir einen Boxenstopp, – Geld besorgen, an der Plaza in der Stadtmitte gibt es einige Banken, an deren Geldautomaten wir uns bedienen, – und ein paar frische Lebensmittel einkaufen, – dann geht es weiter, Richtung „Montevideo“.

Die gut ausgebaute Landstraße wird hier mautpflichtig, – auf einer der beiden Spuren an der Mautstation steht neben „automatischer Abfertigung“ auch „Manual“, also unsere Spur. Wir rein, – am Kassenhäuschen sind die Fenster offen, allerdings ist wohl niemand da, die Schranke ist geschlossen. Nach einem kurzen Moment taucht eine Polizistin neben uns auf und gibt uns zu verstehen, daß hier nur noch automatisch abgefertigt wird, Barzahlung sei nicht mehr möglich. Aha ! Und jetzt ? Ja, wir müssten rückwärts raus, uns im Office nebenan registrieren lassen, einen „Chip“ kaufen, dann könnten wir weiter.
Die etwa 30 Fahrzeuge hinter uns warten geduldig, auch bis ich wieder rückwärts aus der Spur rangiert bin.
Unter Vorlage meines Reisepaßes, der Fahrzeugzulassung und unter Verwendung der Kreditkarte, werden wir registriert und erhalten auf Nachfrage nach der Strecke, die wir fahren wollen, etwa 13 Euro abgebucht und haben die Strecke nach Montevideo und zurück frei (Na, hoffentlich).
Den Chip habe ich an die Frontscheibe zu kleben, – und tatsächlich, – als wir uns erneut auf die Fahrspur begeben und uns wieder der Schranke nähern, öffnet sie sich, die Ampel springt auf Grün und in der Leuchtschriftanzeige nebenan taucht sogar unser Kennzeichen auf.

Kurz nach 16 Uhr treffen wir in „Trinidad“ ein, einer mittelgroßen Stadt, – hier gibt es einen großen Stadtpark mit Sportanlagen, einem Schwimmbad, großzügigen Grünflächen und vielen Grillplätzen unter schattigen Bäumen, – hier stellen wir uns für die Nacht unter. ( S 33° 31′ 53“ W 056° 54′ 00“ )
Meine Reparatur hat die ersten 200 km überstanden, drückt weiter die Daumen.

Tagesetappe: 204 km Gesamtstrecke: 72.798 km

04.-05.03.2025 – Zwangspause in Colon

Hier in Colon ist echt die Hölle los, – Karneval, – vier Tage langes Wochenende und eine echte Playa am Ufer des mächtigen „Rio Uruguay“, – 6 Campingplätze in nächster Nähe, – alle rappelvoll, – Beachlife, – Budenzauber, – Mallorcafeeling !

Am Abend tönt von überall her laute Musik, – es wird gefeiert, gelacht, – getrunken sicher auch.

Die Aussicht auf einen Mechaniker geht gegen Null, – nach dem Frühstück ziehe ich meinen Blaumann über und kümmere mich um das „HerrMAN“-Problem.
Führerhaus kippen, – schauen, – ausprobieren, – es ist wohl tatsächlich irgendwie die Verbindung vom Motor zum Viskolüfter unterbrochen, – also der Lüfter muß raus.


Als er draußen ist, kann ich sehen, was los ist, – die Blockade, die der Mechaniker in „San Pedro de Atacama“ vor mehr als 4.000 Kilometern in Form von zwei Durchgangsschrauben eingebaut hat, ist weg, – eine Schraube fehlt ganz, die Zweite hängt, ohne Mutter, nur noch funktionslos locker am Lüfter.
Also, zwei neue Schrauben rein und festziehen, — das hilft nicht wirklich.
Dann, – zwei zusätzliche Bohrungen, zwei zusätzliche Schrauben, — auch das hilft nicht.

Nun wird es eng, – wie kriege ich den Lüfter auf der Welle fest ?
Nach längerer Denkpause und Suche in meinen Ersatzteilkisten finde ich ein paar Flacheisen und bastele zwei Verstrebungen mit Bohrungen aus ihnen, die den Antriebsflansch mit der Lüfterscheibe verbinden, – das könnte evtl. klappen.

Dann ist erstmal Feierabend, 37 Grad und brütende Schwüle im warmen Blaumann, – ich bin durch und durch triefend naß und gerädert, ich kippe gleich aus den Latschen, – morgen ist auch noch ein Tag.

