23.01.2025 – Ruhetag in San Pedro de Atacama

Das „Desert Camp Andes Nomads“ ist ein toller Platz zum „Abhängen“, – ruhig, – abseits gelegen, – schattig, – das Wetter ideal, – am Tag 25 bis 27 Grad, – die Nächte sind frisch, 12 Grad, – wie das halt in der Wüste so ist.

Also ist heute mal Faulenzen angesagt, – Lesen, – ein wenig Schreiben, – Tourplanung für die nächsten Tage machen.

Nun, so ganz gelingt mir das „Faulenzen“ dann doch nicht, – das „Temperaturproblem“ vom HerrMAN bereitet mir Kummer, – ich stöbere mal durchs Internet, manchmal hat es dort vernünftige Tips, – dann werfe ich den Blaumann an und prüfe noch einmal alle Möglichkeiten durch, die das Problem machen könnten. Dabei finde ich neben den 2 Keilriemen, die ich schon geprüft habe, – ganz weit oben, – dort wo kein Mensch mehr hinkommt, nochmal zwei, – den Antrieb für die Wasserpumpe, – und die sind nicht wirklich stramm.
Also, – volles Programm, – Fahrerhaus kippen, – spannen geht nur von oben, – in 30 Minuten bin ich fertig und hege die Hoffnung, daß das Problem behoben sein könnte.
Morgen fahren wir in die Berge, – dort wird es sich zeigen.

Für heute gilt weiter, – Füße hoch, – ausruhen.

Tagesetappe: 0 km Gesamtstrecke: 68.154 km



22.01.2025 – Von Calama nach San Pedro de Atacama

Irgendwann spät am Abend riegelt die Security den Parkplatz komplett ab und öffnet erst wieder um 08.30 Uhr in der Früh. Gut so.
Die Nacht ist ruhig, – hier und da hört man ein wildgewordenes Motorrad laut brüllend durch die Stadt rasen, – naja, – auch nicht wirklich tragisch.

Heute haben wir eigentlich die Besichtigung der riesigen Kupfermine „Chuquicamata“ auf dem Plan. Am Visitorcenter der Bergwerksgesellschaft soll angeblich um 13 Uhr ein Bus die Besucher zur Mine bringen. Wir fahren hin, – uuund ….
– nichts ist da, – das Gebäude ist mit hohen Zäunen eingehaust und abgeschloßen, – eine Dame von der Security kommt an den Zaun und bringt mir auf Nachfrage einen Prospekt. Ihre Auskunft, daß wir per Mail um einen Termin anfragen müssen und auf die Antwort warten sollen, ist reichlich unbefriedigend. Außerdem gibt es hier, wider Erwarten, keinerlei Möglichkeit, den HerrMAN irgendwie gesichert für die Zeit des Ausfluges abzustellen. Das ist nun alles ziemlich blöd und unbefriedigend.
Heike hat irgendwo gelesen, daß das Besucherzentrum von 11 bis 14.30 Uhr nicht besetzt sei, so fahren wir tanken und erledigen andere Dinge, um nach 14.30 Uhr noch einmal vorstellig zu werden. Aber nichts ist anders, – das Office dauerhaft geschlossen, – nun haben wir keine Lust mehr, – so sehenswert kann keine Mine sein, daß wir tagelang auf einen Besichtigungstermin warten und dann evtl. noch den HerrMAN geknackt kriegen. Nein, – sorry, wir sind dann mal weg.

Wir machen uns raus auf die 23, etwa 100 km quer durch die Wüste nach „San Pedro de Atacama“.
Zunächst ist die Wüste eben und gerade, – halt so eintönig wie gestern schon, – erst einige Kilometer vor der Stadt wird sie „aufregend“ und richtig schön. Hügel und Berge, Täler und tiefe Canyons haben sich in den Wüstenboden eingegraben, am Horizont tauchen hohe Berge auf, Vulkankegel, – so lieben wir das.

Unterwegs steigt die Wassertemperatur des HerrMAN wieder zu hoch, – nicht ganz so wie gestern, aber unnormal und im Wissen der über 4.000 Meter hohen Pässe vor uns ein NoGo.
Am Abend blase ich Kühler und Luftfilter sauber, mehr kann ich im Moment nicht tun.
Wir fahren übermorgen noch einen Ausflug, – mal schauen, ob sich etwas verändert, – ansonsten ist wohl erst mal irgendwie Werkstatt angesagt.

Für heute haben wir uns den Campingplatz „ Andes Nomads, Desert Camp“ ausgesucht, einen recht angenehmen Platz, mit Stellplätzen im Schatten von Bäumen und einem Pool. ( S 22° 58′ 54“ W 068° 10′ 57“ ) Hier werden wir wohl auch mal eine Pause einlegen.

Tagesetappe: 122 km Gesamtstrecke: 68.154 km



21.01.2025 – Von der Oase Pica nach Calama

Der Sonnenuntergang in der Wüste, – traumhaft, – fast wie am Meer.
Die Nacht ist wieder herrlich still, – irgendwann ist das Kläffen einer ganzen Hundemeute am Zaun zu hören, – nur kurz, – dann sind sie weg.

