Es ist fast unglaublich, wie friedlich und still es hier in den Dörfern ist, – keine fahrenden und hupenden Autos, kaum mal ein Moped, – ratternde Züge ?, – Niemals, – Flugzeuge am Himmel ?, – Mangelware, – Maschinenlärm oder Ähnliches ?, – Fehlanzeige, – wir stehen hier mitten im Dörfchen, – Nichts ist zu hören, – es ist eine Idylle, – ein paar Kinder kommen auf den Spielplatz, kicken mit ihrem Ball, – ein paar Spaziergänger flanieren über den Dorfplatz, – immer mal wieder kommt ein Hund vorbei und sucht Anschluß, – eine Frau fährt mit einem „Dienst-Pickup der Stadt“ vor und befüllt einen großen Wassertank, – wir helfen ihr ein wenig, – dafür dürfen wir dann unseren Tank auch gleich füllen.
So friedlich und ruhig vergeht dann auch die Nacht, selbst draußen auf der Ruta 40 herrscht Ruhe.
Wie üblich ist es 10 Uhr bis wir uns auf den Weg machen, – kurzer Stop draußen an der 40, dort ist ein Souvenirladen, – wir schauen kurz rein, – dann fahren wir los.
Die legendäre, berühmt-berüchtigte Ruta 40, auf ihr werden wir in den nächsten Tagen nach Süden ziehen.
Die Ruta 40, – mit fast 5.000 Kilometern die erste durchgehende Überlandverbindung von der bolivianischen Grenze im Norden Argentiniens bis hinunter nach Feuerland. Einst Mythos und pures Abenteuer, – länger als die legendäre Route 66, – rauh, – gefährlich, – einsam – und Schicksal für so manchen Reisenden.
Heute in weiten Stücken asphaltiert, aber immer noch weit über 2.000 Kilometer Schotterpiste, mal mehr und mal weniger gut, immer wieder auch durch Erdrutsche oder Überschwemmungen kurzzeitig unpassierbar, – eigentlich noch immer recht abenteuerlich.
Auf ihr sind wir bereits im letzten Jahr für zwei Tage im nördlichen Argentinien unterwegs gewesen, von „Payogasta“ nach „Cafayate“, (Reiseberichte vom 12. und 13. Februar 2025) – in der Tat abenteuerlich, weil unasphaltiert und ziemlich holprig mit einigen Flußdurchfahrten, aber durch eine unglaublich traumhafte Landschaft.
Das macht es für diesmal spannend.
Bis nach „Malargüe“, der einzigen Stadt weit und breit und ein paar Kilometer dahinter ist die Ruta 40 noch asphaltiert. In „Malargüe“ machen wir noch ein paar Besorgungen, hauptsächlich und wichtig ist immer „Diesel fassen“, wir haben zwar große Tanks, trotzdem muß man hier jede Gelegenheit nutzen, die Tanks zu füllen, über weite Strecken gibt es keine Tankstellen, zudem kann es passieren, daß evtl. an der dann lang Ersehnten gerade kein Sprit vorrätig ist, – also voll bitte !
Ach ja, – das Wetter von heute:
Gerade eben in „Malargüe“ schüttet es für 10 Minuten heftigst, – letzte Nacht und heute Morgen hängen schon bedenklich dunkle Wolken am Himmel und es ist frisch geworden, – vorgestern 37 bis 39 Grad, gestern 27, heute noch 15 Grad, – wenn das so weitergeht, haben wir übermorgen Frost zu erwarten.
Naja, nach dem Regenguß klart es langsam wieder auf, die Temperatur steigt auf 17, 19, später gar 25 Grad, – geht doch !
Hinter „Malargüe“ beginnt für die nächsten 140 Kilometer die Schotterpiste, – natürlich, wie so oft, über weite Strecken von wellblechähnlichen Querrillen durchzogen, – es dauert ein wenig, bis sich ein Fahrrhythmus einstellt, – zu langsam rumpelt jämmerlich und vorwärts geht es auch nicht, – zu schnell, kann schnell ins Aus führen, – für die meisten Stücke ging es heute mit 60 Stundenkilometern recht gut, – unsere Staubwolke zieht weithin sichtbar hinter uns her, manchmal, wenn Bremsen angesagt ist, überholt sie uns, – ganz blöd !
Die Landschaft heute, – anfänglich die brettebene, wüstenähnliche Buschlandschaft bis zum Horizont, – dort begleiten uns nun ständig die Berge der Kordilleren, die Höchsten von ihnen sind noch schneebedeckt.
Später dann fahren wir durch eine herrliche Mischung aus weiten Flächen, bunten Bergen, Tälern mit kleinen Seen oder auch Flüßen, die sich durch die Täler winden.
Ein ganzen Stück hinter „Bardas Blancas“ durchfahren wir eine Vulkanlandschaft, – die kilometerlangen, erkalteten Lavamaßen bedecken die gesamte Ebene, dazwischen und in den umliegenden Bergen erheben sich unzählige kleinere, aber auch richtig große, erkaltete Vulkankegel, – der „Rio Grande“ schlängelt sich irgendwie zwischendurch und sorgt wenigstens für ein klein wenig Grün in der Landschaft.
Erst etwa 30 Kilometer vor “Ranquil del Norte“, unserem heutigen Nachtplatz, endet die Schotterpiste und guter Asphalt beginnt, – auch eine Art Erholung.
Hier in dem kleinen Dörfchen soll es wohl einen Campingplatz geben, – rein theoretisch gibt es den auch, – schmal und klein, – unbesetzt, – und so mit Bäumen bewachsen, daß man wohl höchstens ein paar Zelte darauf stellen könnte.
Etwas abseits der Straße liegt das Gebäude der „Daniel Eraso Schule“, – dort unterhalb der Gebäude finden wir einen angenehmen Stellplatz für die Nacht. ( S 36° 39′ 37“ W 069° 49′ 39“ ).
Tagesetappe: 245 km Gesamtstrecke: 75.368 km













































































