An Tag 2 baue ich den Lüfter wieder ein, – vorher müssen wir erst noch ein Segeltuch über die „Baustelle“ spannen, – die Sonne scheint senkrecht auf den Motor und heizt die Eisenteile so auf, daß ich mir die Finger dran verbrennen kann, – dann wird es spannend, – Probelauf.
Das klappt !
Nichts fliegt mir um die Ohren, – der Lüfter dreht sich wieder dauerhaft und dreht rund, ohne eiern oder schleifen. Nun hoffen wir, daß wir die restlichen knapp 500 km unserer Tour noch schaffen, ohne ernsthaft liegen zu bleiben, für die nächste Etappe im Herbst bringe ich dann ein Ersatzteil aus Deutschland mit und baue es ein, dann sollte das wieder problemlos laufen.

Im Nu ist auch Tag 2 um, – der Campingplatz ist seit heute morgen fast leer, – die meisten Besucher sind gestern Abend und in der Nacht abgereist, – Karneval und langes Wochenende sind vorbei.
Wir fahren morgen rüber nach Uruguay, – drückt uns die Daumen.

Tagesetappe: 0 km Gesamtstrecke: 72.594 km

03.03.2025 – Von Monte Caseros nach Colon

Die Nacht ist friedlich und ruhig, vom nahen Fluß streicht immer wieder mal ein frisches Lüftchen zu uns herauf.
Am Morgen wird es dann früh laut, – fleißige Hände beginnen um 7 Uhr den Campingplatz und den Spielplatz zu säubern und den Müll wegzukarren, – wir mittendrin.

Zudem stehen wir hier schattenlos und die Sonne blafft gnadenlos auf uns herab, – so steigt das Thermometer bereits um 10 Uhr auf 32 Grad und wir „hauen ab“, um wenigstens ein wenig Fahrtwind abzukriegen.
Etwa 30 km über die 129, diesmal auf Asphalt, hinaus auf die 14 und weiter südwärts.
Die 14 ist hier noch die „altbekannte“ Landstraße, – später wird sie zu einer recht gut ausgebauten Autobahn, die allerdings so ihre Tücken hat und den HerrMAN mit uns immer wieder mal wegen Wellen und fast unsichtbaren Mulden springen läßt, wie eine übermütige Geiß.

Anfangs ist auch die Landschaft wie gestern und vorgestern, also Weideland mit Rindern und dazwischen angepflanzten Waldstücken.
Später allerdings wird sie etwas interessanter, weil abwechslungsreicher, mit Ackerflächen und dann vielen Hektar Zitrusplantagen, meist werden Orangen angebaut, auf der Straße sehen wir immer wieder ganze LKW-Ladungen davon, an den Straßenrändern stehen unzählige Verkaufsstände, Orangendirektvermarktung, an einigen, wenigen Ständen werden auch Mandarinen und Zitronen angeboten.
Auch die Besiedelung wird dichter, – immer häufiger sind jetzt Häuser und kleine Ortschaften, Gewerbebetriebe und auch Rast- und Tankanlagen entlang der Autobahn zu sehen.
An vielen Stellen ähneln Landschaft und Natur der Unsrigen in Deutschland, -Wälder, Wiesen, Bäche und Tümpel, Äcker, Rinder auf den Weiden, auch viele Häuser sehen vom Stil her gar nicht so exotisch aus, Gewerbehallen und landwirtschaftliche Betriebe sowieso nicht.

Gegen 16 Uhr erreichen wir „Colon“, den letzten Ort vor der Grenze nach Uruguay, – heute sind wir was früher dran und freuen uns auf den etwas früheren Feierabend, wieder am „Rio Uruguay“.
Unser tägliches Gewitter hatten wir schon vor einer halben Stunde, – viel Regen kommt nicht vom Himmel, aber heftig starker Wind weht und bringt die erfreuliche Abkühlung von 38 auf 28 Grad.

