Gegen 11 Uhr fahren wir los, durch das Städtchen auf die 9 und dann südwärts.
Unser heutiges Ziel, der Nationalpark „Calilegua“ liegt nur etwa 60 km östlich, allerdings führt keine Straße nach Osten, so müssen wir auf der 9 ca. 120 km nach Süden und auf der 34 wieder ca. 90 km nach Norden fahren, um den Nationalpark zu erreichen.
Unser heutiger Nachtplatz war noch auf ca. 2.500 m.ü.NN, in diesem herrlich grünen Tal des „Rio Grande“, so geht es zunächst weiter, rechts und links die bunten, vegetationslosen Berge, in der Mitte das grüne Tal, die Straße geht stetig ein wenig abwärts…..
…..und plötzlich ist Alles anders, – die Berge tragen einen grünen Flaum, das Tal wird noch breiter und irgendwann erreichen wir das Tiefland, sind unten auf 600 Meter, – die Landschaft sieht irgendwie aus, wie bei uns in Deutschland, grüne Wiesen, Felder, Mais, Zuckerrohr, Pferde und Rinder auf den Weiden und Bäume, richtig viel Bäume, – hatten wir seit vielen Wochen nicht mehr
….. und es wird heiß, – subtropisch, – gegen Mittag 33 Grad, 34, und langsam immer mehr, – gegen 14 Uhr knacken wir die 40-Grad-Marke, – das ist heftig !
Vor „San Salvador de Jujuy“ beginnt eine Autobahn, – Standstreifen, – Mittelstreifen, – Leitplanken, – das mitten in diesem Grün, irgendwie fühlen wir uns irgendwo zwischen Würzburg und Ulm.
Die Stadt lassen wir links liegen, – biegen dann nach Osten auf die 66 und dann nach Norden, „San Pedro de Jujuy“ und am Ende landen wir in „Libertador General San Martin“, einem kleinen Städtchen am „Rio San Lorenzo“, – dort, nach der Überquerung des Flußes führt eine kleine Schotterpiste, die 83, noch etwa 8 km in den Nationalpark hinein.
Der Nationalpark rühmt sich, 300 verschiedenen Vogelarten, einigen Pumas und Jaguaren eine Heimat zu bieten. Wir fahren ein Stück in den Urwald hinein und wollen dann auf dem angegliederten Camping „Calilegua“ übernachten. Ein dicker, tiefhängender Ast eines Baumes hindert uns daran, so parken wir einfach in einer kleinen, seitlichen Lichtung am Weg. ( S 23° 47′ 38“ W 064° 47′ 11“ )
Später kommt einer der Ranger vorbei und bittet mich, für die Besucher-Registrierung in das etwa 400 Meter entfernte Visitorcenter zu kommen.
Mit Einbruch der Nacht wird es hier stockdunkel, ein paar elsterähnliche Vögel waren schon hier zu Besuch, andere melden sich nur durch Pfeifen, Rufen und Gurren, mal schauen, was es so zu hören gibt, in der Nacht.
Mit Einbruch der Dunkelheit ist auch mit draußen sitzen nichts mehr, – es summt und schwirrt überall, – Mücken ohne Ende, – also rein in die gute Stube, – es sind noch immer 34 Grad, drinnen, wie draußen. – Gute Nacht.
Tagesetappe: 206 km Gesamtstrecke: 69.317 km


















































































