Die Nacht ist angenehm kühl, aber alles andere als kalt, – die Tagestemperatur von 27 Grad geht runter auf 15, – angenehmer Schlaf ist da garantiert.

Am Morgen machen wir uns los, – zunächst besorgen wir uns im örtlichen „Mercado“ ein wenig Obst aus der Oase, – mal schauen, wie das schmeckt.
Dann fahren wir die etwa 30 km auf der A 75 schnurgerade nach Westen, – dort auf die Routa 5, die alte „Panamericana“, etwa 200 km schnurgerade nach Süden, (naja, 2 kleine 15 ° Bogen macht die Straße wohl doch und im Bereich „Quillagua“ sogar ein paar leichte Kurven), dann an einer Kreuzung 90 Grad nach links, auf die 24 und dort nochmal 70 km schnurgeradeaus nach Osten, um letztendlich in „Calama“ einzutreffen.

Die Fahrt durch die Atacama-Wüste ist ziemlich langweilig, – brettebene Flächen, – kaum Hügel oder gar Berge, – die Wüste selbst eigentlich ohne Sand, wie man sich Wüste eben so vorstellt, – nein, rotbraune Erde, grauer Staub, manchmal Steine, – wir dazwischen auf der astrein asphaltierten Landstraße, mit 85 km/h „fliegen“ wir durch die Einsamkeit.
Kurz vor „Quillagua“ ist eine Permanentkontrolle der „Aduana“ für die Fahrzeugpapiere, – kurz anhalten, vorzeigen, Stempel drauf und weiter, – alles problemlos.
Dann folgt ein kurzer Abschnitt „schöne“ Wüste, – hügelig, – kurvig, – Sand und Fels wechseln sich ab, – links das Bett des „Rio Loa“, naja eher des Baches „Loa“, trotzdem reicht sein Wasser aus, um das Tal zu begrünen, – schön anzusehen.

Dann geht es eintönig weiter, bis wenige Kilometer vor „Chuquicamata“ Hügel, Berge und Kurven für etwas Abwechslung sorgen.
In einem langen Anstieg sendet der HerrMAN plötzlich ein „STOP-Signal“ wegen Überhitzung, – sehr ungewöhnlich, da hat er aber schon andere Hitze und mächtigere Anstiege gut überstanden. Trotzdem halten wir mal 10 Minuten an, die Pause tut ihm gut, hinter dem Berg in der Talfahrt kühlt er runter auf Normaltemperatur.
Keine Ahnung, was das jetzt gerade war, – Wasser, Öl, Keilriemen, Lüfter, – alles scheint zu funktionieren, – muß ich morgen unbedingt im Auge behalten, hoffe, daß nur kurz irgendetwas nicht geschaltet hat.

Gegen 18 Uhr sind wir in „Calama“, – spät geworden, – sind ja auch über 300 km geworden, und in der Wüste sieht es verdammt mau aus mit Übernachtungsplätzen.
Heike möchte noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen, außerdem hat sie gelesen, daß man hier auf dem „Lider-Supermarktparkplatz“ gesichert übernachten kann. Das paßt doch, – auch die Security vor Ort stimmt dem zu. Danke. ( S 22° 28′ 09“ W 068° 55′ 57“ )

Tagesetappe: 328 km Gesamtstrecke: 68.032 km



20.01.2025 – Von Iquique zur Oase Pica

Der Pazifik ist laut an dieser Stelle, die Wellen klatschen gegen die Felsen unterhalb unseres Stellplatzes. Tja, und da zeigt sich auch der Unterschied zwischen Autobahn und normalen Straßen, während in vielen anderen Städten nachts kaum Verkehr zu hören ist, hört man hier das Rauschen des Verkehrs und das Dröhnen der Motoren von der Autobahn, die etwas entfernt an unserem Nachtplatz vorbeiführt.

Gegen 11 Uhr machen wir uns auf diese Autobahn, die A1 nach Norden, sie führt durch die Stadt, macht im Norden eine 180-Grad-Wende und führt dann als 16 nach Osten, wo sie auf die Routa 5 trifft, die alte „Panamericana“, die durch die Atacama-Wüste wieder nach Süden führt.
Wir sind überrascht über diese Stadt, „Iquique“, – eine Skyline aus Hochhäusern, – kilometerlange Strände, – Uferpromenade, – Hotels, – „Klein-Acapulco“ fällt mit dazu spontan ein.

Nach der 180-Grad-Wende geht es zurück in die Berge und hinaus in die Wüste, – steil windet sich die Autobahn nach oben, – auf dem Plateau hat sich Industrie und Gewerbe angesiedelt, – nach einigen Kilometern enden dann die Ansiedlungen und auch der Verkehr wird wesentlich weniger, wir sind wieder bei etwa 1.300 Metern ü. NN angelangt.