Dann kommt wieder das „Denkste!“
8 Minuten vor Ankunft, in der Ortseinfahrt, gibt es irgendein blödes Geräusch unterm HerrMAN, kurz und kreischend, – wir schenken ihm wenig Beachtung, sind noch nicht mal sicher, ob es wirklich aus dem HerrMAN kam. Aber es bestätigt sich leider, denn plötzlich steigt die Kühlwassertemperatur rapide an.
Schei—benkleister, – was ist das jetzt, – könnte ein gerissener Keilriemen sein, – sind aber alle da und auch ganz, stelle ich fest, als ich den HerrMAN von unten inspiziere.
Allerdings läßt sich der Kühlerlüfter bei stehendem Motor leer drehen, – das ist wohl nicht normal, – also, – irgendwie was Ernstes, – das muß ich mir in Ruhe anschauen.
Zunächst suche ich in der Nachbarschaft kurz nach einem Mechaniker, erfahre dann aber, daß heute und morgen wegen Karneval alle Läden und Werkstätten geschlossen sind, – das wird nichts werden.

Also warten wir, bis das Kühlwasser etwas abgekühlt hat und starten dann zum Camping „Los Tilos“ unserem heutigen Nachtplatz ( S 32° 13′ 49“ W o58° 07′ 44“ ).
Noch drei mal stoppen wir für kurze Zeit, um keinen Schaden anzurichten, bevor wir ankommen.
Morgen früh werde ich dann mal schauen, was da wieder los ist.

Tagesetappe: 279 km Gesamtstrecke: 72.594 km

02.03.2025 – Von Santo Tome´ nach Monte Caseros

Hier am breiten Fluß weht immer wieder mal ein kleines Lüftchen und läßt die Nacht ganz angenehm werden.

Am Morgen gegen 10.30 Uhr fahren wir wieder los, – raus auf die 14 und südwärts, es sind schon wieder 32 Grad, bis gegen 14 Uhr erreichen wir dann die täglichen 38, – obwohl wir uns südwärts bewegen, will es einfach nicht ein wenig kühler werden.

Die Fahrt heute verläuft wie die von gestern, – die selbe Straße, – eine schnurgerade Landstraße, – die Landschaft, auch wie gestern, – unendliche Weideflächen mit Rinderherden, – ein paar Nutzholzanpflanzungen dazwischen, – einige, wenige Ansiedlungen, – irgendwie langweilig !

Für den Abend und die Nacht versuchen wir wieder an den Rio Uruguay zu kommen, – dazu verlassen wir die 14 und fahren die 129 hinüber nach „Monte Caseros“, – eine unbefestigte Erdpiste von 30 km Länge führt dort hin, – auch eine Art Abwechslung.


Der Ort ist größer als wir es erwartet haben und irgendwie nett und ordentlich.
Den von uns ausgesuchten Camping „Gral San Martin“ finden wir zwar, aber für uns ist der zu eng und die Äste der Bäume hängen viel zu tief.
Wir fahren am Ufer des Flußes entlang, schöne Wiesen mit Bäumen, die Schatten spenden, Stellplätze hat es hier zu hauf, – jede Menge Besucher sind heute, am Sonntag, hier und erholen sich, feiern, grillen, – Musik ertönt aus den Lautsprechern der Autos, – Viele sitzen mit ihren Campingstühlen und kühlen Getränken im Wasser des seichten Flußufers. So läßt es sich auch bei 38 Grad aushalten.

Hier bleiben wir. ( S 30° 14′ 40“ W 057° 37′ 46“ )
Kaum sind wir richtig angekommen, trifft auch das tägliche Gewitter mit frischem Wind und etwas Regen hier ein. Paßt !

– Paßt wohl doch nicht !?
So gegen 22 Uhr am Abend gesellt sich ein junges Paar zu uns und rät uns davon ab, hier zu bleiben, hier wäre es nicht sicher, – in der Nacht wird wohl die Straßenbeleuchtung hier draußen abgeschaltet, dann ist es stockdunkel, – zudem wird hier draußen immer gefeiert und viel getrunken, was wohl auch schon zu Problemen geführt haben soll, – und von Dieben sprechen sie auch.
Sie empfehlen uns, unbedingt den örtlichen Camping, also dort, wo wir bereits gewesen sind.
Sie fahren mit uns dorthin und zeigen uns einen Platz davor, der auch absolut sicher sein soll. ( S 30° 14′ 53“ W 057° 37′ 55“ )
Alles ist hier hell erleuchtet und bleibt es auch, der Kinderspielplatz ist direkt daneben, hier ist noch Betrieb, selbst gegen Mitternacht kommen noch Eltern mit ihren Kleinen zum Spielen hierher, – nunja, wer kann bei der Gluthitze schon schlafen ?

Tagesetappe: 295 km Gesamtstrecke: 72.315 km