Unsere Gesamtfahrstrecke im mittleren Südamerika betrug 8.725 Kilometer.
….. insgesamt waren wir vom 12. Dezember 2024 bis zum 14. März 2025, also genau 93 Tage unterwegs,….. davon sind wir an 61 Tagen gefahren, an 32 Tagen haben wir pausiert und haben dem HerrMAN seine Ruhe gelassen, oder wir haben uns um sein „Wohlbefinden“ gekümmert.
….. das ergibt einen Tagesdurchschnitt von 143 Kilometern,
….. in Peru waren wir insgesamt 23 Tage unterwegs und sind ca. 1.200 km gefahren,
….. in Bolivien 12 Tage und haben etwa 1.350 km zurückgelegt,
….. in Chile waren wir 14 Tage unterwegs, dabei haben wir etwa 1.680 km zurückgelegt,
….. in Argentinien waren wir in 2 Etappen insgesamt 24 Tage unterwegs und haben ca. 3.280 km zurückgelegt
….. in Paraguay waren wir ebenfalls in 2 Etappen insgesamt 10 Tage und haben ca. 720 km zurückgelegt,
….. in Brasilien waren wir zum „Kurzbesuch“ nur 1 Tag und sind ca. 50 km gefahren
….. und in Uruguay waren wir 7 Tage unterwegs, an denen wir ca. 450 km gefahren sind.
….. von der Polizei angehalten (Dauerkontrollstellen) und kontrolliert wurden wir (die Grenzkontrollen natürlich nicht mitgerechnet) drei mal, wobei kurz die Papiere (meist geht es um das TIP für das Fahrzeug) kontrolliert wurden, – alles lief jedoch absolut korrekt, problemlos und in freundlicher Atmosphäre ab, – an einer Vielzahl von permanent eingerichteten Kontrollstellen wurden wir freundlich durchgewunken.
….. dafür sind wir 13 mal an die Tankstelle gefahren
….. und haben insgesamt 2.418 Liter Diesel verbraucht,
….. was einem Durchschnittsverbrauch von 27,71 Liter Diesel auf 100 Kilometer entspricht,
(der enorm hohe Dieselverbrauch ist den Fahrstrecken in diesen Ländern geschuldet, wir sind wieder wahnsinnig viele und unglaublich kurvige Berg- und Talstrecken gefahren und hatten enorm viele extreme Schotter- und Erdpisten.)
….. die uns insgesamt etwa 2.680 Euro gekostet haben,
….. das sind im Durchschnitt 1,11 Euro pro Liter
….. und ca. 0,31 Euro Spritkosten pro Kilometer
….. 1 Liter Diesel kostete im Durchschnitt:
….. in Peru ca. 1,01 Euro,
….. in Bolivien ca. 0,81 Euro,
….. in Chile ca. 1,04 Euro,
.…. in Argentinien ca. 1,37 Euro,
….. in Paraguay ca. 1,15 Euro,
….. in Brasilien ca. 1,14 Euro
….. und in Uruguay ca. 1,10 Euro.
……In Peru wird der Sprit in Gallonen verkauft,
……während in Bolivien, Chile, Argentinien, Paraguay, Brasilien und Uruguay nach Litern abgerechnet wird.
….. technische Pannen am MAN hatten wir diesmal immer wieder mal, – der Ursprung lag bei einem Überhitzungsproblem des Kühlkreislaufes in den Hochanden, bzw. der Atacamawüste, dessen Beseitigung mich immer wieder mal beschäftigte und weswegen wir zwei mal in einer Werkstatt waren.
Außerdem hatte sich in Hohenau/Paraquay ein Nagel in einen unserer Reifen gebohrt, dankenswerterweise mußte ich nicht selbst ran, – es gab dort eine Reifenwerkstatt, die das Problem für uns beseitigen konnte.
….. Unfall hatten wir glücklicherweise keinen.
….. Grenzübertritte hatten wir insgesamt 12
( Deutschland-Spanien / Spanien-Peru / Peru-Bolivien / Bolivien-Chile / Chile-Argentinien / Argentinien-Paraguay / Paraguay-Brasilien / Brasilien-Paraguay / Paraguay-Argentinien / Argentinien-Uruguay / Uruguay-Spanien / Spanien-Deutschland )
….. jeweils 1 Ein- und Ausreise nach Spanien und nach Deutschland, – problemlos und schnell.
….. die restlichen 8 waren richtige Grenzübertritte mit dem HerrMAN, die jeweils eine Ausreise- und eine Einreisekontrolle mit entsprechend, teilweise aufwendigem, Papierkram bedeutet haben,
……die Einreise (Flughafen) nach Peru und die Ausreise (Flughafen) aus Uruguay waren unproblematisch
……die Landgrenzen waren relativ problemlose Grenzen und jeweils in weniger als 1 Stunde bis zu 1 ½ Stunden komplett erledigt, – lediglich Paraguay-Argentinien zog sich über 2 Stunden, weil dort sehr viel los gewesen ist und „der Laden“ ziemlich unorganisiert arbeitet.