Heute besichtigen wir die alte „Salpeterstadt Humberstone“, – zwischen 1872 und 1960 wurde hier und in der Nachbarstadt „Santa Laura“ Salpeter im großen Stil abgebaut und in alle Welt geliefert. „Humberstone“ war eine von den Minenbesitzern für die Arbeiter und ihre Familien gebaute Stadt mit Wohnungen, Einkaufs- und Vergnügungsmöglichkeiten, – heute eine verwaiste Geisterstadt.
Alte Maschinen, Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände, Loren und Eisenbahnen sind ausgestellt, die Wohnungen, Läden, das Krankenhaus, die Kirche und ein Theater sind zu besichtigen und geben einen recht guten Einblick in die damalige Arbeits- und Lebenswelt.

Am Nachmittag fahren wir weiter nach Süden, – die Wüste ist flach und eintönig, – mit der „Pampa del Tamarugal“ tauchen plötzlich Wälder neben der Straße auf, – Tamarugobäume, tamariskenähnliche Gewächse stehen hier, ihre bis zu 12 Meter tief reichenden Wurzeln finden anscheinend immer noch ein wenig Wasser unter der Wüste, um zu überleben, auf über 25.000 Hektar gelingt ihnen das noch.

Wir biegen links ab auf die A 75, sie führt schnurgerade etwa 30 km nach Osten, auf die A 665 und zur kleinen Oase Pica. Hier wird es plötzlich grün, es werden Trauben, Mangos, Datteln und vor allem Limonen angebaut, die landesweit den Ruf haben, die Besten zu sein.
Auf dem Campground „Intirai“ lassen wir uns für die Nacht nieder. ( S 20° 29′ 27“ W 069° 19′ 40“ )

Tagesetappe: 158 km Gesamtstrecke: 67.704 km



19.01.2025 – Von Tocopilla nach Iquique

Am Strand nebenan ist noch richtig was los am Abend, – laute Musik bis tief in die Nacht, – Stimmen, – Lachen. Die Chilenen geniessen ihren Samstagabend.

Der Morgenhimmel ist ein wenig bedeckt, bei 24 Grad absolut kein Problem, – sehr angenehmes Wetter hier am Meer.
Gegen 11 Uhr machen wir uns los, raus auf die A 1 und Richtung Norden.
Die Straße ist gut ausgebaut, – wir kommen flott voran, – sie führt fast 200 km direkt an der Küste entlang, – rechts immer die Berge der Küstencordillere, – links der Pazifik mit seinen teilweise heftigen Wellen, aber auch sanften Buchten, – Playa für Playa reihen sich aneinander, – viele belagert mit Zelten, Pavillons und Autos, teilweise kleine Camps mit Wohnwagen und Wohnmobilen, – Angler stehen an den Stränden oder auf den Klippen und versuchen ihr Jagdglück.

Die paar wenigen Ansiedlungen rechts und links der Straße machen einen „ärmlichen“ Eindruck, überwiegend „Bretterbuden“ auf Stelzfundamenten, windige Zäune drumherum, oft aus alten Paletten oder auch aus alten Holzpfosten und rostigen Blechplatten zusammengestellt, – leider ist auch hier das Müllproblem unübersehbar, das Zeug wird einfach irgendwo in eine Mulde geworfen, der Wind tut ein Übriges und verteilt Alles in der Wüste.
Erst am Abend, als wir „Iquique“ erreichen, sehen wir auch wieder Steinhäuser, die Stadt selbst hat eine Skyline aus Hochhäusern, die sich am Meer entlangreihen.

Auffallend viele Busse sind auf der Strecke unterwegs, heute am Sonntag auch einige LKW, insgesamt jedoch ist der Verkehr eher gemäßigt bis ruhig.
Etwa 30 km vor unserem Tagesziel „Iquique“ mutiert die gut ausgebaute Landstraße zu einer echten Autobahn, – blitzsauber asphaltiert mit Standstreifen und doppelter Mittelleitplanke.
An einer Mautstation zahlen wir etwa 1,50 Euro Maut.

Gegen 16 Uhr treffen wir dann am Camping „Cabanas Las Lomas de Tres Islas“, kurz vor der Stadt „Iquique“ ein. ( S 20° 18′ 31“ W 070° 08′ 09“ )

Tagesetappe: 198 km Gesamtstrecke: 67.546 km



18.01.2025 – Von Calama nach Tocopilla

Ruhig ist es hier, obwohl wir mitten in der Stadt sind.
„Calama“, – mitten in der Wüste, – staubtrocken, – Heike liest in einem Artikel, daß es hier in dieser Stadt, so lange es Wetteraufzeichnungen gibt, – noch nie geregnet hat !

Nachdem wir gestern in der Stadt vergeblich versucht haben, Guthaben auf unsere Smartphones zu kriegen, frage ich heute früh vor der Abreise die Besitzerin des Campingplatzes, ob sie irgendwie weiter weiß. Und sie weiß weiter: Loreta, die Tochter und ehemalige Mitarbeiterin bei Entel, kommt zu Hilfe und lädt uns die Telefone online auf. Zwar gestaltet sich auch das als sehr mühsam, sie telefoniert 20 Minuten mit der Zentrale, aber letztendlich gelingt es. Vielen Dank dafür.

