Der „Campingplatz“ liegt versteckt, etwas abseits der „Carretera“, eigentlich stehen wir nur hinter dem Haus einer netten chilenischen Familie, die ein paar Cabanas an Feriengäste vermietet. Aber noch ist keine Saison und wir sind wieder mal alleine, – nicht ganz, – drei wunderschöne, schwarz-weiße Australian Shepards begrüßen uns schwanzwedelnd, während zwischen ihren zwölf Beinen zwei kräftige Kater um Streicheleinheiten werben.
Äußerlich ist alles hier ziemlich einfach, eine primitive Terrasse bietet Sitzplätze und ein wenig Küchenequipment, der Herr des Hauses zeigt uns das Bad, – ….
Und gleich beginnt es wieder zu regnen, – die ganze Nacht, – am Morgen ist unser kleiner Rasenparkplatz komplett durchnässt, teilweise matschig, – beim Rausfahren hinterlassen wir bleibende Eindrücke.
Zum Abschied bittet uns der Hausherr in seine „gute Stube“, – und, – oh ja, das hätten wir so nicht erwartet, – super gemütlich eingerichtet, viel Holz und gemütliche Möbel, – Glasfront Richtung Tal und Meer, – in einer Ecke prasselt das Holzfeuer im gußeisernen Ofen, – das hat was !
Nach ein wenig Unterhaltung verabschieden wir uns, – ein paar Eier von den Haushühnern kriegen wir neben guten Wünschen auch noch mit auf den Weg. Danke sehr.
Zurück auf die Ruta 7 und südwärts, meist an der Küste entlang, – auf Stelzen gebaute Fischerhäuser, – Norwegenfeeling, – draußen in den Fjorden sind massenweise Aufzuchtstationen für Lachse zu sehen, – ansonsten viel Wald, riesige Baumfarne immer und überall und diese riesigen „Rhabarberblätter“. -Gunnera heißt die Pflanze und hat durchaus Ähnlichkeit mit Rhabarber, der Stiel ist eßbar, – die Blätter erreichen mehr als Regenschirmgröße.
Lange wird unser Weg heute nicht werden, nach etwa 70 km stoppt uns eine erste Meerenge bei „Hornopiren“, über die uns eine Fährfahrt von fast 5 Stunden weiter bringen wird.
Aber zunächst haben wir eine erste, kurze Fährfahrt über einen schmalen Meeresarm von „La Arena“ nach „Careta“, die Fähre geht stündlich, – wir haben Glück und können ohne Stop direkt auffahren, sie steht gerade zum Beladen bereit, 24.310 Peso, knappe 22 Euro haben wir zu zahlen, in ca. 40 Minuten kommen wir drüben an und fahren weiter südwärts.
Das Wetter ist heute recht angenehm, Sonnenschein schon am frühen Morgen, weiß-blauer Himmel, 13 Grad am frühen Morgen, später bewegt sich die Temperatur auf 18 Grad, für hiesige Verhältnisse sommerlich.
Gegen 13 Uhr treffen wir am Ticketschalter der „Somarco Ferries“ in Hornopiren ein.
Wir haben immer wieder gelesen, daß man die Tickets unbedingt vorbuchen sollte, weil die Fähren oft ziemlich ausgebucht sein sollen. Mögen wir nicht und fahren auf gut Glück, – und haben Glück: Die Fähre geht zwei mal täglich, am Morgen um 10 Uhr und am Abend um 18.30 Uhr, – die Abendfähre möchten wir nicht, weil man nach fast 5 Stunden Fahrt dann irgendwann mitten in der Nacht anlandet, – also spekulieren wir auf die morgige Tagfähre, – und haben Glück !
Wir erhalten problemlos ein Ticket für den HerrMAN und zwei Personen, der Preis 122.000 Peso, also etwa 110 Euro.
Dann suchen wir uns einen gemütlichen Stellplatz, irgendwo entlang der Uferpromenade ( S 41° 58′ 03“ W 072° 28′ 08“ ) und machen heute mal einen „Faulen“, ein paar kurze Spaziergänge nach draußen, das Wetter paßt, – am Abend dann ein Besuch im benachbarten Restaurant, Lachs ist hier sozusagen „täglich Brot“.
Tagesetappe: 78 km Gesamtstrecke: 76.614 km






























































































