….. Währungen hatten wir unterwegs 8 verschiedene:
….. in Deutschland und Spanien natürlich den Euro
….. in Peru den Peruanischen Sol (1 Euro entspricht etwa 4 Soles)
….. in Bolivien den Peso Boliviano (1 Euro entspricht etwa 7,50 Bolivianos)
….. in Chile den Chilenischen Peso (1 Euro entspricht etwa 1.030 Pesos)
….. in Argentinien den Argentinischen Peso (1 Euro entspricht etwa 1.160 Pesos)
….. in Paraguay den Paraguayischen Guarani (1 Euro entspricht etwa 8.650 Guaranies)
….. in Brasilien den Brasilianischen Real (1 Euro entspricht etwa 6,20 Real)
….. und in Uruguay den Uruguayischen Peso (1 Euro entspricht etwa 45 Pesos)
Bevorzugt US-Dollar (aber auch Euro) umtauschen kann man in Banken und Wechselstuben in den Städten, fliegende Händler direkt an den Grenzen tauschen auch, meist ist jedoch der Umtauschkurs ziemlich schlecht, – allerdings für die erste „Not“ kann man schon mal 50 oder 100 US-Dollar umtauschen, muß sich aber vorher über den Kurs informieren und dann hart verhandeln.
Geldautomaten gibt es fast überall in den Städten, in Banken und oft in Supermärkten, – mit internationalen Kreditkarten kann man fast überall problemlos Geld abheben, – manchmal leider nur in „kleinen Happen“ und die Gebühren sind auch nicht gerade niedrig. Gerade in den Ländern, in denen eine Abhebung unglaublich viele Geldscheine ausspuckt (Chile, Argentinien und Paraguay), sind gelegentlich die Automaten leer, also dann einen anderen suchen, oder gelegentlich funktionieren sie nicht beim ersten mal, dann einfach mehrmals hintereinander am selben Automaten probieren.
….. Peru liegt 6 Stunden hinter der mitteleuropäischen (Winter-) Zeit zurück,
….. Bolivien 5 Stunden,
….. und Chile, Argentinien, Paraguay und Uruguay nur noch 4 Stunden.
….. der tiefste Punkt unserer Reise lag auf Meereshöhe, bei unserem Besuchen entlang des chilenischen Pazifik von Tocopilla nach Iquique.
….. der Höchste bei 4.825 Metern über dem Meeresspiegel, in den Hochanden zwischen San Pedro de Atacama und dem Paso Jama in Chile.
….. wir haben insgesamt 4.450 Fotos “geschossen”,
….. die besten 807 davon sind in diesem Blog zu sehen.
(Seht uns bitte nach, wenn die Qualität nicht immer top ist, – den einen oder anderen Schnappschuß konnten wir nur durch die Windschutzscheibe des HerrMAN, und das oft während der Fahrt, machen).
….. Brauchwasser haben wir ungefähr 12 mal getankt, bei ca. 250 Litern Tankvolumen sind dies etwa 3.000 Liter.
….. die Möglichkeiten dazu sind eigentlich zufriedenstellend, – man muß halt immer, wenn die Möglichkeit besteht (meist auf Campingplätzen), auch nachtanken, auch wenn der Tank noch nicht leer sein sollte, außerhalb der Campingplätze gibt es wenig Möglichkeiten, manchmal liegt der vorhandene Druck nahe Null, ein anderes mal sind die Hähne so exotisch oder auch teilweise kaputt, daß man keinen Schlauch anschließen kann, oder die Entnahmestelle ist nicht mit dem Fahrzeug erreichbar (Kanister oder Gieskanne ist oft hilfreich).
..… Trinkwasser gibt es in allen Ländern zu kaufen,
……meist in den 5 oder 6-Ltr.-Plastikkanistern und in den üblichen 1,5 Ltr.-Plastikflaschen völlig problemlos in (fast) jedem Dorfladen oder in Supermärkten.
Wir schauen immer nach den 20-Liter-Tausch-Garafones und füllen sie dann in unsere eigenen Behältnisse, damit das Müllproblem in diesen Ländern nicht noch größer wird, sie gibt es manchmal an Tankstellen, aber auch in vielen kleinen Dorfläden.
….. Propangas hatten wir noch 1 x 8 kg gefüllt an Bord, unsere zweite 8 kg-Flasche haben wir in Cusco/Peru nachfüllen lassen, von der wir die gesamte Zeit „gezehrt“ haben.
……Unsere Stromversorgung funktionierte ausschließlich über die Solaranlage, fast täglicher Sonnenschein und häufiges Fahren haben die Batterien nahezu täglich voll aufgeladen.
Einmal mußten wir uns an Landstrom anschließen, weil wir einige Tage im Schatten hoher Bäume gestanden haben und dadurch nicht genug Strom erzeugen konnten.