Es ist schon wieder mal 12 Uhr geworden, als wir vom Platz fahren, hinaus auf die 24, Richtung Westen, – „Tocopilla“ an der Pazifikküste ist unser Ziel.
Etwa 150 km fahren wir, – immer durch die Atacama-Wüste, – schneeweiß, – staubtrocken, – Straße, – 5 Stromleitungen und eine Pipeline, die gerade erst gebaut wird, führen schnurgerade, wie mit dem Lineal gezogen, durch sie hindurch, – geschundenes Land, – seitlich führen immer wieder staubige Pisten zu irgendwelchen Minen.


Gleich hinter „Calama“, bei „Chucuicamata“ befindet sich die größte, offene Kupfermine der Welt, ein Riesenloch von 5 km Länge, 3 km Breite und 1 km Tiefe, – 350.000 Tonnen reines Kupfer werden hier jährlich gefördert.

In etwa einer Woche kommen wir hierher zurück und werden die Mine besichtigen, – dies ist heute wegen dem Wochenende nicht möglich.
Sehen können wir schon mal aus der Ferne einige der riesigen Muldenkipper, die wohl weit mehr als 200 Tonnen Gestein laden können und deren Reifen schon mal stattliche 4 Meter Durchmesser haben.

Die Asphaltstraße ist recht gut ausgebaut, zwar manchmal ein wenig holprig, aber ohne Schlaglöcher, – wir kommen gut voran, 80 km/h sind locker drin, – die Eintönigkeit der Strecke und die pralle Hitze sind wahnsinnig ermüdend.

Von fast 2.300 mtr. ü. NN fahren wir in der letzten Stunde stets bergab, bis wir irgendwann den pazifischen Ozean sehen und letztendlich bei 11 mtr. ü. NN auf unserem Nachtplatz landen.

Die Temperatur bewegt sich von 22 Grad in „Calama“ auf satte 35 Grad in der Atacama und sinkt wieder, um so näher wir dem Meer kommen, – bei angenehmen 24 Grad bleibt das Thermometer stehen, – die Sonne sticht den gesamten Tag gnadenlos von einem wolkenlosen Himmel, – immer und überall saugen Windhosen den weißen Staub in die Höhe und treiben ihn über das Land.

„Tocopilla“, die Stadt an der Küste lassen wir direkt links liegen, – Industriehafen, – Öltanker auf dem Meer, – Großtanks an Land, – wir biegen direkt auf die Küstenstraße N 1 und fahren nordwärts.

Hier reihen sich die „Playas“ an der Küste entlang, – etwa 20 km nördlich der Stadt liegt der „Golfclub Tocopilla“, die Grüns sind hier sandige Löcher, – hier am Strand finden wir einen schönen Stellplatz für die Nacht. ( S 21° 54′ 31“ W 070° 10′ 43“ )

Tagesetappe: 182 km Gesamtstrecke: 67.348 km



17.01.2025 – Von Lasana nach Calama

Heute ist Versorgungstag, also keine Eile angesagt, zudem läßt uns die „geklaute“ Stunde wieder mal nicht aus den Federn kommen.

Nunja, – irgendwann so gegen 11 Uhr machen wir uns auf die Socken und versuchen durch die wahrlich enge Straße, die durch das Tal führt, wieder nach oben auf die 21 zu kommen, – nicht ganz einfach, aber letztendlich gelingt es.

Wir fahren die 21 südwärts, – zunächst graue Wüste, dann wird sie immer heller, – staubtrocken ist es hier, – kein Grashalm steht irgendwo, – totes Land.

Es ist schon 13 Uhr, als wir in der Stadt ankommen.
„Calama“, eine Industriestadt, – die nahegelegene Mine bei „Chuquicamata“ und einige andere Minen in der Nähe prägen ihr Aussehen, – staubig geht es her, hier mitten in der Wüste, – am Eingang zur Stadt sind nur LKW und Baumaschinen zu sehen, – die Stadt selbst ist in einem recht ordentlichen Zustand.

Geld organisieren hat oberste Priorität für uns, – im „Lider“-Supermarkt, den wir angesteuert haben, gibt es 3 Bankautomaten, – an das was die ausspucken, muß man sich auch erst gewöhnen, 1 Euro sind etwa 1.000 chilenische Pesos. Also hier hat man schnell mal 250 oder 300.000 in der Tasche.

SIM-Karten für Chile kaufen und einrichten, – das geht auch in einem kleinen Shop im Supermarkt, allerdings gibt es da nur 1 GB, – nachladen muß man draußen, an Tankstellen oder sonstwo.

Lebensmittel faßen, – nachdem wir zum Grenzübertritt Vieles aufgegessen haben, herrscht Notstand im Kühlschrank, – Heike ist gut 1 ½ Stunden unterwegs, um unsere Bestände aufzufüllen.

Diesel tanken, – wir sind mit unseren in Peru gebunkerten 600 Litern gut durch Bolivien durchgekommen, – haben uns zwar dann doch das Vergnügen angetan, eine gute Stunde im Tankstau zu stehen, weil wir unser letztes bolivianisches Geld loswerden wollten.
Hier geht das problemlos und ohne Stau, – mit VISA-Karte zahlen geht auch, – allerdings ist Treibstoff im Vergleich zu anderen südamerikanischen Ländern ziemlich teuer, ca. 1,10 Euro pro Liter.

