In der Nacht haut es wieder sintflutartig Wasser vom Himmel auf die Erde und uns herunter , – es trommelt und platscht, – stundenlang.
Der morgendliche Blick aus dem Fenster zeigt eine Seenlandschaft rundum, – braune Pfützen, – volle Gräben, – Wege und Pfade voller Wasser.
Gegen 10.30 Uhr machen wir uns los, – heute ist Grenztag.
Bei der Ausfahrt über die schmalen, sandigen Wege des Campground hinterlassen wir tiefe Spuren, – obwohl ich verdammt aufpasse, die Schäden nicht größer zu machen, wie es halt eben geht, wird man unsere Spuren wohl noch einige Zeit sehen.
Raus auf die 11, – unsere Stollenreifen sind vollkommen mit Matsch zugesetzt, – wir hinterlassen eine lange Dreckspur auf der noch nassen Straße, – nun, der nächste Regenguß kommt bestimmt und wird sie beseitigen.
Zur Grenze sind es nur wenige Kilometer, – die Ausreise aus Argentinien geht superflott, nach 20 Minuten ist Alles erledigt, – dann fahren wir hinüber nach Paraguay, wir reihen uns in die kurze Fahrzeugschlange zur Paßkontrolle, – schon aus der Ferne fällt mir die Überdachung darüber auf und ich zweifele an der Durchfahrtshöhe, – und als wir nach Minuten endlich dran sind, – Heike schaut mittlerweile schon stehend durch das Schiebedach raus um die Dachkante zu sehen, bewahrheitet sich die Misere, es fehlen wohl 5 Zentimeter an Höhe.
Ein Zöllner hat es auch schon bemerkt, winkt besorgt und auch zwei Fahrzeuge hinter uns haben das Problem bereits erkannt und halten Abstand, – wir müssen rückwärts raus.
Der Zöllner gibt uns freundlich zu verstehen, daß wir ausnahmsweise mal rüber auf die LKW-Spur müssen und begleitet uns, – er macht den Weg frei, weist uns ein, stoppt andere Fahrzeuge, räumt Pylonen weg und begleitet mich dann von dort zu Fuß zu den entsprechenden Abfertigungen, – wirklich äußerst freundlich und hilfsbereit, das ist wahrlich nicht selbstverständlich.
Nach einer knappen Stunde sind wir auch hier durch, – die Geldwechsler an der Straße laße ich abblitzen, der Kurs ist mehr als miserabel.
Ins Land hinein, Richtung „Asuncion“, der Hauptstadt, geht es über die große, mautpflichtige Brücke „Puente Remanso“, die über den Rio Paraguay führt. Der Kassierer an der Mautstelle läßt sich überreden und wir können mit Pesos aus Argentinien bezahlen, an einer anderen Mautstelle, die später folgt, klappt das nicht mehr und wir müssen die eigentlich lächerlichen, umgerechnet 61 Eurocent mit der Visakarte bezahlen, – nunja !?
Die Hauptstadt umgehen wir in einem großen, nördlichen Bogen über die 3 und dann hinunter zum „Lago Ypacarai“, nach „San Bernardino“ und über die 2 hinüber nach „Caacupe´“.
Die 3 und die DO 12 entlang des Sees sind etwas holprig und hier gibt es wieder jede Menge dieser „Topes“, also Bremsschweller, – es rumpelt und rattert andauernd.
Am See entlang reihen sich die tollen Grundstücke nahtlos aneinander, – fette Villen, – hohe Zäune um parkähnliche Grundstücke, – neben den Einfahrten die „Container“ der Security, – hier zeigt man, was man hat. Offensichtlich haben sich hier auch einige Westeuropäer angesiedelt, – so lesen wir die beiden Straßenbezeichnungen „Calle Dr. Jörg Haider“ und „Ave. Uwe Seeler“.
Die 2 ist dann eine richtige Autobahn, wie wir sie von Deutschland kennen, gut asphaltiert, breit, mit Standstreifen, Leitplanken usw., – nach wenigen Kilometern erreichen wir unsere Ausfahrt, stehen allerdings dann vor einer nur 2,50 mtr. hohen Unterführung, – das wird nichts, – also Warnblinker, Rückwärtsgang und zurück auf die Autobahn, eine Abfahrt weiter und auf der anderen Seite wieder zurück.
Über einen kurzen, sandigen Feldweg erreichen wir den Campingplatz „Pequena Baviera“ (Klein-Bayern), der einer deutschen Familie gehört und von ihr geführt wird. ( S 25° 22′ 55“ W 057° 04′ 13“ ). Unter hohen, schattigen Bäumen loggen wir ein, hier werden wir für ein paar Tage rasten.
Tagesetappe: 110 km Gesamtstrecke: 71.180 km





















































































