……die Landstromversorgung erfolgt in den nördlichen Ländern Südamerikas mit 110 Volt-60 Hertz-Landstrom, wer also diesen nutzen muß, braucht zunächst einen Adapter (2 Flachstifte, etwas enger als unsere Rundstifte) und dann, falls der bordeigene Elektroblock diesen 110 Volt-Strom nicht verarbeiten kann, einen zusätzlichen Wandler, der aus diesen 110 V dann 220 V macht. ( Aber Vorsicht: Ich hatte unseren Elektroblock vor 4 Jahren in Mexiko zerschossen, weil er nur max. 250 V verträgt und ich wohl knapp 260 V reingeladen hatte, denn nicht alle Wandler machen aus 110 V die gewünschten 220 V, sondern verdoppeln einfach die Eingangsspannung, so hatte der Eingangsstrom damals 128 Volt und ich habe mit 256 Volt geladen, was der E-Block halt nicht lustig fand. Also, vorher evtl. mal nachmessen, was da aus der Leitung kommt).
Landstrom ist nicht an allen Stellplätzen verfügbar.
In Peru und auf ausgesuchten Stellplätzen wird auch 220 Volt-60 Hertz-Landstrom angeboten, die Stecker sind die selben, wie bei uns, – also immer mal schauen, was es so gibt.
Weiter im Süden, also Paraguay, Argentinien und Uruguay bieten mit 220 Volt 50 Hertz die selbe Stromversorgung und die selben Steckdosen, wie wir sie von Deutschland kennen.
……Die Versorgung mit Internet ist ein spezielles Thema:
WLAN ist relativ oft verfügbar, – auf vielen Campingplätzen, – bei Hotels oder auch in Restaurants, – an den Supermärkten der großen Konzerne und oft in den Schnellrestaurants der großen Städte. Allerdings sind die Qualitäten oft nicht wirklich gut und reichen gerade mal für das Abholen von Mails oder für das Versenden einfacher Nachrichten.
……Mobiles Internet ist in ganz Südamerika verfügbar, zumindest in den großen Städten und entlang der Hauptrouten, und das in erstaunlich guter Qualität, – nicht verfügbar ist es oft irgendwo draußen „in der Pampa“ und hoch oben in den Bergen, abseits jeglicher Zivilisation.
……für Peru hatten wir SIM-Karten von ENTEL,
……in Bolivien benutzten wir CLARO,
……in Chile wechselten wir wieder zu ENTEL,
……in Argentinien benutzten wir PERSONAL,
….. in Paraguay CLARO
….. und in Uruguay dann MOVISTAR.
Die Unterschiede in den Karten sind nicht wirklich groß, die Netzabdeckung ist bei den großen Anbietern fast identisch, die kleineren Unternehmen, wie PERSONAL oder ENTEL machen etwas bessere Angebote.
Das Beschaffen einer neuen SIM ist nicht wirklich aufwendig, und schon gar nicht teuer, etwa 1,50 bis 2 Euro kosten sie und sind oft an Kiosken und in kleinen Läden erhältlich. Allerdings ist das Aktivieren nicht ganz einfach, weswegen wir hierfür immer in die speziell dafür vorgesehenen Telefonläden gegangen sind, die das freundlicherweise für uns erledigt haben. Nachladen geht dann problemlos an vielen Kiosken oder in kleinen Läden, mit Rubbelkarten oder auch digital, in Argentinien bei PERSONAL ging dies über eine App auch online.
Die Preise schwanken natürlich von Land zu Land, aber mehr als ca. 8 Euro haben wir für 10 bis 15 GB nie ausgeben müssen.
In manchen Ländern muß man sich bei der Aktivierung der SIM-Karte richtig registrieren, mit Adresse und Reisepaßnummer, einige Länder sind bis zu 30 Tagen frei.
…… die Versorgung mit Lebensmitteln ist absolut problemlos:
Supermärkte mit Vollsortiment gibt es in jeder größeren Stadt in allen bereisten Ländern, die Preise sind für die dortigen Einkommensverhältnisse erstaunlich hoch, speziell Chile, Argentinien, Paraguay und Uruguay sind teure Länder.
In den kleinen Dörfern gibt es sehr viele Minimärkte, die die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs anbieten, Obst und Gemüse wird zudem sehr oft auf Märkten und an den Straßenrändern, frisch und zu unschlagbar günstigen Preisen angeboten.
Problematisch ist und bleibt für uns die Versorgung mit Brot, – was in den Supermärkten als Brot angeboten wird, hat den Namen nicht wirklich verdient, – die lokalen Bäckereien (Panaderia) bieten duftende Frischware in großer Auswahl an, allerdings alles durchweg aus Weißmehl hergestellt, wer so etwas liebt, ist im Paradies zu Hause.
Wir konnten einmal selbstgebackenes Brot in bester Qualität ergattern und haben uns welches im Gefrierschrank gebunkert.
….. Wäsche waschen ist relativ unproblematisch, Waschservice wird auf manchen Campingplätzen angeboten, Wäschereien gibt es überall in den Städten, wer selbst waschen möchte, findet auch auf manchen Campingplätzen, oder in den Städten, Waschmaschinen zur Selbstbedienung.