Chile scheint allgemein teuer zu sein, auch Heike stöhnt, als sie vom Einkaufen zurückkommt, – die Lebensmittelpreise im Supermarkt sind annähernd gleich mit denen bei uns in Deutschland.

Hier in der Stadt gibt es den Campingplatz „Casas del Valle“, – natürlich mitten in der Stadt, und die Anfahrt ist wieder mal, …. naja. Irgendwann sind wir da, – alleine, – wie so oft. ( S 22° 27′ 38“ W 068° 54′ 58“ )


Tagesetappe: 58 km Gesamtstrecke: 67.166 km

16.01.2025 – Von Alota (Bolivien) nach Lasana (Chile)

In der Nacht ist nur gelegentlich das Schnattern der Gänse zu hören, sonst ist es totenstill, – die Nacht ist mit 3 Grad ziemlich kalt.

Die Morgensonne heizt ab 6 Uhr, auch heute wieder von einem stahlblauen Himmel.

Heute ist Grenztag, wir stehen etwas früher auf, um nicht zu spät an die Grenze zu kommen.
Die Flamingos stehen noch schlafend im eiskalten Wasser, den Kopf unter die Flügel gesteckt.
Nach und nach erwachen sie und gleich geht der Kopf unter Wasser, – Frühstück suchen.
Wir halten es da lieber mit einem heißen Kaffee, – vernichten noch letzte Reste von Obst und anderen Sachen, die wir nicht mit nach Chile nehmen dürfen, und fahren gegen 9.30 Uhr los.

Über die Wellblechpiste hinaus auf die 701 und westwärts, – etwa 1 Stunde werden wir wohl brauchen. Allerdings haben wir da die Rechnung ohne den Wirt gemacht, – es geht zügig über die tolle Asphaltstraße, – die Landschaft ist nach wie vor zauberhaft, – steppenartige Hochebenen zwischen sanften Hügelketten, – grasende Lamaherden, – ganz tolle Farben, – rostbraune Erde, – schneeweiße Salzflecken auch hier wieder, – und über allem der strahlend blaue Himmel.

Doch nach etwa 20 Minuten endet die herrliche Asphaltstraße und mündet in eine eher löcherigen Steinplattenpiste, – ganz schlecht, – damit haben wir so gar nicht gerechnet, – haben uns so an die Asphaltstraße gewöhnt, – von 80 km/h runter auf 30 km/h, – maximal, – das wird wohl nichts mit der geplanten Stunde.

So zuckeln wir weiter, – die Landschaft wird immer dramatischer und entschädigt für das „Holpern“ und die dicken Staubfahnen der entgegenkommenden LKW.
Irgendwann erscheint am Horizont ein Vulkankegel, – die Kuppe schneebedeckt und mit einer weißen Rauchfahne, – der Vulkan „Ollagüe“ ist aktiv, – nicht besonders, aber immerhin, – sehr spannend und die Zeit für eine Pause muß trotz Grenztag einfach sein.

Nach vielen weiteren Kilometern durch Senken und über Höhen sehen wir in der Ferne ein paar Gebäude stehen, – die Grenze, – zunächst auf bolivianischer Seite. Das war unser kleiner Streßfaktor, denn hier wird wegen Mittagspause von 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr dichtgemacht, – das hätte 2 Stunden Wartezeit bedeutet, – aber wir waren rechtzeitig, gegen 11.45 Uhr da, – es ist sehr wenig los, – wieder so eine Grenze, wie wir sie mögen, – Reisepäße ausstempeln dauert 5 Minuten, – das TIP auflösen ein wenig länger, – das Personal auch hier, sehr freundlich und hilfsbereit, – Alles in Allem sind wir unter einer halben Stunde durch….

… und fahren ein Stück weiter über die Piste durch die Hochebene.
Direkt an der imaginären Linie, die die Grenze darstellt, wird aus der Erdpiste eine schnurgerade Asphaltstraße, – wir sind in Chile.
Etwa 400 Meter weiter sind die chilenischen Abfertigungsgebäude, – auch hier ist nicht viel los, allerdings sind die chilenischen Kontrollen strenger und dadurch dauert Alles ein wenig länger.
Einreisestempel, 5 Minuten, – Fahrzeugimport und -kontrolle dauern etwas, vorher müssen wir noch jeder ein Formular ausfüllen und Fragen zur Einreise beantworten.
Chile hat strikte Einreiseregeln betreffend der Mitnahme von Lebensmitteln, was natürlich gerade bei der Einreise mit dem Camper zu Problemen führen kann. Wir hatten uns vorher belesen, daß hauptsächlich Frischwaren, also Obst und Gemüse, aber auch Fleisch und Wurst, Eier und Samenkörner verboten sind.
Wir hatten die letzten Tage das Meiste „vernichtet“ und nur noch einen verrunzelten Apfel und 3 vertrocknete Limetten im Obstkorb, in der Gemüseschale eine etwas angegammelte Paprika und eine Selleriestange, – haben wir zu Testzwecken (und wegen dem Erfolgserlebnis des Kontrolleurs) liegen lassen und schauen, was passiert.
Der Kontrolleur fragt danach, wir antworten wahrheitsgemäß, worauf er freundlich darauf hinweist, daß wir dies nicht mitnehmen können. Also wandert es in eine Plastiktüte, die er später mitnimmt.
Alle anderen Lebensmittel, verpackten Käse, verpackte Wurst, Nüsse, Schokolade, Linsen, Mehl und Gewürze, etc., auch 3 gekochte Frühstückseier und angebrochene Marmelade sind kein Problem und dürfen weiter mit uns reisen.
Eine freundliche Dame vom Zoll holt dann die Fahrzeugpapiere und stellt uns die Importpapiere aus, auch das geht total problemlos, – und nach knapp 45 Minuten sind wir fertig.
Chile, – wir kommen !

