Es ist für uns immer wieder erstaunlich, wie still die Nächte hier in diesen großen Städten sind, wir stehen mitten im Herzen einer 180.000-Einwohner-Stadt und irgendwann nach 23 Uhr ist absolut nichts mehr zu hören, – Ruhe wie irgendwo im tiefen Wald.
Der Morgen begrüßt uns mit strahlend blauem Himmel, – wie schön ! Das hatten wir nun wirklich sehr lange nicht mehr, – wir sind gespannt, wie lange das anhält.
So fahren wir kurz nach 10 Uhr los, – „Uyuni“ ist unser nächstes Ziel, der legendäre „Salar de Uyuni“, der größte Salzsee der Welt.
Dafür müssen wir zurück auf die N 5, es ist nicht weit, – und dann auf ihr immer nach Südwesten.
Die 5 ist eine einwandfrei ausgebaute Asphaltstraße, breit, wenig kurvig, weitestgehend schlaglochfrei, – lediglich in den Ortschaften wird die Geschwindigkeit durch diese häßlichen „Toppes“ gebremst, Betonschwellen, die einem bei Nichtbeachten, im schlimmsten Fall die Achse zerreissen können.
Privater Autoverkehr findet fast gar nicht statt, die Straße ist herrlich leer, unterwegs sind nur Busse, Kleinbusse, gelegentlich ein Pickup, hier und da schwere LKW und Lieferwagen.
An Maut sind für die 200 km umgerechnet 2,50 Euro fällig,
Uuuund Novum und neu für uns:
Am Ende der Strecke ist wieder eine Mautstation, – wir hatten das gestern schon erlebt, daß ich einen kleinen Schein hinreiche, die Dame mir aber dann mit einem Ticket zuwinkt, – also krame ich das Ticket vom Morgen raus und zeige es ihr, – wie ein Schaffner in der Bahn locht sie es und reicht mir Ticket und Geldschein zurück. Aha !
Also aufpassen, – das ist offensichtlich nur eine Kontrollstelle für die Tickets, zahlen müssen nur die Quereinsteiger, die die Strecke nicht von Anfang an gefahren sind und kein Ticket haben.
Wir kommen gut voran, – und was soll ich sagen:
Das ist heute die absolut feinste Landschaft, die wir durchfahren, – es ist wieder Alles dabei, – kleine Dörfer und Städtchen, – grüne Flußauen, in denen Landwirtschaft betrieben wird, – riesige Lamaherden in weiten Ebenen, – Hügelketten, – Berge, – im Hintergrund schneebedeckte Bergmassive, – Hochebenen, auf denen nichts mehr wächst, – kahle Felsen in den tollsten Farben, – Wüstenlandschaften und Kakteen, – die Natur ist schon ein echter Künstler.
Wir können gar nicht so oft anhalten, wie wir eigentlich sollten, – aber auch während des Fahrens bleibt heute unglaublich viel Zeit zum Schauen.
Am späten Nachmittag ist er dann zu sehen, – der „Salar de Uyuni“, eine riesige gerade, weiße Fläche zwischen braunen Bergmassiven.
Für heute fahren wir zum „Friedhof der Eisenbahnen“, hier hat man über Jahrzehnte alle alten Lokomotiven und viele Wagen abgestellt, die nun vor sich hin rotten. Schauen wir uns morgen früh mal an. Heute stehen wir auf dem Besucherparkplatz. ( S 20° 28′ 51“ W 066° 50′ 17“ )
Und, – das Wetter hat heute mal gehalten, der erste Tag seit Wochen mit strahlend blauem Himmel und ohne Regen, – und einem gigantischen Sonnenuntergang.
Tagesetappe: 210 km Gesamtstrecke: 66.655 km






























































































