Ursprünglich war unser Plan, von hier aus auf einer kleinen Nebenstrecke nach Norden zu fahren um letztendlich am „Salar de Huasco“ anzukommen.
Die Nebenstrecke funktioniert allerdings in der Regenzeit überhaupt nicht, – zerfahren, – überschwemmt und nicht ungefährlich, – so ist es zu lesen, – außerdem wurden im letzten Jahr Reisende auf der Strecke angehalten und zurückgeschickt.
Also, – abschminken, – und ab Richtung Süden.
Wir werfen unsere komplette Planung etwas um, – es werden wohl so ein paar Kilometer mehr werden, – aber, ……

Unsere Straße heißt hier 21, ist wunderbar asphaltiert und es ist nichts los, über weite Strecken sind wir alleine unterwegs, – Zeit also zum Schauen und Geniessen.
Gelegenheiten gibt es unglaublich viele dazu:

Wir durchfahren eine riesige Salzsenke, – der starke Wind treibt weiße Kristalle wie Nebelschwaden über die Straße, „Salar de Carcote“, „Salar de Ascolan“ und viele weitere namenlose Lagunen reihen sich aneinander, wir sehen den Vulkan von heute früh jetzt von der anderen Seite, – später zwei gewaltige schwarze Berge, ehemalige Vulkane, schneebedeckt und von Nebelschwaden umhüllt.
Wir können uns kaum sattsehen und halten ständig zum Fotografieren an, – das geht hier mitten auf der Straße, – ist ja fast niemand unterwegs.

Am späten Nachmittag wird es dann eintönig, die Vegetation verschwindet gänzlich, rechts und links der Straße bis zum Horizont nur graue Steinwüste, über viele Kilometer.

Beim Grenzübertritt hat man uns heute wieder mal eine Stunde „gestohlen“, die Uhr springt von 13.40 auf 14.40, wir sind jetzt nur noch 4 Stunden hinter der deutschen Zeit zurück.
Dafür bleibt es heute bis 20 Uhr hell, so fahren wir etwas länger und finden dann zwischen den grauen Wüstenfeldern eine grüne Oase, – hier hat sich eine vielleicht 100 bis 200 Meter breite Schlucht mit einem kleinen Bach in die Wüste eingegraben, – grüne Gärten, Gewächshäuser, einige Maisfelder prägen das Bild und vereinzelt stehen kleine Häuser an der schmalen Durchgangsstraße. Unsere Unterlagen zeigen uns hier 3 Campingplätze, – der Erste ist so gar nichts, beim Zweiten sieht es dann besser aus und wir bleiben, – chilenisches Geld haben wir noch nicht, Geldautomat, Bank oder Wechselstube, auch direkt an der Grenze, – Fehlanzeige.
Nun, ich konnte mich mit dem Besitzer einigen, daß wir mit US-Dollar zahlen können.
Camping „Viveros Altoloa“. ( S 22° 17′ 06“ W 068° 38′ 02“ )

Tagesetappe: 241 km Gesamtstrecke: 67.108 km



15.01.2025 – Von Colchani (Salar de Uyuni) nach Alota

Auch am späten Abend, in völliger Dunkelheit, fährt immer wieder mal ein Fahrzeug auf den See hinaus, – wir mutmaßen, daß wohl das Hotel das Ziel ist.

Ansonsten ist die Nacht wunderbar ruhig, – der Mond überzieht Wasser und Salz des Sees mit einem zauberhaften Licht.

In der Früh schauen Hedda und Clemens noch mal kurz bei uns vorbei, sie haben in einem Hotel am Rand des Sees, nur etwa 1 km von hier übernachtet.
Dann machen wir uns los, wir wollen heute so dicht es geht an die Grenze nach Chile heranfahren, damit wir morgen früh nicht so spät dort hinkommen.

Zunächst fahren wir zurück nach „Uyuni“, hier möchten wir unsere restlichen Bolivaros in Diesel umsetzen, – ich hatte gestern gefragt, ob Diesel verfügbar sei und ob sie an Ausländer verkaufen.
Unser Tankinhalt reicht eigentlich noch locker bis hinüber nach Chile, das ist nicht das Problem, – aber die übrigen Bolivaros müssen ja weg, – also Diesel kaufen.
So reihen wir uns in die Warteschlange vor der Tankstelle ein, – gemächlich, – Fahrzeug um Fahrzeug geht es voran, – nach einer guten Stunde sind wir dran.
Gegen Vorlage des Reisepaßes und Zahlung des Touristenpreises kommen wir dran.
Treibstoff ist in Bolivien stark subventioniert, so kostet Diesel z.B. für die Locals 3,72 BoB, also etwa 34 Cent, für Ausländer 8,88 BoB, also etwa 81 Cent, – das ist für uns ok.

Auf dem Weg durch die Stadt kaufen wir noch Trinkwasser und später an der Strecke füllen wir unseren Brauchwassertank an einer Tankstelle, die zwar keinen Diesel mehr hat, aber uns gerne umsonst Wasser tanken läßt. Ein kleines Trinkgeld wird natürlich gerne angenommen.

„Unsere“ Straße ist heute die N 5, später die 701.
Die N 5 ist hinter der Stadt eine festgefahrene / festgewalzte Erd- und Steinpiste, anfänglich entsetzlich zerlöchert, später aber recht gut und ich kann locker mit 75 km/h drüberziehen, – während mich der eine oder andere SUV mit mindestens 120 km/h überholt.
Zunächst fahren wir noch lange Zeit „durch“ den See, die Piste führt auf einem Damm hindurch, die meist ausgetrockneten Seeflächen sind rostbraun, manchmal von einem grünen Flaum durchzogen, Salzflächen sind kaum zu sehen.

Dann erleben wir wieder mal, wie „zuverlässig“ Kartenmaterial ist, – irgendwann hinter „Collpani“ führt die 5, die fett in den Karten eingezeichnet ist, in einem nördlichen Bogen hinüber nach „Ollagüe“ zur Grenze, in einem südlichen Bogen führt die ziemlich dünn eingezeichnete 701 auch dort hin, eigentlich klar, daß wir die nördliche Route nehmen werden.
Als wir an die Weggabelung kommen, führt die Erdpiste der 5 hinein in den nördlichen Bogen, – und die 701 zeigt sich als hervorragend asphaltierte, breite Landstraße.

Natürlich nehmen wir die südliche Route der 701 und das geht super ab, – schlaglochfrei und schnurgerade führt sie durch eine wüstenhafte Steppengraslandschaft, eingebettet zwischen sanften Hügeln, mit 85 mal wieder über eine solche Straße fahren, – super Gefühl, ewig nicht gehabt.

Bei „Alota“ wird es dann Zeit, einen Nachtplatz zu suchen, – ein Kleinod befindet sich etwa 10 Minuten hinter dem Ort, eine Holperpiste führt etwa 2 km abseits dieser Straße zu einer kleinen Lagune, unglaublich viele Lamas, Alpacas und Schafe grasen hier, im seichten Wasser stehen unzählige Flamingos, – Andengänse schnattern am Ufer.
Hier ist unser Platz, – lange noch beobachten wir die Tiere, – fotografieren viel und hören sie noch lange, nachdem die Dunkelheit hereingebrochen ist. ( S 21° 25′ 21“ W 067° 37′ 42“ )

Tagesetappe: 182 km Gesamtstrecke: 66.867 km



14.01.2025 – Von Uyuni nach Colchani (Salar de Uyuni)

Spät am Abend treffen noch zwei weitere Camperfahrzeuge hier ein.
Dann herrscht absolute Stille, auch der ziemlich starke, kalte Wind hat sich mit dem Sonnenuntergang gelegt, nichts rauscht mehr, nichts wackelt und klappert.
Der Himmel bleibt klar, – es bleibt trocken, – die Nacht ist ziemlich kalt.

Ab 6 Uhr in der Früh heizt die Sonne kräftig, der Himmel ist wieder azurblau und wolkenlos.
Gegen 10 Uhr machen wir uns rüber auf den „Friedhof“.
Hier hat man Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts alles abgestellt, was die bolivianische Bahn nicht mehr brauchen konnte, oder was halt eben kaputt war. So sind neben uralten, halb zerfallenen Waggons eine große Anzahl uralter Dampflokomotiven sich selber überlassen, – verrostet, – teilweise um Brauchbares erleichtert, stehen sie in Reih und Glied und werden täglich von hunderten Besuchern bestaunt.

Gegen Mittag machen wir uns dann über die rumpeligen Wege durch die ganze Stadt auf unseren kurzen Weg nach „Colchani“, dem Zugang zum größten Salzsee der Welt, dem „Salar de Uyuni“.
10 Milliarden Tonnen Salz lagern hier auf einer Fläche von 12.000 Quadratkilometern.
15 bis 20 Zentimeter, meist aber drei bis fünf Meter dick ist die Salzschicht über dem verbliebenen Wasser des Sees.
In der Trockenzeit meist gefahrlos zu befahren, ist es jetzt in der Regenzeit nicht ganz ungefährlich, sich mit seinem Gefährt auf den See hinaus zu wagen, – Wasser bedeckt die Salzkruste nach den letzten Regenfällen und macht sie weich, matschig und damit brüchig.

Wir stellen unseren HerrMAN mal am Parkplatz neben dem Zugang ab und erkunden die Piste ein Stück zu Fuß, – jede Menge Landcruiser der Tourveranstalter fahren Touristen auf den See hinaus, es rauscht und spritzt unter den Rädern, an den Radkästen und am Unterboden hängt zentimeterdick das Salz. Wir beschließen, uns und dem HerrMAN das nicht anzutun, – jammerschade, aber hier muß die Vernunft siegen, die Landcruiser wiegen mal eben 3 Tonnen, wir knapp 10, das Risiko einzubrechen ist unter diesen Bedingungen einfach zu hoch.

Während der Mittagspause überlegen wir, was wir tun könnten, denn draußen auf dem See gibt es schon einige interessante Dinge zu sehen, – ein Skulpturengarten, – Denkmäler und ein ganzes Hotel, – alles aus Salzblocks gehauen und aufgebaut.


Draußen auf dem Parkplatz stehen Landcruiser und alte LKW ungenutzt rum, ich schaue mir das genauer an und frage nach, – sie bieten 2 bis 3 stündige Touren hinaus auf den See an, umgerechnet 60 Euro die Tour, – naja nicht unbedingt ein Schnäppchen.
Während wir noch überlegen, sehe ich ein Paar, die ebenfalls dort am Fragen sind und mindestens so unentschlossen schauen, wie wir. Ich gehe mal hin und frage, – und was soll ich sagen, – man spricht deutsch, – Hedda und Clemens aus Deutschland, – wir sind uns ganz schnell einig, die Tour gemeinsam zu machen, 30 Euro für jeden ist doch vollkommen akzeptabel.
Sonnenbrille und Hut, – wichtigstes Utensil hier draußen, das Licht ist wahnsinnig hell, das Salz leuchtet schneeweiß, – wir kriegen noch jeder ein paar Gummistiefel verpasst, – und schon geht es los.

Im Slalomkurs bewegt unser Fahrer den SUV um die Wasserlöcher Richtung Seemitte, das Ufer und die umliegenden Hügel verschwinden immer mehr und irgendwann sind wir mitten im Weiß, – wie in einer Winterlandschaft frischen Schnees sieht es hier aus, – die Seemitte ist trockener, stellenweise ist das Oberflächenwasser ganz verschwunden, – und so ganz nebenbei erzählt uns unser Fahrer, daß man hier mit Fahrzeugen bis zu 25 Tonnen fahren kann. (?*!*?*!*?*!*?*!*?)
Naja, – ist so vielleicht besser,
Einen ersten Stop machen wir am Salzhotel, es sind unglaublich viele Fahrzeuge und natürlich noch viel mehr Touristen unterwegs, – Wahnsinn, – das hatten wir nicht erwartet.
Das gesamte Hotel ist aus Salzblöcken aufgebaut, auch die Rezeption, die Möbel und alles Andere.

Etwas weiter drüben ist ein Denkmal errichtet, – hier sind zweimal Etappen der berühmt berüchtigten Dakar-Rallye gefahren worden, woran man sich gerne zurück erinnert.

Nächstes Ziel unserer Rundfahrt ist der Skulpturengarten mit einem Irrgarten, natürlich auch alles aus Salz gebaut. Hier stehen riesige Flächen unter Wasser, – das ergibt sehr reizvolle Spiegelungen in der gleißenden Mittagssonne. Unsere Gummistiefel sind Gold wert !

Auf dem Rückweg zeigt uns unser Fahrer noch eine Stelle, an der sogenannte „Augen“ aus dem See schauen, salzlose Wasserlöcher, durch die der See wohl atmet, es blubbert und sprudelt in ihnen, Luftblasen steigen aus der Tiefe des Sees an die Oberfläche. Respektvoll lenken alle Fahrer ihre Fahrzeuge in weitem Bogen um die Löcher.

Nach gut 2 ½ Stunden sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt zurück, die Tour war erlebnis- und lehrreich, die Stunden mit Hedda und Clemens recht angenehm.
Der HerrMAN wird es uns danken, daß er das nicht fahren mußte, wir sparen uns dann morgen eine ausgiebige Unterbodenwäsche.

Heute bleiben wir direkt hier auf dem Parkplatz stehen, ( S 20° 18′ 58“ W 066° 58′ 52“ ) der Sonnenuntergang ist recht spektakulär, – überall stehen Fahrzeuge und Menschen im See, um das zu erleben. Mit Einbruch der Dunkelheit können wir die unglaubliche Zahl von Fahrzeugen erleben, die, jetzt schon mit Licht, in endloser Karawane aus drei Pisten kommend, den See verlassen, 30 bis 45 Minuten schlängeln sie sich im 5-Sekunden-Takt an unserem Stellplatz vorbei.
Ja, – der See ist riesig groß !

Tagesetappe: 30 km Gesamtstrecke: 66.685 km